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Alptraum Wiedigsburghalle

Montag, 09. Januar 2006, 13:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Für den Südharzer Volleyballclub Nordhausen (SVC) entwickelt sich die Wiedigsburghalle langsam aber sicher zum Alptraum, und das Verhalten einiger Mitarbeiter des Landratsamtes beschleunigt diesen Vorgang. Einzelheiten mit einem nicht allzu sportlichen Klick auf MEHR.


Nachdem bei der Renovierung im letzten Sommer die farbige Volleyballmarkierung entfernt wurde und dem SVC damit die Durchführung höherklassiger nationaler und internationaler Wettkämpfe genommen wurde, treten nun neue Probleme auf. Seit der Fertigstellung der Halle 1997 ist der SVC mit seinem Trainings- und Wettkampfbetrieb der Hauptnutzer. Wie in jedem Jahr erfolgte im August letzten Jahres die Vergabe der Trainingszeiten an die Vereine durch das Landratsamt.

Der Freitag steht danach ab 19.00 Uhr dem SVC zur Verfügung, Nutzer bis 19.00 Uhr ist der Fußballstützpunkt des DFB. Die Trainingszeiten am Freitag sind ganz besonders wichtig, weil viele Spielerinnen und Spieler die Woche über auswärts arbeiten oder studieren und so nur dieser Tag für ein Mannschaftstraining zur Verfügung steht. Nachdem in dieser Saison bereits zweimal die Halle freitags anderweitig vergeben wurde, ohne das der SVC davon informiert wurde, setzte das Geschehen am Freitag, dem 6. Januar, dem ganzen die Krone auf.

An diesem Tag sollten ab 19.00 Uhr folgende Veranstaltungen des SVC stattfinden:

- Training der Regionalligamannschaft der Männer
- Training der Damenmannschaft als Vorbereitung für die Auswärtsspiele am folgenden Tag in Erfurt
- Punktspiele der Kreisliga zwischen SVC Jugend, VfB Werther und MTV Niedersachswerfen

Durch den diensthabenden Hausmeister wurden die Trainer und Übungsleiter des SVC beim Betreten der Halle informiert, dass diese nicht genutzt werden kann, weil sie dem Sportverein Wacker für ein Fußballturnier bis 22.00 Uhr zur Verfügung steht. Fußballspieler waren aber zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht in der Halle anwesend. Der Hausmeister ließ daraufhin die Trennwände herunter, machte das Licht aus und schloss die Halle ab.

Rund 60 Leute, Aktive und aus Werther angereiste Zuschauer, mussten wieder nach Hause gehen. Im Vorfeld erhielten weder der SVC noch der Staffelleiter des KVA Volleyball eine Information durch das Landratsamt. Besonders schlimm war das für die Frauen. Die Spielerinnen waren extra aus Hannover, Ulm, Hameln Leipzig und Jena angereist. Am 16. Dezember hatten sie das letzte Mal trainiert, dann wurde die Halle geschlossen. Ohne Training traten sie dann am Sonnabend in Erfurt an und verloren beide Spiele. Mit einem Training am Freitag hätten sie zumindest das Spiel gegen Gotha gewonnen.

Sportkonferenzen, auf denen man sich mit Eigenlob überhäuft, sind die eine Seite. Für den Volleyballclub sehen die Tatsachen ganz anders aus.
Autor: nnz

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