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Comeback nach dem Comeback

Dienstag, 03. Januar 2006, 14:19 Uhr
Nordhausen (nnz). In diesem Jahr wird im Landkreis Nordhausen munter gewählt. Vier Bürgermeister und ein Landrat stellen sich den wahlberechtigten Menschen in ihrem Hoheitsgebiet. Während einige schon zarten Wahlkampf pflegen, regt sich in Ellrich kaum etwas.


Nicht mal bei Amtsinhaber Gerald Schröder. Der Ex-Liberale und jetzige Parteilose ist stark am Überlegen. Theoretisch gesehen, habe er sich für eine erneute Kandidatur noch nicht entschieden. Eigentlich, so Schröder im nnz-Gespräch, seien 16 Jahre ja auch genug. Andererseits sieht eine Nicht-Kandidatur vielleicht auch wie eine Fahnenflucht aus.

Es gibt für Gerald Schröder noch so einiges abzuwägen, auch nachdenken will er. Da ist sein Gesundheitszustand, schon mal lag er am Boden. Das war im Jahr 2000, just in diesem Wahljahr, in dem er sich vornahm, nur noch eine Legislaturperiode dranzuhängen. Der heute 53jährige will auch in Erfahrung bringen, wen die politischen Parteien in und Ellrich herum als Kandidaten auffahren. Der Mann will aber auch sondieren, welcher Rückendeckung er so vertrauen kann.

Merkwürdig ist derzeit das Verhalten der FDP, eben jener Partei, der Schröder vor Jahren den Rücken zudrehte. Jetzt soll es wieder Kontaktversuche geben. Einer davon flatterte in Form einer Einladung zum Neujahrsempfang der Freistaat-Liberalen in Jena auf den Ellricher Schreibtisch. Doch von Parteien will er sich nicht unterstützen lassen, Schröder kam in den zurückliegenden Jahren bestens ohne parteipolitische Zügel aus.

Bis zum 24. März kann sich Gerald Schröder sein Comeback nach dem Comeback überlegen, dann muß seine persönliche Bewerbung auf dem Tisch liegen. Eigentlich will er sein Ellrich einem anderen nicht kampflos überlassen und eigentlich: Der Job als Lehrer ist so prickelnd auch nicht, vor allem nicht in der heutigen Zeit.
Autor: nnz

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