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nnz-doku: Neujahrsgrüße aus Sollstedt

Donnerstag, 29. Dezember 2005, 12:48 Uhr
Nordhausen/Sollstedt (nnz). Nicht nur unsere Bundeskanzlerin hat für ihr Volk zum Jahreswechsel einige Worte parat, auch Sollstedts Bürgermeister Jürgen Hohberg wendet sich die Menschen. Vorwiegend an die in Sollstedt.


Das vergangene Jahr 2005 hieß 15 Jahre Kommunale Selbstverwaltung der Gemeinden der ehemaligen DDR. Mein persönlicher Dank gilt heute zum Jahresanfang 2006 allen Bürgerinnen und Bürgern von Sollstedt und Wülfingerode, die nach dem wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruch des „real existierenden Sozialismus“ in der DDR im Jahre 1989 die friedliche Revolution und die Wiedervereinigung unseres Vaterlandes auch als große Chance gesehen und mit uns angepackt haben.

Sie vor allem waren es, die auf „Sollstedter Wegen“, wie ich oft meine Visionen nenne, die spezielle Umsetzung von täglichen Notwendigkeiten in unserer Gemeinde, in praktische Kommunalpolitik realisieren halfen. Aus allen seither stattgefundenen Kommunalwahlen ist die BIS, die Bürgerinitiative Sollstedt, meine politische Heimat, stärkste Kraft im Gemeinderat geworden. Für dieses uns entgegengebrachte Vertrauen durch die Menschen in Sollstedt und Wülfingerode sind wir dankbar.

Seit fünfzehn Jahren haben Sie uns und mir vertraut. Auch für die Zukunft soll Ihr Vertrauen als Auftrag zu fleißiger Arbeit zum Wohle von Sollstedt/Wülfingerode verstanden werden. Ich bin mir sicher, dass sich auch gemeinsam mit dem 3. Gemeinderat diese unsere konstruktive und nach vorne gerichtete Kommunalpolitik weiter positiv gestalten lassen wird. Bedanken möchte ich mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern von Sollstedt und Wülfingerode, die sich gegenwärtig und in Zukunft Verantwortung im Gemeinde- und Ortschaftsrat übertragen lassen.

Gemeinsam mit dem Gemeinderat von Rehungen haben wir weiter alle Chancen und Möglichkeiten, unsere politische und wirtschaftliche Selbständigkeit noch lange zu wahren und zu gestalten. Klarheit in den Zielen, Wahrheit in der Aussage und Kompetenz bei allen kommunalpolitisch wichtigen Entscheidungen können Sie auch in Zukunft vom Bürgermeister einfordern bzw. erwarten. Wir sind gut aufgestellt!

Schwierige finanzielle Situationen, meist sind es hausgemachte Finanzschwächen von Bund, Land und Landkreis, forderten und fordern von den Kommunen Kreativität bis an die so genannte Schmerzgrenze. Bisher haben wir sie mit und auf „Sollstedter Wegen“ gemeistert und das muss auch so bleiben.

Unangenehme Wahrheiten auszusprechen, dazu aber realistische und finanzierbare Lösungen anzubieten und (manchmal auch gegen demokratische Widerstände) für deren Realisierung zu kämpfen, war und ist meine Maxime. Zu tollen Versprechungen vor Wahlen werde ich mich gegenüber den Sollstedtern/Wülfingerödern auch künftig nicht hinreißen lassen. Denn was derzeit in der „großen Politik“ scheinbar Mode ist, bringt doch nach Wahlen meist die bitteren Enttäuschungen.

Wir haben 1990 die für Sollstedt/Wülfingerode (gemeinsam) vordringlichsten Aktivitäten zur Verbesserung der Versorgung mit den Waren des täglichen Bedarfs durch die Schaffung eines der ersten Supermärkte im Landkreis ergriffen. Heute haben wir zwei bestens sortierte Märkte und zahlreiche kleine Geschäfte für alle Dinge des täglichen Lebens.

Wohnangebote, ob für Mieter in der Sollstedter Wohnungsbaugesellschaft, der Wohnungsgenossenschaft, bei privaten Vermietern oder in Eigentumswohnungen bzw. eigenem Häuschen gibt es bei uns in bester Qualität. Die so genannte Infrastruktur ist in Sollstedt und Wülfingerode zu rund 80 % ausgebaut. Dies gelang allerdings nur mit total engagierten und qualifizierten Mitarbeitern in unserer Gemeindeverwaltung.

Den verallgemeinernden Äußerungen einiger Menschen über fehlende Wärme, fehlende Fürsorge in der heutigen Zeit halte ich entgegen: bedarfsgerechte Kinderbetreuung, Freizeitangebote für unsere Jugendlichen, Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für Jedermann und Lebens- und Erlebnisangebote für unsere Seniorinnen und Senioren gibt es bei uns zuhauf. Diese werden vom Förderverein Soziales Zentrum, dem Verein Jugend und Freizeit Wülfingerode, beiden Feuerwehren sowie von allen weiteren der über 20 aktiven Vereine auf hohem Niveau angeboten. Das soll auch so bleiben! Alle Vereine nutzen die von unserer Gemeinschaft angebotene Unterstützung, sei es in Form barer Zuwendungen oder aber durch die eine oder andere materielle oder ideelle Unterstützung der Kommune. Besonderes Augenmerk wird unsererseits auf die Festigung der gewachsenen Vereinsstrukturen durch die Hilfe zur Selbsthilfe gelegt.

Was ausschließlich mit persönlichem und ehrenamtlichem Engagement von Bürgern und Bürgerinnen möglich ist, zeigt zum Beispiel das alljährlich privat organisierte und finanzierte Koloniefest. Ebenso gilt das für den nun alljährlich stattfindenden Weihnachtsmarkt in Wülfingerode. Mein persönlicher Dank dafür gilt den Organisatoren und deren fleißigen Helfern.

Mit der hoffentlich baldigen, durchgängigen Fertigstellung der A 38 wird es insbesondere für unsere jüngeren Leute einfacher werden, künftig schneller und dadurch leichter einer auswärtigen Beschäftigung nachzugehen und trotzdem in Sollstedt/Wülfingerode zu wohnen.

Wir haben gemeinsam in den Jahren seit 1990 vieles geschafft und erschaffen. Millionen Euro wurden in unserem Heimatort investiert. Jetzt kommt es darauf an, das Geschaffene mit allen Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere auch in den gefestigten Vereinsstrukturen, gemeinsam zu erhalten und mit Leben zu erfüllen. Das ist und bleibt schwierig, bei der schmaler gewordenen Finanzdecke an allen Ecken und Enden. Aber auch dafür habe ich mit Mut und Kraft Visionen und Ideen für unsere „Sollstedter Lösungen“. Und für das vor uns liegende kommunale Wahljahr bitte ich Sie: Nehmen Sie Ihr Wahlrecht wahr! Sie haben im Landkreis und in der Gemeinde echte Wahlalternativen. Soll es so weiter gehen oder anders werden?

Mir ist um die Zukunft von Sollstedt wirklich nicht Bange. Wir können und werden gemeinsam Lösungen für die kommunalen Probleme finden. Mit dieser Zuversicht und Gottes Hilfe wünsche ich uns allen ein gesundes und glückliches Neues Jahr 2006.
Ihr Bürgermeister Jürgen Hohberg
Autor: nnz

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