Du kannst es schaffen, wenn du willst
Montag, 02. Januar 2006, 15:19 Uhr
Nordhausen/Sondershausen (nnz). Neujahrsgrüße mal ganz anders. Auf amerikanische Art der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begrüßte das Loh-Orchester und Dirigent Joseph R. Olefirowicz im Achteckhaus seine Gäste mit Sektempfang und einem amerikanischen Traum. Mit Witz und Stil führte Steffen Seiferling durch das bunt gemischte Programm, das sich Katrin Landgraf für die nnz angesehen und angehört hat.
Eingeleitet wurde das Konzert mit Belle of the ball von Leroy Anderson, einer der führenden Komponisten der Miniatur Musik, der gerne mit George Gershwin, Aaron Copland, und Charles Ives verglichen wird. Anderson selbst sagte einmal, er würde seine Inspirationen von der Straße nehmen. Straßen wie dem Broadway. Und so klingt die Musik. Schillernd. Schöne heile Welt von Amerika. Dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ähnlich auch wie Leonard Bernstein, dessen unverkennbarer Stil in Ausschnitten aus dem Musical On the town zu hören war.
Eine andere Art amerikanischer Musik zeigte Glen Millers Serenade in blue was übersetzt nicht etwa Serenade in blau bedeutet. Blue wird hier in der Bedeutung von feeling blue – traurig sein – verwendet. Traurig klang es aber nicht wirklich, sondern ehr – um es mit amerikanischen Worten auszudrücken – dahinschmelzend.
Natürlich durfte auch das allzu bekannte Stück New York, New York nicht fehlen. Olefirowicz tauschte hier sein Dirigentenpult mit dem Mikrofon und überließ das Podium Inga Hilsberg, die das Orchester mit der gleichen Souveränität, Leichtigkeit und Freude leitete. Hätte man es nicht gewußt, man würde Olefirowicz als Sänger und nicht als Dirigenten abstempeln. Mit Kraft und der typisch amerikanischen Emotionalität in der Stimme begeisterte er das ausverkaufte Haus.
Ein besonderes Highlight stellten auch drei witzige Werke Andersons da. Fiddle Faddle eine western Melodie mit Streicherbesetzung und Piano, The Typewriter für Orchester und Schreibmaschine und Waltzing Cat für Orchester, Katzen, Vögel und Hunde.
Überhaupt gab es an diesem Abend eine interessante Orchesterbesetzung, denn außer diversen Tieren, spielte zur besonderen Überraschung auch Ralf Benschu (bekannt aus der Band KEIMZEIT) mit seinem Saxophon. Eben eine typisch amerikanische Besetzung - mit allem was dazu gehört. Von einem kompletten Bläsersatz über diverse Schlaginstrumente bis hin zu Piano, Harfe, Streichern und einem amerikanischen Dirigenten, darf bei so einem Programm natürlich nichts fehlen, denn alles ist machbar, wenn du nur willst.
Als Abschluss erklang einer der wohl bekanntesten Filmmusikkomponisten unserer Zeit - John Williams mit der Titelmusik zu der amerikanischen Ikone Superman. Williams ist einer der wenigen Komponisten, die es schaffen, Bilder im Kopf des Zuhörers zu gestalten, ohne einen Film dazu zu zeigen. Bilder die von der Farbenpracht dieser Musik zeugen, denn nicht nur durch die Story sind Filme wie Star Wars oder Schindlers Liste zu so großen Erfolgen gelangt.
Die Resonanz des Konzertes war überwältigend, selbst nach zwei Zugaben wollte das Auditorium das Loh-Orchester nicht wirklich gehen lassen.
Katrin Landgraf
Autor: nnzEingeleitet wurde das Konzert mit Belle of the ball von Leroy Anderson, einer der führenden Komponisten der Miniatur Musik, der gerne mit George Gershwin, Aaron Copland, und Charles Ives verglichen wird. Anderson selbst sagte einmal, er würde seine Inspirationen von der Straße nehmen. Straßen wie dem Broadway. Und so klingt die Musik. Schillernd. Schöne heile Welt von Amerika. Dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ähnlich auch wie Leonard Bernstein, dessen unverkennbarer Stil in Ausschnitten aus dem Musical On the town zu hören war.
Eine andere Art amerikanischer Musik zeigte Glen Millers Serenade in blue was übersetzt nicht etwa Serenade in blau bedeutet. Blue wird hier in der Bedeutung von feeling blue – traurig sein – verwendet. Traurig klang es aber nicht wirklich, sondern ehr – um es mit amerikanischen Worten auszudrücken – dahinschmelzend.
Natürlich durfte auch das allzu bekannte Stück New York, New York nicht fehlen. Olefirowicz tauschte hier sein Dirigentenpult mit dem Mikrofon und überließ das Podium Inga Hilsberg, die das Orchester mit der gleichen Souveränität, Leichtigkeit und Freude leitete. Hätte man es nicht gewußt, man würde Olefirowicz als Sänger und nicht als Dirigenten abstempeln. Mit Kraft und der typisch amerikanischen Emotionalität in der Stimme begeisterte er das ausverkaufte Haus.
Ein besonderes Highlight stellten auch drei witzige Werke Andersons da. Fiddle Faddle eine western Melodie mit Streicherbesetzung und Piano, The Typewriter für Orchester und Schreibmaschine und Waltzing Cat für Orchester, Katzen, Vögel und Hunde.
Überhaupt gab es an diesem Abend eine interessante Orchesterbesetzung, denn außer diversen Tieren, spielte zur besonderen Überraschung auch Ralf Benschu (bekannt aus der Band KEIMZEIT) mit seinem Saxophon. Eben eine typisch amerikanische Besetzung - mit allem was dazu gehört. Von einem kompletten Bläsersatz über diverse Schlaginstrumente bis hin zu Piano, Harfe, Streichern und einem amerikanischen Dirigenten, darf bei so einem Programm natürlich nichts fehlen, denn alles ist machbar, wenn du nur willst.
Als Abschluss erklang einer der wohl bekanntesten Filmmusikkomponisten unserer Zeit - John Williams mit der Titelmusik zu der amerikanischen Ikone Superman. Williams ist einer der wenigen Komponisten, die es schaffen, Bilder im Kopf des Zuhörers zu gestalten, ohne einen Film dazu zu zeigen. Bilder die von der Farbenpracht dieser Musik zeugen, denn nicht nur durch die Story sind Filme wie Star Wars oder Schindlers Liste zu so großen Erfolgen gelangt.
Die Resonanz des Konzertes war überwältigend, selbst nach zwei Zugaben wollte das Auditorium das Loh-Orchester nicht wirklich gehen lassen.
Katrin Landgraf
