Immer ein Besuch wert
Mittwoch, 21. Dezember 2005, 11:55 Uhr
Nordhausen/Ilfeld (nnz). Der Südharz, die Gemeinde Ilfeld mit seiner interessanten Natur und Geologie, bieten auch dem MDR-Fernsehen immer wieder die Möglichkeit, in dieser Region zu filmen, um den Zuschauern die Vielfalt des Südharzes zu vermitteln. Erst kürzlich waren die Fernsehleute wieder vor Ort.
Immer ein Besuch wert (Foto: nnz)
So war ein Filmteam am vergangenen Dienstag in Ilfeld, um im Besucherbergwerk des Kupferschieferabbaues Lange Wand zu filmen. Großes Interesse fand hierbei das Geologische Fenster am Hanganschnitt der Langen Wand. Der geologische Aufbau der einzelnen Gesteinsschichten ist hier besonders herausgebildet. Dieses Fenster erlaubt einen Einblick in die geologische Entwicklung unserer Erde von der Zeit vor dem Perm bis zur heutigen Zeit. Eine Zeitspanne der Entwicklung von ca. 300 Millionen Jahre wird hier dem Besucher präsentiert.
Ilfeld, im Geopark Harz, ist hier an der Langen Wand mit zwei Geopunkten in der Landmarke Sechs vertreten. Einmal mit dem Geologischen Fenster des Hanganschnittes. Ein zweites Mal mit dem Besucherbergwerk Lange Wand. Dieses montanhistorische Bergwerk ist seid 1860 stillgelegt und so in seinem Ursprung erhalten geblieben. Hier kann der Besucher sich über einen jahrhundertealten Bergbau informieren. In diesem ebenerdigen Bergwerk wurden über mehrere Jahrhunderte in mehreren Bergbauepochen und Abbautechniken Erze gefördert. Ein Bergbau, welcher nur im Stollen- und Sterbabbau stattgefunden hat. Mit 12 Jahren gingen die Jugendlichen hier in den Berg um im Schichtsystem 12 Stunden zu arbeiten. Die Lebenserwartungen dieser Bergleute lag bei maximal 40 Jahren. 12 Stunden in einem Streb vom 60 x 40 cm mit Schlägel und Eisen das erzhaltige Gestein aus den Berg zu schlagen, ist eine Leistung, welche heute nur schwer nachvollziehbar ist.
Neben Kupfer und Sanderzen wurden hier auch noch Schwerspat und Kobalterze, im Gangerz und Rücken Abbau gefördert. Durch das darüber liegende Zechsteingebirge sind einige Wände in den Stollen wunderbar versintert. Es handelt sich hier um eine Art Tropfsteinschicht. In den Streben und an den Firsten bilden sich kleine Tropfsteine, eine wahre Märchenlandschaft, welche den Besucher in das Märchen von Schneewittchen und die sieben Zwerge versetzt. Nur mit einem Bergmannsgeläucht ausgestattet durchwandert der Besucher diese Welt.
Seid dem 3. Oktober 2005 kann der Besucher einen weiteren Stollen besichtigen, welcher wunderbare Erzschichten zeigt. Hier ist eine Schwerspatader, neben Kaobalt- und Kupfererzen zu sehen, welche in sehr unterschiedlichen Höhen verlaufen. Diese Schräglage der Erze vermittelt den Verlauf der Erzschichten in dem Versatz des Hanges. Wunderbare Azurithstellen lassen den Besucher über dieses Blau staunen.
Durch das von der UNSKU anerkannte Projekt GEOPARK HARZ, zu welchem auch die Region um Ilfeld zählt, wurde eine Tafel aufgestellt, welche dem Besucher der Langen Wand " über die geologischen Besonderheiten informiert. Die Aufstellung dieses und weiterer Schilder wurde ermöglicht durch Mittel der Gemeinschaftsinitiative für den ländlichen Raum LEADER PLUS, der gemeinnützigen Gesellschaft LIFT und der Arbeitsgruppe GEOPARK HARZ in Verbindung mit dem Landratsamt Nordhausen.
Dies alles wurde von den Fernsehleuten mit großem Interesse aufgenommen und betrachtet.
Der Südharz sowie die Region um Ilfeld, mit seinen unzähligen Besonderheiten und Einmaligkeiten, versetzt die Besucher immer wieder in Erstaunen. Auf kleinstem Raum wird eine kaum übersehbare Vielfalt in jeder Hinsicht geboten, so dass mehrere Besuche nötig sind, um überhaupt erst einmal einen kleinen Teil davon mit zubekommen.
