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Entlassungen werden befürchtet

Montag, 19. November 2001, 14:13 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Rückgabe von Aufgaben des städtischen Sozialamtes an den Landkreis sorgt auch weiterhin für Diskussionen. Der Gemeinde- und Städtebund befürchtet schwerwiegende Folgen für die Kommunen des Landkreises.


Als Konsequenz der Übertragung von Aufgaben auf das Sozialamt der Kreisverwaltung hat der Landkreis angekündigt, auch die Aufgaben der anderen Sozialämter in den Verwaltungsgemeinschaften und Einheitsgemeinden aufzukündigen. Das geht aus einer Mitteilung des kommunalen Verbandes hervor. Die Kündigung werde zwar erst im Jahr 2003 wirksam, dennoch machen die Bürgermeister des Landkreises jetzt bereits Front. Durch diesen beabsichtigten Schritt seitens der Kreisverwaltung könne das mühsam aufgebaute soziale Netz zerstört werden. „Die Sozialhilfempfänger in den Gemeinden und Städten verlieren die persönliche Bindung zum Bearbeiter und sind dann nur noch ein Name auf dem Papier“, heißt es in der Mitteilung. Bisher hätte auf Grund der persönlichen Bindung die Zahl der Empfänger von Sozialhilfe auf einem niedrigen Niveau gehalten werden können. Daraus resultieren auch niedrige finanzielle Aufwendungen, da direkt durch tägliche oder wöchentliche Auszahlung oder Einbindungen in Projekte eingegriffen werden konnte.

Ein weiterer Aspekt, auf den der Kreisverband Nordhausen des Gemeinde- und Städtebundes aufmerksam macht, ist die Tatsache, dass aufgrund des vor Jahren abgeschlossenen Vertrages Mitarbeiter eingestellt und qualifiziert wurden. Eine Übernahme des Personals durch das Landratsamt sei jedoch abgelehnt worden, habe der Nordhäuser Bürgermeister Klaus Wahlbuhl unterrichtet. Der Gemeinde- und Städtebund wird deshalb in den kommenden Wochen und Monaten auf weitere intensive Gespräche mit dem Landratsamt zu dieser Problematik drängen.
Autor: nnz

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