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Thüringer HC

Gute Schlussphase sicherte Punkte

Sonntag, 27. März 2022, 10:05 Uhr
Mit einem Arbeitssieg gewann der Thüringer HC mit 26:19 (12:9) gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten. Lange tat sich der THC vor eigenem Publikum schwer und ließ den Luchsen viel Raum. Über eine dreiviertel Stunde hielten die Gäste erfolgreich dem Druck der Thüringerinnen stand und nutzten die sich bietenden Momente, um mitzuhalten...

Ein hartes Stück Arbeit - auch für Trainer Herbert Müller (Foto: Thüringer HC/Steffen Prößdorf/StePro) Ein hartes Stück Arbeit - auch für Trainer Herbert Müller (Foto: Thüringer HC/Steffen Prößdorf/StePro)
Die Luchse erwischten den besseren Start und legten schon im ersten Angriff vor. Das zweite Tor der Gäste verhinderte Irma Schjött mit sehenswerter Parade. Schon wie in den letzten Spielen tat sich der THC in der Anfangsphase schwer, selbst den Torerfolg zu erzielen. In der Abwehr standen die Thüringerinnen sicher und störten den Spielaufbau der Frauen aus der Nordheide erfolgreich.

Die ungenauen Abschlüsse der Hausherrinnen rächten sich im Spiel mit der siebten Feldspielerin. Torfrau Mareike Vogel netzte ins leere Tor des THC ein. Nach knapp sechs gespielten Minuten lagen die Gäste mit 0:3 vorn. Acht Spielminuten brauchte es bis zum ersten Treffer für die Gastgeberinnen, Kerstin Kündig traf von der Strafwurflinie zum 1:3. Jennifer Rode tankte sich erfolgreich durch die Abwehr der Luchse und netzte zum 2:4 ein. Der THC schien besser ins Spiel zu kommen. Nach einem Ballgewinn aus einer insgesamt stabilen Abwehr startete der Thüringer HC zum Tempogegenstoß, Dominika Zachova verkürzte zum 3:4. Mitte der ersten Spielhälfte erzielte die Tschechin auch das 5:5.

Die Chance zur ersten Führung vergab das Thüringer Team, Buchholz-Rosengarten nutzte die sich bietende Gelegenheit und legte wieder vor. Pech beim Siebenmeter, Kerstin Kündig musste sich im direkten Duell gegen Mareike Vogel geschlagen geben. Mit einem gut angetäuschten Strafwurf, bei dem Asli Iskit ihre Gegnerin im HL-Tor zu Boden schickte, verkürzte sie zum 7:8. Nur eine Minute später ihr nächster Treffer - 8:8. Luchsetrainer Dubravko Prelcec reagierte und nahm die Auszeit.

Nach Wiederanpfiff verspielten die Gäste den Ball, Lamprini Tsakalou traf zu Beginn der 24. Minute zur ersten Führung des THC - 9:8. Nach dem erneuten Ausgleich der Norddeutschen fing sich der THC. Die Abwehr agierte offensiv, Irma Schjött parierte und im Angriff taten sich mehr Lücken auf, die erfolgreich genutzt wurden. Zur Halbzeitpause führten die Gastgeberinnen mit drei Toren: 12:9.

Mit zwei Toren in Folge kamen die Gäste aus der Pause. Herbert Müller zeigte sich mehr als unzufrieden und beorderte seine Mannschaft bereits nach drei Minuten an die Seitenlinie. Die Handball-Luchse waren wieder dran, der Vorsprung zur Pause nach knapp fünf Minuten verspielt - 13:12. Zum Glück funktionierte die Abwehr und Irma Schjött sicherte mit ihren Paraden den knappen Vorsprung. Der Tabellenletzte setzte den THC ordentlich unter Druck. Die vielen einfachen Ballverluste verhalfen den Frauen aus der Nordheide zum 16:16-Ausgleich.

Dem Treffer zum 17:16 folgte das nächste Team Timeout der Gäste. Der THC hatte viel Mühe. Ein erfolgreiches Anspiel auf Annika Meyer am Kreis brachte das 19:17. Hellwach kassierte Lamprini Tsakalou einen weiteren Ball, scheiterte jedoch alleine vorm Tor an Zoe Ludwig im Luchse-Tor. Mühsam baute der THC seine Führung aus. Dem Strafwurftor der Luchse zum 20:18 folgte erst der 21. Treffer für den THC durch Anika Niederwieser und ein Tor von der Strafwurflinie durch Asli Iskit. Um jeden Ball wurde hart gekämpft, Lamprini Tsakalou schnappte sich den Ball bei ihrer Einwechslung und verteidigte den Ballbesitz. Knapp fünf Minuten vor dem Ende lagen die Thüringerinnen in eigener Halle mit 25:19 vorn.

Die Mühen der letzten Minuten wurden nun mit Toren belohnt. So fischte Annika Niederwieser einen Pass der Luchse aus der Luft und sicherte ihrem Team den Ball. Mit einer weiteren Auszeit versuchte Herbert Müller Ruhe ins Spiel zu bringen. 25:19 und noch knapp zwei Minuten auf der Anzeigetafel, das sollte reichen. Für den Thüringer HC war es ein Arbeitssieg, der bis in die Schlussphase nicht nach so einem klaren Sieg aussah. Der hart erkämpfte 26:19-Endstand sicherte dem Thüringer HC zwei wichtige Punkte.
Bernd Hohnstein
Autor: psg

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