"Anblasen zum Treiben!"
Samstag, 17. November 2001, 17:16 Uhr
Nordhausen (nnz). Am Vormittag ist auf dem August-Bebel-Platz die 12. Südharz-Messe eröffnet worden. Was ein waidmännisches Signal mit dieser Schau verbindet, das erfahren Sie in der nnz.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Messe steht neben den neuen Autos die Landwirtschaft. Halle 12 sollten sich die Messebesucher deshalb schon mal vormerken. Hier stellt sich die Landwirtschaft nicht nur als bodenständige Unternehmung vor, hier präsentiert sich der neue Trend: Direktvermarktung! Monika Teuber, die Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes, brachte es auf den Punkt: Wenn die Leute im Supermarkt irgendwelche Lebensmittel kaufen, dann wissen sie nicht woher die Wurst oder woher das Fleisch kommen. Der Macher der Südharz-Messe, Jürgen Köhne, kann sich allerdings darauf verlassen, dass die Salami, die ihm Monika Teuber schenkte, auch wirklich vor einiger Zeit in Nordthüringen auf der Weide oder im Stall gestanden hat. Köhne erhielt mit der Salami auch die neueste Vermarktungsidee, geboren bei den Bauern, kreiert gemeinsam mit der Nordbrand Nordhausen GmbH. Roggen und Korn, man schätzt es, gehört in Nordhausen untrennbar zusammen. Ein neuer Slogan wurde auch gefunden: Zu jedem Schlückchen gehört ein Stückchen! Apropos Anblasen: Die Landwirte schickten einen akustischen Gruß in die Runde der geladenen Gäste, verantwortlich dafür die Jagdhornbläsergruppe aus Wolkramshausen.
Seit nunmehr zwölf Jahren gehört zur Rolandstadt untrennbar auch die Südharz-Messe. Sie hat sich etabliert, hat sich und der Stadt einen Hauch von Kontinuität übergestreift. Schaut sich der interessierte Beobachter in den neuen Bundesländern um, dann gehört diese Kontinuität beileibe nicht zur Alltäglichkeit. Erst in diesem Jahr scheiterte im benachbarten Kyffhäuserkreis der Versuch einer Wirtschaftsmesse kläglich. Nicht mehr im Angebot sind die Schauen in Sömmerda, Mühlhausen, Halberstadt, Bernburg oder Quedlinburg. Deshalb sei es für die Industrie, den Handel und das Gewerbe auch in den kommenden Jahren wichtig, sich den Nordhäuser Termin dick und fett in den Messekalender einzutragen. Dieser Auffassung ist jedenfalls Jürgen Köhne.
Neben der Landwirtschaft und den neuen Karossen aus acht Autohäusern präsentieren sich in Halle 1 Verbände, Vereine, Institutionen und die Verwaltungen den Besuchern. Die Stadtverwaltung wird über archäologische Funde und über Denkmale informieren, die Kreisverwaltung vereint die Umweltakademie, die Agenda 21 und die Angebote der Kreisvolkshochschule unter dem Dach ihres Standes. In diesem Jahr können sich die Messegäste auch über die Entwicklung der Nordhäuser Partnerstadt Ostrow in Polen informieren. Repräsentanten der polnischen Kommunen nahmen die Einladung von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke an, und empfahlen der hiesigen Wirtschaft ihre Region als Partner. Mit Ostrow bebindet die Rolandstadt einen jahrzehntelange Freundschaft, die heute mehr ist als der Austausch von Jugendgruppen und Chören.
Gäste und Besucher sind also in den kommenden acht Tagen in den 12 Hallen auf dem August-Bebel-Platz gefragt. Auch hier hilft eine statistische Erhebung vielleicht weiter: 75 Prozent der Messegäste suchen Informationen und wollen kaufen, zwei Drittel sind Stammbesucher, der Rest Neulinge. Um all die lohnt es sich zu werben. Denn: Im Mittelpunkt der alljährlichen Veranstaltung steht der Kunde.
Autor: nnz
Im Mittelpunkt der diesjährigen Messe steht neben den neuen Autos die Landwirtschaft. Halle 12 sollten sich die Messebesucher deshalb schon mal vormerken. Hier stellt sich die Landwirtschaft nicht nur als bodenständige Unternehmung vor, hier präsentiert sich der neue Trend: Direktvermarktung! Monika Teuber, die Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes, brachte es auf den Punkt: Wenn die Leute im Supermarkt irgendwelche Lebensmittel kaufen, dann wissen sie nicht woher die Wurst oder woher das Fleisch kommen. Der Macher der Südharz-Messe, Jürgen Köhne, kann sich allerdings darauf verlassen, dass die Salami, die ihm Monika Teuber schenkte, auch wirklich vor einiger Zeit in Nordthüringen auf der Weide oder im Stall gestanden hat. Köhne erhielt mit der Salami auch die neueste Vermarktungsidee, geboren bei den Bauern, kreiert gemeinsam mit der Nordbrand Nordhausen GmbH. Roggen und Korn, man schätzt es, gehört in Nordhausen untrennbar zusammen. Ein neuer Slogan wurde auch gefunden: Zu jedem Schlückchen gehört ein Stückchen! Apropos Anblasen: Die Landwirte schickten einen akustischen Gruß in die Runde der geladenen Gäste, verantwortlich dafür die Jagdhornbläsergruppe aus Wolkramshausen.Seit nunmehr zwölf Jahren gehört zur Rolandstadt untrennbar auch die Südharz-Messe. Sie hat sich etabliert, hat sich und der Stadt einen Hauch von Kontinuität übergestreift. Schaut sich der interessierte Beobachter in den neuen Bundesländern um, dann gehört diese Kontinuität beileibe nicht zur Alltäglichkeit. Erst in diesem Jahr scheiterte im benachbarten Kyffhäuserkreis der Versuch einer Wirtschaftsmesse kläglich. Nicht mehr im Angebot sind die Schauen in Sömmerda, Mühlhausen, Halberstadt, Bernburg oder Quedlinburg. Deshalb sei es für die Industrie, den Handel und das Gewerbe auch in den kommenden Jahren wichtig, sich den Nordhäuser Termin dick und fett in den Messekalender einzutragen. Dieser Auffassung ist jedenfalls Jürgen Köhne.
Neben der Landwirtschaft und den neuen Karossen aus acht Autohäusern präsentieren sich in Halle 1 Verbände, Vereine, Institutionen und die Verwaltungen den Besuchern. Die Stadtverwaltung wird über archäologische Funde und über Denkmale informieren, die Kreisverwaltung vereint die Umweltakademie, die Agenda 21 und die Angebote der Kreisvolkshochschule unter dem Dach ihres Standes. In diesem Jahr können sich die Messegäste auch über die Entwicklung der Nordhäuser Partnerstadt Ostrow in Polen informieren. Repräsentanten der polnischen Kommunen nahmen die Einladung von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke an, und empfahlen der hiesigen Wirtschaft ihre Region als Partner. Mit Ostrow bebindet die Rolandstadt einen jahrzehntelange Freundschaft, die heute mehr ist als der Austausch von Jugendgruppen und Chören. Gäste und Besucher sind also in den kommenden acht Tagen in den 12 Hallen auf dem August-Bebel-Platz gefragt. Auch hier hilft eine statistische Erhebung vielleicht weiter: 75 Prozent der Messegäste suchen Informationen und wollen kaufen, zwei Drittel sind Stammbesucher, der Rest Neulinge. Um all die lohnt es sich zu werben. Denn: Im Mittelpunkt der alljährlichen Veranstaltung steht der Kunde.
