Dauerthema: Schwimmhalle
Montag, 19. November 2001, 13:04 Uhr
Nordhausen/Sollstedt (nnz). Die Zukunft der Schwimmhalle Sollstedt steht auf dem Spiel. Jahrelang war sie Thema im Kreistag und im Kreishaushalt. Jetzt wird es ernst. nnz hat in zwei Kreistagsfraktionen nachgefragt.
Die CDU-Fraktion wird sich Anfang Dezember noch einmal mit der Schwimmhalle in Sollstedt beschäftigen, kündigte Fraktionsvorsitzender Egon Primas an. Einem Votum der Fraktion wolle er nicht vorgreifen, doch er persönlich votiere für den Erhalt der Einrichtung. Die Sollstedter Schwimmhalle ist für den Restkreis ein Stück Lebensqualität. Es sei weder einem Rentner noch einem Kind zuzumuten, nach Nordhausen oder nach Bad Sachsa zu fahren, um dort ein paar Runden zu schwimmen, so Primas zur nnz. Auch in punkto Schulschwimmen müsse nachgedacht werden. Seiner Ansicht nach könne das Nordhäuser Badehaus nicht alle Schüler des Landkreises unterbringen. Der Vorsitzende der zahlenmäßig stärksten Fraktion plädiert für einen vernünftigen Vertrag mit der Gemeinde Sollstedt, der einen wesentlich geringeren Aufwand für den Kreis zu Ziel haben würde, als dies bislang gerechnet wird. Die Bereitschaft der Gemeinde, ihre Eigenanteile aufzustocken (siehe nnz-Archiv), bewertete Primas als einen ersten Schritt.
Maik Schröter, Mitglied der CDU-Fraktion, versteht die Aufregung um die Sollstedter Einrichtung nicht ganz. Als in der Goldenen Aue das Schwimmbad in Uthleben dicht gemacht wurde, hat das im Landkreis auch niemand zur Kenntnis genommen, so Schröter.
Zwei Seelen wohnen in der Brust des Klaus Hummitzsch. Als Fraktionsvorsitzender der PDS kennt er das Thema Schwimmhalle Sollstedt bestens. Seit Beginn der Diskussion vor zehn Jahren habe sich seine Fraktion stets für den Erhalt ausgesprochen. Als Bürgermeister der Gemeinde Werther müsse er jedoch eine zusätzliche Finanzierung ob Zweckverband oder Übernahme durch den Kreis ablehnen. Die benötigten Gelder (rund 30.000 Mark pro Jahr) könne die Gemeinde Werther nicht aufbringen, weder als Mitgliedsbeitrag im Zweckverband noch durch die Kreisumlage. Bei den bislang ins Spiel gebrachten rund 250.000 Mark im Jahr seien ja nur die Betriebskosten berücksichtigt. Was aber, wenn die Schwimmhalle mal einer Investition bedürfe? Fragen, die Hummitzsch heute Abend in seiner Fraktion diskutieren wird.
Autor: nnzDie CDU-Fraktion wird sich Anfang Dezember noch einmal mit der Schwimmhalle in Sollstedt beschäftigen, kündigte Fraktionsvorsitzender Egon Primas an. Einem Votum der Fraktion wolle er nicht vorgreifen, doch er persönlich votiere für den Erhalt der Einrichtung. Die Sollstedter Schwimmhalle ist für den Restkreis ein Stück Lebensqualität. Es sei weder einem Rentner noch einem Kind zuzumuten, nach Nordhausen oder nach Bad Sachsa zu fahren, um dort ein paar Runden zu schwimmen, so Primas zur nnz. Auch in punkto Schulschwimmen müsse nachgedacht werden. Seiner Ansicht nach könne das Nordhäuser Badehaus nicht alle Schüler des Landkreises unterbringen. Der Vorsitzende der zahlenmäßig stärksten Fraktion plädiert für einen vernünftigen Vertrag mit der Gemeinde Sollstedt, der einen wesentlich geringeren Aufwand für den Kreis zu Ziel haben würde, als dies bislang gerechnet wird. Die Bereitschaft der Gemeinde, ihre Eigenanteile aufzustocken (siehe nnz-Archiv), bewertete Primas als einen ersten Schritt.
Maik Schröter, Mitglied der CDU-Fraktion, versteht die Aufregung um die Sollstedter Einrichtung nicht ganz. Als in der Goldenen Aue das Schwimmbad in Uthleben dicht gemacht wurde, hat das im Landkreis auch niemand zur Kenntnis genommen, so Schröter.
Zwei Seelen wohnen in der Brust des Klaus Hummitzsch. Als Fraktionsvorsitzender der PDS kennt er das Thema Schwimmhalle Sollstedt bestens. Seit Beginn der Diskussion vor zehn Jahren habe sich seine Fraktion stets für den Erhalt ausgesprochen. Als Bürgermeister der Gemeinde Werther müsse er jedoch eine zusätzliche Finanzierung ob Zweckverband oder Übernahme durch den Kreis ablehnen. Die benötigten Gelder (rund 30.000 Mark pro Jahr) könne die Gemeinde Werther nicht aufbringen, weder als Mitgliedsbeitrag im Zweckverband noch durch die Kreisumlage. Bei den bislang ins Spiel gebrachten rund 250.000 Mark im Jahr seien ja nur die Betriebskosten berücksichtigt. Was aber, wenn die Schwimmhalle mal einer Investition bedürfe? Fragen, die Hummitzsch heute Abend in seiner Fraktion diskutieren wird.
