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Symbolträchtige Erde aus Bleicherode und Bischofferode zum Berliner Reichstag

Dienstag, 24. Oktober 2000, 12:09 Uhr
Bleicherode (nnz). Erde aus Bleicherode und Bischofferode soll künftig in den Innenhof des Berliner Reichstages eingebracht werden. Der PDS-Bundestagsabgeordnete Gerhard Jüttemann hat die Erde heute Vormittag am stillgelegten Bergwerk in Bischofferode, vom benachbarten Gewerbepark sowie bei der Deusa in Bleicherode entnommen.
Für ihn sei diese Erde symbolisch für einen Untergang der Industrie und eine falsche wirtschaftliche Ansiedlungspolitik seitens des Bundes und des Landes. Nach dem Wegbruch der Kaliförderung in Nordthüringen hatten sich die Bischofferöder Kumpel mit einem Hungerstreik Zusagen der Landesregierung für die Schaffung von Dauerarbeitsplätzen erkämpft. Diese Zusagen, so Jüttemann gegenüber der nnz, seien in keinster Weise eingehalten worden. Zum Zeitpunkt des Hungerstreiks war der PDS-Abgeordnete Mitglied des Bischofferöder Betriebsrates.
Die Erde aus Nordthüringen ist für das Kunstprojekt "Der Bevölkerung" am Reichstag vorgesehen. Auch andere Nordthüringer Bundestagsabgeordnete wie Eckehard Ohl (SPD) aus Schlotheim hatten sich dieser Initiative bereits angeschlossen.
Autor: nnz

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