Theaterjugendclub hat Premiere mit einer Schillerbearbeitung
Die Räuber 2.0
Freitag, 22. April 2022, 13:33 Uhr
Nach Friedrich Schillers Drama »Die Räuber«
Die Uraufführung von Friedrich Schillers »Die Räuber« 1782 in Mannheim machte den jungen Autoren über Nacht berühmt – und berüchtigt. »Das Theater glich einem Irrenhaus, … fremde Menschen fielen einander schluchzend in die Arme...
Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Tür. Es war eine allgemeine Auflösung wie im Chaos, aus dessen Nebeln eine neue Schöpfung hervorbricht.« So erinnern sich Zeitzeugen.
Ist dieser Klassiker heute noch aktuell? Der Theaterjugendclub beweist es mit Ronald Winters cooler Fassung von Schillers Erstlingswerk in »Die Räuber 2.0«. Schiller war gerade einmal 17 Jahre alt, als er »Die Räuber« schrieb und steckte mitten in seiner Ausbildung zum Militärarzt. Im gleichen Alter sind die Spielerinnen und Spieler vom Theaterjugendclub und es sind letztlich auch die gleichen Themen, die die jungen Leute bewegen: Aufbegehren gegen die Eltern, Suche nach der eigenen Identität, Infragestellen der bisherigen Werte – Themen zeitlos und aktuell.
Was passiert, wenn aus Brüdern Feinde werden? Karl hatte es sozusagen geschafft. Er, der Liebling des Vaters, konnte sich der kontrollierenden Fürsorge entziehen und zum Studium nach Leipzig gehen. Franz dagegen sitzt in der Pampa fest, und steht dazu noch unter der Fuchtel des Vaters, der ihn mehr duldet als liebt. Wütend über die Zurückweisung will sich Franz gemeinsam mit seinen Kumpeln dafür am Vater und seinem Bruder rächen.
In Ronald Winters moderner Version der »Räuber« stellen sich die Jugendlichen des Theaterjugendclub die Frage, wie sie in einer ähnlichen Situation wie Schillers Hauptfiguren, die Brüder Karl und Franz, reagiert und gehandelt hätten und in zusätzlich zur Handlung eingebrachten Monologen erfährt das Publikum etwas über die ganz ureigene tatsächliche Lebenswelt der Spieler.
Bis heute ist es gerade dieses Jugendwerk Schillers, das in einer modernen Lesart junge Menschen zur Literatur und theatralischen Auseinandersetzung leiten kann. Der Theaterjugendclub bringt Schillers »Räuber« hautnah ans Publikum.
Inszenierung: Daniela Bethge
Bühne: Birte Wallbaum
Kostüme: Carolin Flucke
Mit dem Theaterjugendclub
Weitere Vorstellungen: 26. April, 18 Uhr, Theater Nordhausen, Großes Haus
10. Mai, 18 Uhr, Theater Nordhausen, Großes Haus
Autor: redDie Uraufführung von Friedrich Schillers »Die Räuber« 1782 in Mannheim machte den jungen Autoren über Nacht berühmt – und berüchtigt. »Das Theater glich einem Irrenhaus, … fremde Menschen fielen einander schluchzend in die Arme...
Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Tür. Es war eine allgemeine Auflösung wie im Chaos, aus dessen Nebeln eine neue Schöpfung hervorbricht.« So erinnern sich Zeitzeugen.
Ist dieser Klassiker heute noch aktuell? Der Theaterjugendclub beweist es mit Ronald Winters cooler Fassung von Schillers Erstlingswerk in »Die Räuber 2.0«. Schiller war gerade einmal 17 Jahre alt, als er »Die Räuber« schrieb und steckte mitten in seiner Ausbildung zum Militärarzt. Im gleichen Alter sind die Spielerinnen und Spieler vom Theaterjugendclub und es sind letztlich auch die gleichen Themen, die die jungen Leute bewegen: Aufbegehren gegen die Eltern, Suche nach der eigenen Identität, Infragestellen der bisherigen Werte – Themen zeitlos und aktuell.
Was passiert, wenn aus Brüdern Feinde werden? Karl hatte es sozusagen geschafft. Er, der Liebling des Vaters, konnte sich der kontrollierenden Fürsorge entziehen und zum Studium nach Leipzig gehen. Franz dagegen sitzt in der Pampa fest, und steht dazu noch unter der Fuchtel des Vaters, der ihn mehr duldet als liebt. Wütend über die Zurückweisung will sich Franz gemeinsam mit seinen Kumpeln dafür am Vater und seinem Bruder rächen.
In Ronald Winters moderner Version der »Räuber« stellen sich die Jugendlichen des Theaterjugendclub die Frage, wie sie in einer ähnlichen Situation wie Schillers Hauptfiguren, die Brüder Karl und Franz, reagiert und gehandelt hätten und in zusätzlich zur Handlung eingebrachten Monologen erfährt das Publikum etwas über die ganz ureigene tatsächliche Lebenswelt der Spieler.
Bis heute ist es gerade dieses Jugendwerk Schillers, das in einer modernen Lesart junge Menschen zur Literatur und theatralischen Auseinandersetzung leiten kann. Der Theaterjugendclub bringt Schillers »Räuber« hautnah ans Publikum.
Inszenierung: Daniela Bethge
Bühne: Birte Wallbaum
Kostüme: Carolin Flucke
Mit dem Theaterjugendclub
Weitere Vorstellungen: 26. April, 18 Uhr, Theater Nordhausen, Großes Haus
10. Mai, 18 Uhr, Theater Nordhausen, Großes Haus
