Bislang noch kein Preisträger
Montag, 19. November 2001, 12:19 Uhr
Nordhausen (nnz). Morgen soll der Kurt-Bangemann-Preis vergeben werden. Bislang wurde eine Schulklasse aus Bayern nominiert. Erhalten wird sie den Preis trotzdem nicht.
Nach dem Willen der Stifter, der in den USA lebenden Familie Schafft, soll der Preis an Menschen, Vereine oder Institutionen aus der Nordhäuser Region gehen. Damit soll ihr Engagement für Toleranz zu verschiedenen Meinungen gewürdigt werden. Preisträger des seit 1996 vergebenen Bangemann-Preises waren unter anderem Pfarrer Peter Kube oder der Verein Jugend für Dora.
Nominiert wurden in diesem Jahr Schüler des Paul-Klee-Gymnasiums in Gersthofen im tiefsten Bayern. Die Schüler der elften Klasse hatten sich mit dem Thema Zwangsarbeit auseinandergesetzt. Sie wandten sich unter anderem an die Gedenkstätte Mittelbau-Dora mit der Bitte um Zusendung von Exponaten für eine geplante Ausstellung über das Schicksal von Zwangsarbeitern in ihrer Stadt. Die Leitung der Gedenkstätte sagte unbürokratisch Hilfe zu. Das wiederum erfreute die Gersthofer Gymnasiasten, die mit ihrem Vorhaben auch auf Hürden stießen. Diese wurden ihnen in unmittelbarer Nähe aufgebaut, konkret durch den CSU-Bürgermeister der bayrischen Stadt. Der verweigerte den Schülern glatt mal den Zugang zum städtischen Archiv. Erst durch ein Gerichtsurteil konnten sie schließlich in den Akten aus vergangener Zeit stöbern. Der Vorgang hatte deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt, unter anderem nahm sich der Stern dieses Themas an. Mehr Informationen zum gesamten Projekt gibt es natürlich im Internet.
Die Schüler wurden also nicht nominiert, so der Wille der Stifter. Bislang liegen noch keine Informationen vor, wer denn nun den mit 1.000 Mark dotierten Kurt-Bangemann-Preis erhalten soll. An der morgigen Bekanntgabe soll dennoch festgehalten werden, so Torsten Heß von der Nordhäuser Gedenkstätte zur nnz. Wenn die Schüler aus dem CSU-regierten Bayern schon nicht den Preis erhalten können, ihre Ausstellung soll in Nordhausen dennoch zu sehen sein. Das habe sich die Leitung der Gedenkstätte Mittelbau-Dora fest vorgenommen. Gesucht wird momentan noch nach einem Ausstellungsort.
Autor: nnz
Nach dem Willen der Stifter, der in den USA lebenden Familie Schafft, soll der Preis an Menschen, Vereine oder Institutionen aus der Nordhäuser Region gehen. Damit soll ihr Engagement für Toleranz zu verschiedenen Meinungen gewürdigt werden. Preisträger des seit 1996 vergebenen Bangemann-Preises waren unter anderem Pfarrer Peter Kube oder der Verein Jugend für Dora. Nominiert wurden in diesem Jahr Schüler des Paul-Klee-Gymnasiums in Gersthofen im tiefsten Bayern. Die Schüler der elften Klasse hatten sich mit dem Thema Zwangsarbeit auseinandergesetzt. Sie wandten sich unter anderem an die Gedenkstätte Mittelbau-Dora mit der Bitte um Zusendung von Exponaten für eine geplante Ausstellung über das Schicksal von Zwangsarbeitern in ihrer Stadt. Die Leitung der Gedenkstätte sagte unbürokratisch Hilfe zu. Das wiederum erfreute die Gersthofer Gymnasiasten, die mit ihrem Vorhaben auch auf Hürden stießen. Diese wurden ihnen in unmittelbarer Nähe aufgebaut, konkret durch den CSU-Bürgermeister der bayrischen Stadt. Der verweigerte den Schülern glatt mal den Zugang zum städtischen Archiv. Erst durch ein Gerichtsurteil konnten sie schließlich in den Akten aus vergangener Zeit stöbern. Der Vorgang hatte deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt, unter anderem nahm sich der Stern dieses Themas an. Mehr Informationen zum gesamten Projekt gibt es natürlich im Internet.
Die Schüler wurden also nicht nominiert, so der Wille der Stifter. Bislang liegen noch keine Informationen vor, wer denn nun den mit 1.000 Mark dotierten Kurt-Bangemann-Preis erhalten soll. An der morgigen Bekanntgabe soll dennoch festgehalten werden, so Torsten Heß von der Nordhäuser Gedenkstätte zur nnz. Wenn die Schüler aus dem CSU-regierten Bayern schon nicht den Preis erhalten können, ihre Ausstellung soll in Nordhausen dennoch zu sehen sein. Das habe sich die Leitung der Gedenkstätte Mittelbau-Dora fest vorgenommen. Gesucht wird momentan noch nach einem Ausstellungsort.
