Ausgebucht und enttäuscht
Mittwoch, 28. Dezember 2005, 10:39 Uhr
Nordhausen/Erfurt (nnz). Für Kurzentschlossene ist über den Jahreswechsel in den Thüringer Ferienregionen kaum noch eine Unterkunft zu haben. Trotzdem macht sich im Gastgewerbe Enttäuschung breit...
Der Wintereinbruch hat wieder für ideale Schneeverhältnisse gesorgt - Loipen und Abfahrtshänge sind bestens präpariert, informiert die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt.
Während das Weihnachtsfest meist zu Hause im Familienkreis gefeiert wird, verbinden immer mehr Gäste die Silvesterparty mit einem Kurzurlaub, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. So sei der Jahreswechsel für viele Gastronomiebetriebe zu einem Hauptumsatzträger geworden.
Leider ist kaum damit zu rechnen, dass die Umsatzeinbußen aus dem bisherigen Jahresverlauf noch kompensiert werden können, so Grusser. In den ersten neun Monaten diesen Jahres mussten die Hotels und Pensionen laut Statistischem Landesamt einen Rückgang von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verkraften; im Gaststättenbereich wurde sogar 3,9 Prozent weniger umgesetzt als von Januar bis September 2004.
Auch die Ausblicke und Erwartungen für die nächsten Monate seien eher zurückhaltend. Das zeigten die Ergebnisse der aktuellen Saisonumfrage Tourismus der IHK Erfurt unter 350 Unternehmen des Kammerbezirkes. Nur 14 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage, die überwiegende Mehrzahl geht von einer gleich bleibenden oder sogar ungünstigeren Entwicklung aus, wertet Grusser die Stimmungslage.
Der scharfe Wettbewerb in der Branche sorge jedoch trotz steigender Energiekosten für stabile Preise. Nur jedes achte Unternehmen plane Preissteigerungen. Die Maßnahmen zur Kostensenkung sind weitgehend ausgereizt, so Grusser. Als letzter Ausweg bleibe oftmals nur der weitere Beschäftigtenabbau. So wolle jeder vierte Unternehmer seinen Mitarbeiterbestand verringern oder auf andere Arbeitszeitmodelle zurückgreifen.
Fazit: Während nach Angaben des Statistischen Landesamtes in diesem Jahr von Januar bis September 6,2 Prozent mehr Personen auf Teilzeitbasis beschäftigt wurden, gingen 3,2 Prozent der Vollzeitarbeitsplätze verloren.
Autor: nnzDer Wintereinbruch hat wieder für ideale Schneeverhältnisse gesorgt - Loipen und Abfahrtshänge sind bestens präpariert, informiert die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt.
Während das Weihnachtsfest meist zu Hause im Familienkreis gefeiert wird, verbinden immer mehr Gäste die Silvesterparty mit einem Kurzurlaub, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. So sei der Jahreswechsel für viele Gastronomiebetriebe zu einem Hauptumsatzträger geworden.
Leider ist kaum damit zu rechnen, dass die Umsatzeinbußen aus dem bisherigen Jahresverlauf noch kompensiert werden können, so Grusser. In den ersten neun Monaten diesen Jahres mussten die Hotels und Pensionen laut Statistischem Landesamt einen Rückgang von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verkraften; im Gaststättenbereich wurde sogar 3,9 Prozent weniger umgesetzt als von Januar bis September 2004.
Auch die Ausblicke und Erwartungen für die nächsten Monate seien eher zurückhaltend. Das zeigten die Ergebnisse der aktuellen Saisonumfrage Tourismus der IHK Erfurt unter 350 Unternehmen des Kammerbezirkes. Nur 14 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage, die überwiegende Mehrzahl geht von einer gleich bleibenden oder sogar ungünstigeren Entwicklung aus, wertet Grusser die Stimmungslage.
Der scharfe Wettbewerb in der Branche sorge jedoch trotz steigender Energiekosten für stabile Preise. Nur jedes achte Unternehmen plane Preissteigerungen. Die Maßnahmen zur Kostensenkung sind weitgehend ausgereizt, so Grusser. Als letzter Ausweg bleibe oftmals nur der weitere Beschäftigtenabbau. So wolle jeder vierte Unternehmer seinen Mitarbeiterbestand verringern oder auf andere Arbeitszeitmodelle zurückgreifen.
Fazit: Während nach Angaben des Statistischen Landesamtes in diesem Jahr von Januar bis September 6,2 Prozent mehr Personen auf Teilzeitbasis beschäftigt wurden, gingen 3,2 Prozent der Vollzeitarbeitsplätze verloren.
