nnz-Rückspiegel: 21. November 2000
Mittwoch, 21. November 2001, 08:13 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.
EGN-Aufsichtsrat tagte, faßte aber keine Beschlüsse
Gestern tagte in Nordhausen der Aufsichtsrat der Entwicklungsgesellschaft des Landkreises Nordhausen (EGN). Dabei stellte deren Geschäftsführer Ulrich Fiedler mehrere Varianten der künftigen Geschäftstätigkeit vor. Noch immer gibt es die Beschlußvorlage 96/00, die den Mitgliedern des Nordhäuser Kreistages vorliegt. Darin wird die Einstellung des Geschäftsbetriebes zu 31.12. dieses Jahres vorgeschlagen. Wie Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Theuerkauf (SPD) der nnz sagte, werden die derzeit laufenden Projekte der EGN auf jeden Fall zu Ende geführt. Betroffen vom Ende der EGN seien in mittelbarer und unmittelbarer Weise auch die elf fest angestellten Mitarbeiter der Beschäftigungsgesellschaft. Weiterhin müsse untersucht werden, wie die Betreibung des Sollstedter Hallenbades oder der Touristinformation am Nordhäuser Harzquerbahnhof sichergestellt sein kann. Überhaupt müssen die finanziellen Auswirkungen und die vertragsrechtlichen Konsequenzen sowohl im Innen- als auch im Außenverhältnis für die Mitglieder des Kreistages transparent dargestellt werden. Letztlich entscheide der Kreistag über die Zukunft der EGN.
DGB: Ausbildungskonsens wurde durch Arbeitgeber verfehlt
Der Ausbildungskonsens ist nach Ansicht des Nordthüringer DGB verfehlt worden. Von rund 5.000 Bewerbern für eine Ausbildungsstelle in Nordthüringen seien nur knapp 3.000 in eine betriebliche Ausbildung vermittelt worden, konstatiert der DGB. Damit konnten nur 60 Prozent der Bewerber eine Lehre im dualen System aufnehmen. Das bedeutet nach Ansicht von Ulrich Hanneman, daß eine Versorgung mit Ausbildungsplätzen nur mit erheblichem finanziellen Aufwand an Steuermitteln durch Bund und Land erreicht werden könne. Weiterhin sollte die Anzahl derer nachdenklich stimmen, die sich jährlich in den alten Bundesländern um einen Ausbildungsplatz bewerben. In diesem Jahr sind es wieder 820 Mädchen und Jungen aus Nordthüringen, die in den alten Bundesländern eine Lehrstelle gefunden haben, so Hannemann und fordert die Unternehmen der Region auf, ihrer Verantwortung für die junge Generation gerecht zu werden.
Schulträgerschaft steht für Stadtverwaltung nicht zur Diskussion
Die Schulnetzkonzeption der Stadt Nordhausen soll noch im Dezember-Stadtrat in die erste Lesung gehen. Derzeit wird der Entwurf intensiv in den zuständigen Ausschüssen des Stadtrates diskutiert, so Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) zur nnz. Auch die Fraktionen des Stadtrates hätten sich in ihren Auffassungen mittlerweile angenähert. Nach der ersten Lesung soll den Schulkonferenzen Gelegenheit zur Diskussion gegeben werden. Danach erfolge eine Abstimmung mit dem Schulamt Worbis, anschließend besteht eine Zeit von sechs Wochen für Eingaben. Im kommenden Jahr soll die Schulnetzplanung dann für die nächsten vier Jahre verabschiedet werden. Wahlbuhl stellte gegenüber nnz noch einmal klar, daß das dann beschlossene Schulnetz für vier Jahre seine Gültigkeit besitze. Außerdem denkt die Stadtverwaltung auch über eine inhaltliche Konzeption der schulischen Ausbildung nach.
Vorstandswahl im Offenen Kanal - Dr. Zeh wird im Amt bestätigt
Im gemeinnützigen Verein Offener Kanal Nordhausen wurde gestern Abend in der turnusmäßigen Vereinsversammlung ein neuer Vorstand gewählt. Im Rechenschaftsbericht des scheidenden Vorstands zog der Vereinsvorsitzende Dr. Klaus Zeh eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit. Mit Stolz verwies er auf die gute Auslastung des Senders, der sich im bundesweiten Vergleich nicht zu verstecken brauche. Mehr Engagement und Interesse wünschte er sich von der Stadtverwaltung und berichtete über die Einrichtung offener Kanäle in anderen Bundesländern, wo sich mehrere Städte bei der Bewerbung um einen Platz regelrechte Bewerbungskämpfe lieferten. In Nordhausen liefen die Bewerbungen zum Offenen Kanal hauptsächlich über interessierte Vereine, während aus dem Rathaus bislang keinerlei Unterstützung kam. Nach der Entlastung des alten Vorstandes war der Weg für Neuwahlen frei. Der alte Vorsitzende Dr. Klaus Zeh erhielt das einstimmige Votum der Wahlberechtigten, auch in den nächsten beiden Jahren die Geschicke des Vereins zu führen.
