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Schadensbilanz

Montag, 19. Dezember 2005, 12:25 Uhr
Nordhausen (nnz). Trotz einer Windstärke von 12 sind die Bäume in der Stadt beim Sturm vom letzten Freitag relativ glimpflich weggekommen – so die Bilanz des städtischen Amtes für Umwelt und Grünordnung. Noch am Freitag und am Sonnabend lief dort die Schadensaufnahme. Die Bilanz gibt es mit einem einzigen Klick.


Amtsleiter Steffen Meyer: „Von den rund 40.000 Bäumen sind rund 10 Bäume dem Sturm zum Opfer gefallen. Unter anderem hat es eine große Pappel und eine Erle im Stadtpark getroffen, am Hüpedenweg Richtung Grundschule Niedersalza hat der Wind eine Pappel niedergemäht; am Bebel-Platz war es eine alte Linde. Ein großer Baum ist nahe der Rothleimmühle umgefallen, eine starke Linde in der Halleschen Straße. Mehrere kleine Bäume hat es am Alten Friedhof getroffen und eine Weide am Hagentor. In den Ortsteilen sind wir derzeit noch zur Begutachtung unterwegs. Insgesamt haben wir großes Glück gehabt: Nicht nur, dass es Gott sei dank keine Personenschäden gab – auch bei den Bäumen liegen die Schäden im Promille-Bereich.“

Unmittelbar nach Beginn des Sturmes hätten auch im Umweltamt die Telefone geklingelt – besorgte Bürger hätten umgekrachte Bäume gemeldet. „Dabei war die Zusammenarbeit mit unseren Feuerwehren sehr gut: Trotz der zahlreichen Einsatzorte konnten die Feuerwehrleute die Straßen und Wege schnell freimachen – das war richtig Klasse.“ Derzeit seien die Mitarbeiter des Sachgebietes Grünpflege in Kopperation mit Fachfirmen dabei, die Reste der Bäume zu beseitigen.

Der Sturm hat auch gezeigt, dass sich die ständige Pflege der Bäume auszahlt. Axel Axt, Stadtförster im Umweltamt: „Gerade der Sturm hat deutlich gemacht, dass es gut und richtig ist, die so genannte `Verkehrssicherungspflicht´ ernst zu nehmen, in der wir uns als Stadt für ein Großteil der Bäume befinden. Das bedeutet vor allem: Permanente Pflege unserer Bäume durch Schnittarbeiten und Neupflanzungen, heißt aber im Einzelfall auch – nach entsprechender fachmännischer Begutachtung -: Fällung kranker bzw. toter Bäume. Im Extremfall verhüten wir damit Schäden an Leib und Leben.“ Er sei sich sicher, dass zum Beispiel die kürzliche Pflege der Bäume am Stresemannring und die Fällungen kranker Bäume an der Kassler Landstraße Schlimmeres verhindert hätten: „Ansonsten hätten wir deutlich mehr Schäden gehabt.“

Wo der Sturm Bäume umgerissen habe, werde man so weit möglich auch nachpflanzen. Überall gehe dies aber nicht. Steffen Meyer: „Es macht keinen Sinn, in einer Lücke zwischen zwei großen Bäumen einen jungen Baum zu pflanzen. Er würde nicht wachsen, da die Nachbarbäume zu wenig Licht an den jungen Baum kommen lassen würde.“
Autor: nnz

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