nnz-online

"Muskelspiele“ im Landratsamt

Dienstag, 27. Dezember 2005, 12:52 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Landratsamt hat sich in den zurückliegenden Jahren zu einem Ort von Ausstellungen gemausert. Das neue Jahr ist noch keine zehn Tage alt, da wird schon eine neue Exposition eröffnet.


„Muskelspiele“ – unter diesem Titel steht eine Ausstellung, die vom 9. bis 26. Januar 2006 im Haus I des Landratsamtes Nordhausen in der Behringstraße 3 zu sehen ist. Die Eröffnung ist am Montag, 9. Januar 2006, um 11.00 Uhr durch Loni Grünwald, 2. Beigeordnete im Landratsamt. Die Präsentation wurde vom Thüringer Landesverband der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM) gestaltet. Sämtliche Fotos stammen von Pierre Pasler, die Ideen und das Konzept von Ralf Oesterreich.

Die Wanderausstellung tourt seit Mai 2005 durch viele Thüringer Landkreise. Die Fotografien zeigen Menschen mit Muskelkrankheiten bei verschiedenen Aktivitäten des Alltags – beim Essen und Trinken, beim Arbeiten, in der Freizeit, in der Familie, also in sämtlichen Situationen des Lebens, in denen sie „ihre Muskeln spielen lassen“. Sie sind der Beweis dafür, wie kreativ man sich trotz Beeinträchtigung den eigenen Alltag gestalten und somit auch positiv leben kann.

Unter dem volkstümlichen Begriff „Muskelschwund“ (medizinisch korrekt muss es neuromuskuläre Erkrankungen heißen) sind über 800 derzeit bekannte Krankheitsformen zusammengefasst. Ihnen gemeinsam ist die Abnahme von Muskelmasse und Muskelkraft bei den Betroffenen. Vererbte Geneffekte sind häufig die Ursachen dafür. Die Erkrankungen können im Kindes-, Jugend- oder Erwachsenenalter auftreten. Die Lebenserwartung der Betroffenen ist bei bestimmten Krankheitsformen verkürzt. Derzeit sind die Erkrankungen in den meisten Fällen nicht heilbar.

Die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. gibt es seit 1965. Sie ist die größte Selbsthilfeorganisation für Muskelkranke in Deutschland. Zu ihren Aufgaben gehören die Organisation regionaler Selbsthilfetreffen, individuelle Beratung und Betreuung Betroffener, Öffentlichkeitsarbeit, Forschungsförderung u.v.a. Zudem sieht sich die Gesellschaft als politische Interessenvertretung für muskelkranke Menschen.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zur Eröffnung herzlich eingeladen.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de