Autor: nnzEGN-Aufsichtsrat tagte, faßte aber keine Beschlüsse
Gestern tagte in Nordhausen der Aufsichtsrat der Entwicklungsgesellschaft des Landkreises Nordhausen (EGN). Dabei stellte deren Geschäftsführer Ulrich Fiedler mehrere Varianten der künftigen Geschäftstätigkeit vor. Noch immer gibt es die Beschlußvorlage 96/00, die den Mitgliedern des Nordhäuser Kreistages vorliegt. Darin wird die Einstellung des Geschäftsbetriebes zu 31.12. dieses Jahres vorgeschlagen. Wie Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Theuerkauf (SPD) der nnz sagte, werden die derzeit laufenden Projekte der EGN auf jeden Fall zu Ende geführt. Betroffen vom Ende der EGN seien in mittelbarer und unmittelbarer Weise auch die elf fest angestellten Mitarbeiter der Beschäftigungsgesellschaft. Weiterhin müsse untersucht werden, wie die Betreibung des Sollstedter Hallenbades oder der Touristinformation am Nordhäuser Harzquerbahnhof sichergestellt sein kann. Überhaupt müssen die finanziellen Auswirkungen und die vertragsrechtlichen Konsequenzen sowohl im Innen- als auch im Außenverhältnis für die Mitglieder des Kreistages transparent dargestellt werden. Letztlich entscheide der Kreistag über die Zukunft der EGN.
DGB: Ausbildungskonsens wurde durch Arbeitgeber verfehlt
Der Ausbildungskonsens ist nach Ansicht des Nordthüringer DGB verfehlt worden. Von rund 5.000 Bewerbern für eine Ausbildungsstelle in Nordthüringen seien nur knapp 3.000 in eine betriebliche Ausbildung vermittelt worden, konstatiert der DGB. Damit konnten nur 60 Prozent der Bewerber eine Lehre im dualen System aufnehmen. Das bedeutet nach Ansicht von Ulrich Hanneman, daß eine Versorgung mit Ausbildungsplätzen nur mit erheblichem finanziellen Aufwand an Steuermitteln durch Bund und Land erreicht werden könne. Weiterhin sollte die Anzahl derer nachdenklich stimmen, die sich jährlich in den alten Bundesländern um einen Ausbildungsplatz bewerben. In diesem Jahr sind es wieder 820 Mädchen und Jungen aus Nordthüringen, die in den alten Bundesländern eine Lehrstelle gefunden haben, so Hannemann und fordert die Unternehmen der Region auf, ihrer Verantwortung für die junge Generation gerecht zu werden.
Schulträgerschaft steht für Stadtverwaltung nicht zur Diskussion
Die Schulnetzkonzeption der Stadt Nordhausen soll noch im Dezember-Stadtrat in die erste Lesung gehen. Derzeit wird der Entwurf intensiv in den zuständigen Ausschüssen des Stadtrates diskutiert, so Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) zur nnz. Auch die Fraktionen des Stadtrates hätten sich in ihren Auffassungen mittlerweile angenähert. Nach der ersten Lesung soll den Schulkonferenzen Gelegenheit zur Diskussion gegeben werden. Danach erfolge eine Abstimmung mit dem Schulamt Worbis, anschließend besteht eine Zeit von sechs Wochen für Eingaben. Im kommenden Jahr soll die Schulnetzplanung dann für die nächsten vier Jahre verabschiedet werden. Wahlbuhl stellte gegenüber nnz noch einmal klar, daß das dann beschlossene Schulnetz für vier Jahre seine Gültigkeit besitze. Außerdem denkt die Stadtverwaltung auch über eine inhaltliche Konzeption der schulischen Ausbildung nach.
Vorstandswahl im Offenen Kanal - Dr. Zeh wird im Amt bestätigt
Im gemeinnützigen Verein Offener Kanal Nordhausen wurde gestern Abend in der turnusmäßigen Vereinsversammlung ein neuer Vorstand gewählt. Im Rechenschaftsbericht des scheidenden Vorstands zog der Vereinsvorsitzende Dr. Klaus Zeh eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit. Mit Stolz verwies er auf die gute Auslastung des Senders, der sich im bundesweiten Vergleich nicht zu verstecken brauche. Mehr Engagement und Interesse wünschte er sich von der Stadtverwaltung und berichtete über die Einrichtung offener Kanäle in anderen Bundesländern, wo sich mehrere Städte bei der Bewerbung um einen Platz regelrechte Bewerbungskämpfe lieferten. In Nordhausen liefen die Bewerbungen zum Offenen Kanal hauptsächlich über interessierte Vereine, während aus dem Rathaus bislang keinerlei Unterstützung kam. Nach der Entlastung des alten Vorstandes war der Weg für Neuwahlen frei. Der alte Vorsitzende Dr. Klaus Zeh erhielt das einstimmige Votum der Wahlberechtigten, auch in den nächsten beiden Jahren die Geschicke des Vereins zu führen.
