Muskelspiele im Landratsamt
Montag, 09. Januar 2006, 13:50 Uhr
Nordhausen (nnz). Hier lassen nicht die lokalen Politiker ihre Muskeln im Wahlkampf spielen, sondern besondere Fotomodelle. Eine Ausstellung zeigt Bilder von Pierre Pasler und gibt Informationen.
Muskelspiele im Landratsamt (Foto: nnz)
Muskelschwund, sagt der Volksmund, wenn es um solche Krankheiten geht. Medizinisch korrekt heißt es neuromuskuläre Erkrankungen, von denen es derzeit rund 800 verschiedene gibt. Der prominenteste Betroffene ist der Künstler Jörg Immendorf. Im Landratsamt werden Fotos ganz normaler Muskelkranker gezeigt. Der Fotograf und Kameramann Pierre Pasler hat sie in Schwarz-Weiß Fotos in Szene gesetzt. Zu sehen sind die Menschen in ihrem Alltag, beim Arbeiten, Essen, in der Familie.
Die Wanderausstellung, die schon in neun anderen Thüringer Städten zu sehen war, besteht aus 20 Bildern von denen 14 im Landratsamt zu sehen sind. Elf Betroffene aus Erfurt, Gotha und Suhl ließen sich fotografieren. Der Jüngste ist fünf Jahre alt, die Älteste 68 Jahre. In Thüringen leiden 2.000 bis 2.500 Menschen an einer Muskelerkrankung. Die Krankheiten sind meist genetisch bedingt und erblich. Derzeit sind sie nicht heilbar. Die Therapien wie Gymnastik oder Reiten können nur den Abbau der Muskeln verlangsamen. Die meisten Betroffenen sind jedoch früher oder später auf einen Rollstuhl angewiesen. Mehr Informationen gibt es im Internet. Die Ausstellung ist bis zum 26. Januar im Foyer des neuen Landratsamts zu sehen.
Autor: wf
Muskelspiele im Landratsamt (Foto: nnz)
Muskelschwund, sagt der Volksmund, wenn es um solche Krankheiten geht. Medizinisch korrekt heißt es neuromuskuläre Erkrankungen, von denen es derzeit rund 800 verschiedene gibt. Der prominenteste Betroffene ist der Künstler Jörg Immendorf. Im Landratsamt werden Fotos ganz normaler Muskelkranker gezeigt. Der Fotograf und Kameramann Pierre Pasler hat sie in Schwarz-Weiß Fotos in Szene gesetzt. Zu sehen sind die Menschen in ihrem Alltag, beim Arbeiten, Essen, in der Familie.
Die Wanderausstellung, die schon in neun anderen Thüringer Städten zu sehen war, besteht aus 20 Bildern von denen 14 im Landratsamt zu sehen sind. Elf Betroffene aus Erfurt, Gotha und Suhl ließen sich fotografieren. Der Jüngste ist fünf Jahre alt, die Älteste 68 Jahre. In Thüringen leiden 2.000 bis 2.500 Menschen an einer Muskelerkrankung. Die Krankheiten sind meist genetisch bedingt und erblich. Derzeit sind sie nicht heilbar. Die Therapien wie Gymnastik oder Reiten können nur den Abbau der Muskeln verlangsamen. Die meisten Betroffenen sind jedoch früher oder später auf einen Rollstuhl angewiesen. Mehr Informationen gibt es im Internet. Die Ausstellung ist bis zum 26. Januar im Foyer des neuen Landratsamts zu sehen.
