Fans unter sich
Mittwoch, 28. Dezember 2005, 22:05 Uhr
Nordhausen (nnz). Wacker Nordhausen hat seit einigen Monaten einen neuen Vorstand. Das ist nicht neu. Aber: Wacker hat seit heute auch einen Fan-Beauftragten. Das wiederum ist neu. Die nnz war bei einer Premiere dabei...
Fans unter sich (Foto: nnz)
Vertreter des Präsidiums trafen sich am späten Nachmittag in der Wacker-Klause mit Fans des Vereins. Auslöser dieses Treffens waren die bösen Beschimpfungen von einigen so genannten Fans während und nach den Spiels gegen Buttstädt (nnz berichtete) gegen Eberhardt Strehler und Arndt Forberger. Beide waren heute neben Präsident Detlef Zeitler und Vize Olaf Schulze auch in die Klause gekommen.
Nach den Vorkommnissen hatte vor allem im Wacker-Forum eine intensive Diskussion darüber eingesetzt, wie offizielle Informationen zu den Zuschauern oder Fans kommen sollen. Und dabei wurde die Idee des Fanprojektes geboren.
Arndt Forberger schilderte aus seiner Sicht die Findungsgeschichte des jetzigen Präsidiums, schilderte aber auch die Situation, die alle fünf Männer bei der Übergabe des Vereins vorgefunden hatten. Wir nehmen jetzt ein Kind nach dem anderen aus dem Wasser, meinte Forberger und verwies gemeinsam mit Präsident Detlef Zeitler darauf, dass man – wenn die Situation denn eintreten sollte – einem Aufstieg der 1. Mannschaft nicht im Wege stehen werde. Das eigentliche Ziel aber sei die Stabilisierung des Vereins von der kleinsten bis zur höchsten Altersklasse und ein vorderer Platz in der Landesliga-Tabelle.
Dem schloß sich auch der sportliche Leiter Eberhardt Strehler an, der von den Fans Anfang Dezember auf dem Schlimmste beschimpft worden war. Er habe lange überlegt, ob er sich verkrieche oder ob er kämpfe. Für das Letzte hat sich Strehler entschieden, und dem zollten auch die 12 bis 15 Fans in der Klause ihren Respekt. Einstimmig forderten sie Strehler und Forberger auf, auch weiterhin für den Verein im Präsidium zu arbeiten.
Die beiden Männer werden das tun, jeder auf seiner Schiene. Den Fans wurden in der Winterpause einige mögliche Zugänge angekündigt, letztlich aber müsse nicht nur die 1. Männermannschaft gestärkt werden. Die personellen Löcher in den Mannschaften darunter seien eklatant und müssen gestopft werden.
Die Fans bestimmten schließlich Heiko Rüdrich (bekannt als Videomann aus dem Forum) zum Fan-Beauftragten, ihn wird Thomas Hörold (Höri) unterstützen. Ideen gab es heute schon viele, doch auch hier gilt in erster Linie die Devise: Der Weg ist das Ziel. Wichtig vor allem ist die Tatsache, dass der Informationsfluss vom Präsidium, von den Mannschaften zu den Fans läuft und dass die Infos dort auch ankommen. Das ist das eigentlich Neue, das es von diesem Abend zu vermitteln gibt. Letztlich saßen alles Fans zusammen, Fans eines Vereins mit über 100jähriger Tradition.
Das Thema J. und M. Weißhaupt ist für die Zukunft des Vereins keines mehr. Eigentlich schade, dass eine Ära auf diese Weise enden muß. Dennoch: Das Fast-Syndrom wird keinen Schaden mehr anrichten und der Verein keinen solchen erleiden.
Autor: nnz
Fans unter sich (Foto: nnz)
Vertreter des Präsidiums trafen sich am späten Nachmittag in der Wacker-Klause mit Fans des Vereins. Auslöser dieses Treffens waren die bösen Beschimpfungen von einigen so genannten Fans während und nach den Spiels gegen Buttstädt (nnz berichtete) gegen Eberhardt Strehler und Arndt Forberger. Beide waren heute neben Präsident Detlef Zeitler und Vize Olaf Schulze auch in die Klause gekommen.
Nach den Vorkommnissen hatte vor allem im Wacker-Forum eine intensive Diskussion darüber eingesetzt, wie offizielle Informationen zu den Zuschauern oder Fans kommen sollen. Und dabei wurde die Idee des Fanprojektes geboren.
Arndt Forberger schilderte aus seiner Sicht die Findungsgeschichte des jetzigen Präsidiums, schilderte aber auch die Situation, die alle fünf Männer bei der Übergabe des Vereins vorgefunden hatten. Wir nehmen jetzt ein Kind nach dem anderen aus dem Wasser, meinte Forberger und verwies gemeinsam mit Präsident Detlef Zeitler darauf, dass man – wenn die Situation denn eintreten sollte – einem Aufstieg der 1. Mannschaft nicht im Wege stehen werde. Das eigentliche Ziel aber sei die Stabilisierung des Vereins von der kleinsten bis zur höchsten Altersklasse und ein vorderer Platz in der Landesliga-Tabelle.
Dem schloß sich auch der sportliche Leiter Eberhardt Strehler an, der von den Fans Anfang Dezember auf dem Schlimmste beschimpft worden war. Er habe lange überlegt, ob er sich verkrieche oder ob er kämpfe. Für das Letzte hat sich Strehler entschieden, und dem zollten auch die 12 bis 15 Fans in der Klause ihren Respekt. Einstimmig forderten sie Strehler und Forberger auf, auch weiterhin für den Verein im Präsidium zu arbeiten.
Die beiden Männer werden das tun, jeder auf seiner Schiene. Den Fans wurden in der Winterpause einige mögliche Zugänge angekündigt, letztlich aber müsse nicht nur die 1. Männermannschaft gestärkt werden. Die personellen Löcher in den Mannschaften darunter seien eklatant und müssen gestopft werden.
Die Fans bestimmten schließlich Heiko Rüdrich (bekannt als Videomann aus dem Forum) zum Fan-Beauftragten, ihn wird Thomas Hörold (Höri) unterstützen. Ideen gab es heute schon viele, doch auch hier gilt in erster Linie die Devise: Der Weg ist das Ziel. Wichtig vor allem ist die Tatsache, dass der Informationsfluss vom Präsidium, von den Mannschaften zu den Fans läuft und dass die Infos dort auch ankommen. Das ist das eigentlich Neue, das es von diesem Abend zu vermitteln gibt. Letztlich saßen alles Fans zusammen, Fans eines Vereins mit über 100jähriger Tradition.
Das Thema J. und M. Weißhaupt ist für die Zukunft des Vereins keines mehr. Eigentlich schade, dass eine Ära auf diese Weise enden muß. Dennoch: Das Fast-Syndrom wird keinen Schaden mehr anrichten und der Verein keinen solchen erleiden.