Um so bedauerlicher ist es, dass der vom Landkreis Nordhausen beantragte Naturpark Harz abgelehnt wurde. Für die Menschen dieser Region ist diese Ablehnung vollkommen unverständlich. Der Thüringer Harz, eine weiße Insel in der geschlossenen Landschaft Harz?
Autor: nnz
Immer ein Besuch wert (Foto: nnz)
So war ein Filmteam am vergangenen Dienstag in Ilfeld, um im Besucherbergwerk des Kupferschieferabbaues Lange Wand zu filmen. Großes Interesse fand hierbei das Geologische Fenster am Hanganschnitt der Langen Wand. Der geologische Aufbau der einzelnen Gesteinsschichten ist hier besonders herausgebildet. Dieses Fenster erlaubt einen Einblick in die geologische Entwicklung unserer Erde von der Zeit vor dem Perm bis zur heutigen Zeit. Eine Zeitspanne der Entwicklung von ca. 300 Millionen Jahre wird hier dem Besucher präsentiert.
Ilfeld, im Geopark Harz, ist hier an der Langen Wand mit zwei Geopunkten in der Landmarke Sechs vertreten. Einmal mit dem Geologischen Fenster des Hanganschnittes. Ein zweites Mal mit dem Besucherbergwerk Lange Wand. Dieses montanhistorische Bergwerk ist seid 1860 stillgelegt und so in seinem Ursprung erhalten geblieben. Hier kann der Besucher sich über einen jahrhundertealten Bergbau informieren. In diesem ebenerdigen Bergwerk wurden über mehrere Jahrhunderte in mehreren Bergbauepochen und Abbautechniken Erze gefördert. Ein Bergbau, welcher nur im Stollen- und Sterbabbau stattgefunden hat. Mit 12 Jahren gingen die Jugendlichen hier in den Berg um im Schichtsystem 12 Stunden zu arbeiten. Die Lebenserwartungen dieser Bergleute lag bei maximal 40 Jahren. 12 Stunden in einem Streb vom 60 x 40 cm mit Schlägel und Eisen das erzhaltige Gestein aus den Berg zu schlagen, ist eine Leistung, welche heute nur schwer nachvollziehbar ist.
Neben Kupfer und Sanderzen wurden hier auch noch Schwerspat und Kobalterze, im Gangerz und Rücken Abbau gefördert. Durch das darüber liegende Zechsteingebirge sind einige Wände in den Stollen wunderbar versintert. Es handelt sich hier um eine Art Tropfsteinschicht. In den Streben und an den Firsten bilden sich kleine Tropfsteine, eine wahre Märchenlandschaft, welche den Besucher in das Märchen von Schneewittchen und die sieben Zwerge versetzt. Nur mit einem Bergmannsgeläucht ausgestattet durchwandert der Besucher diese Welt.
Seid dem 3. Oktober 2005 kann der Besucher einen weiteren Stollen besichtigen, welcher wunderbare Erzschichten zeigt. Hier ist eine Schwerspatader, neben Kaobalt- und Kupfererzen zu sehen, welche in sehr unterschiedlichen Höhen verlaufen. Diese Schräglage der Erze vermittelt den Verlauf der Erzschichten in dem Versatz des Hanges. Wunderbare Azurithstellen lassen den Besucher über dieses Blau staunen.
Durch das von der UNSKU anerkannte Projekt GEOPARK HARZ, zu welchem auch die Region um Ilfeld zählt, wurde eine Tafel aufgestellt, welche dem Besucher der Langen Wand " über die geologischen Besonderheiten informiert. Die Aufstellung dieses und weiterer Schilder wurde ermöglicht durch Mittel der Gemeinschaftsinitiative für den ländlichen Raum LEADER PLUS, der gemeinnützigen Gesellschaft LIFT und der Arbeitsgruppe GEOPARK HARZ in Verbindung mit dem Landratsamt Nordhausen.
Dies alles wurde von den Fernsehleuten mit großem Interesse aufgenommen und betrachtet.
Der Südharz sowie die Region um Ilfeld, mit seinen unzähligen Besonderheiten und Einmaligkeiten, versetzt die Besucher immer wieder in Erstaunen. Auf kleinstem Raum wird eine kaum übersehbare Vielfalt in jeder Hinsicht geboten, so dass mehrere Besuche nötig sind, um überhaupt erst einmal einen kleinen Teil davon mit zubekommen.
Um so bedauerlicher ist es, dass der vom Landkreis Nordhausen beantragte Naturpark Harz abgelehnt wurde. Für die Menschen dieser Region ist diese Ablehnung vollkommen unverständlich. Der Thüringer Harz, eine weiße Insel in der geschlossenen Landschaft Harz?
