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Wölfe beißen sich durch

Montag, 09. Januar 2006, 07:53 Uhr
Nordhausen/Braunlage (nnz). Der Braunlager SC hat den Traumstart in die Eishockey-Meisterrunde perfekt gemacht. Mit einem hart erkämpften 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)-Auswärtssieg beim ESC Wedemark sicherten sich die Wölfe in der Eishockey-Regionalliga zum zweiten Mal an diesem Wochenende volle drei Punkte. Ein Bericht in der nnz von Robert Koch.


Das Derby bei den Farmers war allerdings kein Spiel für Eishockey-Ästheten. Wie beim ersten Gastspiel der Wölfe in Mellendorf waren die Wedemarker von Beginn an nur darauf bedacht, dass Spiel der Harzer zu zerstören. Die Folge war ein zerfahrenes Spiel mit vielen Zweikämpfen, jedoch wenige Torchancen. Das 1:0 für die Farmers nach dem ersten Drittel - Jim Brown hatte BSC-Keeper Nic Waldner nach neun Minuten im dritten Nachschuss überwunden – war noch nicht einmal unverdient.

Im zweiten Durchgang fanden die Wölfe zwar besser ins Spiel, Tore blieben aber weiterhin Mangelware. Nach einem Schuss von Benjamin Salzmann ließ Stephan Miskovic im Wedemarker Tor den Puck abprallen, Andreas Bippus wurde jedoch in letzter Sekunde abgedrängt (27.). Die zwei besten Chancen boten sich den Harzern in der 31. Minute: Zunächst traf Dusan Halloun nur die Latte, wenig später scheiterte Salzmann an Miskovic. Kurz vor Schluss des Drittels durfte der BSC dann endlich jubeln, verantwortlich war mit Laszlo Csata aber ein Wedemarker. Ausgerechnet der Ex-Harzer fälschte einen Schuss von Roman Vanek unhaltbar in sein eigenes Tor ab.

Auch im letzten Abschnitt blieben die Farmers ihrer defensiven Taktik treu. Die Wölfe, noch spürbar müde nach dem Spiel gegen Rostock, fanden kaum eine Lücke im Abwehrbollwerk. Wenn doch, dann war Miskovic auf dem Posten, etwa bei Ales Stribnys Schuss (44.). Auf der Gegenseite war Waldner hellwach und parierte in Unterzahl gleich mehrfach (46.). Die Entscheidung fiel schließlich in der 52. Minute. Zur Freude der fast 300 mitgereisten Harzer, die für ein Heimspiel sorgten, schob Stribny den Puck unter Miskovic hindurch zur Führung ins Tor. Kurz vor Schluss mussten die Wölfe noch eine Unterzahl überstehen, doch auch das Ersetzen des Torwarts durch einen weiteren Feldspieler half den Gastgebern nicht mehr.

Am Ende stehen drei hart erkämpfte Punkte für den BSC und eine in der Meisterrunde noch makellose Bilanz. Die soll natürlich am kommenden Wochenende weiter ausgebaut werden. Am Freitag erwarten die Wölfe die bisher ebenfalls verlustpunktfreien Blue Lions Leipzig am heimischen Wurmberg, am Sonntag führt der Weg zum ESC Erfurt.
Tore: 1:0 Brown (Soriano) 8:15, 1:1 Vanek 39:39, 1:2 Stribny 5-4 51:52
Strafen: Wedemark 22 - Braunlage 12
Zuschauer: 610
Autor: nnz

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