Eine Vision wird zur Realität
Dienstag, 20. November 2001, 08:59 Uhr
Nordhausen (nnz). Nur rund 120 Meter Gleis trennen das Netz der Harzer Schmalspurbahn von dem der Nordhäuser Straßenbahn. Seit Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gibt es Überlegungen, um beide Gleise miteinander zu verbinden. In dieser Woche sollen sie in die Realitätsphase übergehen.
Anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag der Harzquer- und Brockenbahn und des 99-jährigen Bestehens der Nordhäuser Straßenbahn wurde am 28. August 1999 auf dem Bahnhofsplatz in Anwesenheit des Thüringer Ministerpräsidenten eine Absichtserklärung durch die Geschäftsführungen der Harzer Schmalspurbahnen GmbH und der Stadtwerke Nordhausen - Verkehrs- und Stadtreinigungsbetrieb GmbH unterschrieben. Zielsetzung war Verbindung der spurgleichgroßen Gleisnetze. Mit der Realisierung erhält der umgestaltete Bahnhofsplatz bessere Umsteigebeziehungen und entwickelt sich zur Drehscheibe des Nahverkehrs in Nordhausen.
Alle Vorbereitungen für den Beginn der Bauarbeiten sind nun abgeschlossen. Der Freistaat Thüringen bewilligte Fördermittel für die Verbindung der Gleise und ermöglicht damit die Finanzierung des eine halb Million Mark umfassenden Vorhabens. Es erfolgt die Verknüpfung des Anschlussgleises Nr. 5 der Harzer Schmalspurbahn mit der Straßenbahnhaltestelle auf dem Bahnhofsplatz. Gleichzeitig wird der gesamte Straßenraum der Oscar-Cohn-Straße von Ecke Reichsstraße bis Ecke Emil-Reichardt-Straße neu gestaltet. Die Gleisführung erfolgt in einem eingedeckten Schienenbett seitlich der Oscar-Cohn-Straße. Damit wird es möglich, erstmalig zunächst mit den Triebwagen der Harzer Schmalspurbahn auf den Bahnhofsplatz zu fahren und die Fahrgäste ein-, aus- und direkt umsteigen zu lassen.
Ziel der Stadtwerke ist es, bis zur Landesgartenschau mit neuen Straßenbahnen durchgängig z. B. vom Nordhäuser Krankenhaus bis nach Ilfeld fahren zu können. Zum Einsatz kommen hier sogenannte Zweisystemfahrzeuge, die ein in Nordhausen entwickeltes und hergestelltes Alternativantriebssystem erhalten und damit ohne Strom aus der Oberleitung fahren können. Dieses ist in seiner Art ein erstmaliges Projekt des öffentlichen Personennahverkehrs, nicht nur in Deutschland.
Autor: nnzAnlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag der Harzquer- und Brockenbahn und des 99-jährigen Bestehens der Nordhäuser Straßenbahn wurde am 28. August 1999 auf dem Bahnhofsplatz in Anwesenheit des Thüringer Ministerpräsidenten eine Absichtserklärung durch die Geschäftsführungen der Harzer Schmalspurbahnen GmbH und der Stadtwerke Nordhausen - Verkehrs- und Stadtreinigungsbetrieb GmbH unterschrieben. Zielsetzung war Verbindung der spurgleichgroßen Gleisnetze. Mit der Realisierung erhält der umgestaltete Bahnhofsplatz bessere Umsteigebeziehungen und entwickelt sich zur Drehscheibe des Nahverkehrs in Nordhausen.
Alle Vorbereitungen für den Beginn der Bauarbeiten sind nun abgeschlossen. Der Freistaat Thüringen bewilligte Fördermittel für die Verbindung der Gleise und ermöglicht damit die Finanzierung des eine halb Million Mark umfassenden Vorhabens. Es erfolgt die Verknüpfung des Anschlussgleises Nr. 5 der Harzer Schmalspurbahn mit der Straßenbahnhaltestelle auf dem Bahnhofsplatz. Gleichzeitig wird der gesamte Straßenraum der Oscar-Cohn-Straße von Ecke Reichsstraße bis Ecke Emil-Reichardt-Straße neu gestaltet. Die Gleisführung erfolgt in einem eingedeckten Schienenbett seitlich der Oscar-Cohn-Straße. Damit wird es möglich, erstmalig zunächst mit den Triebwagen der Harzer Schmalspurbahn auf den Bahnhofsplatz zu fahren und die Fahrgäste ein-, aus- und direkt umsteigen zu lassen.
Ziel der Stadtwerke ist es, bis zur Landesgartenschau mit neuen Straßenbahnen durchgängig z. B. vom Nordhäuser Krankenhaus bis nach Ilfeld fahren zu können. Zum Einsatz kommen hier sogenannte Zweisystemfahrzeuge, die ein in Nordhausen entwickeltes und hergestelltes Alternativantriebssystem erhalten und damit ohne Strom aus der Oberleitung fahren können. Dieses ist in seiner Art ein erstmaliges Projekt des öffentlichen Personennahverkehrs, nicht nur in Deutschland.
