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Oper im Hof

Montag, 16. Januar 2006, 17:27 Uhr
Nordhausen/Sondershausen (nnz). Die Stadt Sondershausen ruft Schlossfestspiele ins Leben. Das teilte Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) heute mit. Was Sondershausen von Städten ähnlicher Größenordnung unterscheide, sei seine jahrhundertealte Musiktradition, das Loh-Orchester Sondershausen und das Residenzschloss. Und das soll in diesem Jahr musikalisch umrahmt werden.


Mit der schon länger existierenden Idee, Schlossfestspiele zu veranstalten, will die Stadt an den Erfolg der Thüringer Landesausstellung anknüpfen, die Sondershausen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat. Jährlich im Sommer wird im Hof des Schlosses Sondershausen eine Oper zur Aufführung gebracht werden. So soll für die Sondershäuser und Nordthüringer, aber auch für Besucher aus anderen Regionen ein besonderes musikalisches Erlebnis geschaffen werden.

Mit der künstlerischen und organisatorischen Durchführung der Schlossfestspiele Sondershausen hat die Stadt die Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH beauftragt. Damit sei die Verankerung in der Region, aber auch die hohe künstlerische Qualität der Festspiele gewährleistet, sagte Kreyer.

Intendant Lars Tietje betonte bei der Vorstellung des Konzepts, dass die Schlossfestspiele mit jungen Sängerinnen und Sängern zwischen Studium und Beruf arbeiten werden. So solle auch an Sondershausens Tradition der musikalischen Ausbildung, verkörpert und lebendig gehalten durch die Kreismusikschule Carl Schroeder und die 2005 gegründete Landesmusikakademie, angeknüpft werden.

Als Partner der Schlossfestspiele Sondershausen konnten die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten als Eigentümerin des Schlosses, die Kyffhäusersparkasse mit der Sparkassen-Kunststiftung für den Kyffhäuserkreis sowie die Landesmusikakademie Sondershausen gewonnen werden.

Karl-Heinz Langhorst, Vorstandsvorsitzender der Kyffhäusersparkasse, betonte anlässlich das Engagement der Sparkasse für die Steigerung der Lebensqualität und die Stärkung der Wirtschaftskraft in der Region. In diesem Zusammenhang sei die Entscheidung für die Unterstützung der Schlossfestspiele als ein hochwertiges Musikprodukt leicht gefallen. „Wir wünschen uns, dass die Bürger unserer Region die Schlossfestspiele annehmen“, sagte Langhorst.

Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten wird die notwendigen Räumlichkeiten mietfrei zur Verfügung stellen. Thomas Kramer, stellvertretender Direktor der Stiftung, zeigte sich erfreut über die Bestrebungen der Stadt Sondershausen, das Schloss durch die Schaffung des Opernfestivals kulturell weiter zu beleben.

Von der Zusammenarbeit der Festspiele mit der Landesmusikakademie versprechen sich beide Seiten wichtige Impulse. Akademiedirektor Prof. Dr. Eckart Lange hofft auf reges Publikumsinteresse an beiden Einrichtungen. „Workshops und Kurse der Landesmusikakademie können inhaltlich auf die Produktion der Schlossfestspiele abgestimmt werden“, stellte er fest.

Im ersten Festspieljahr 2006 wird – passend zum Mozartjahr – Mozarts beliebte Oper „Die Hochzeit des Figaro“ in deutscher Sprache gezeigt. Für die musikalische Begleitung sorgt das Loh-Orchester Sondershausen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Hiroaki Masuda. Die Premiere findet am 14. Juli 2006 um 20.00 Uhr statt, insgesamt sind sieben Vorstellungen geplant.
Autor: nnz

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