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Tschüss im Landratsamt

Freitag, 16. Dezember 2005, 11:26 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Nordhäuser Landratsamt ist gestern eine Mitarbeiterin verabschiedet worden, die sich in den zurückliegenden 15 Jahren sehr intensiv um die Frauen in dieser Behörde gekümmert hat...

Tschüss im Landratsamt (Foto: nnz) Tschüss im Landratsamt (Foto: nnz)
Ehrhold, Claus, Ebert

Landrat Joachim Claus (CDU) hat am Donnerstagabend Christel Ehrhold in seinem Büro empfangen. Der Grund: Die langjährige Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises geht Ende diesen Jahres in den Vorruhestand. Claus dankte seiner Mitarbeiterin „für die anderthalb Jahrzehnte währende engagierte Tätigkeit bei der Mitwirkung der Umsetzung des verfassungsmäßigen Gleichstellungsgebotes im Alltag“. Zudem habe sie durch sachbezogenes Handeln die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Verwaltung wie auch im Landkreis gefördert und mit dazu beigetragen, noch bestehende Benachteiligungen abzubauen. Der Landrat wünschte ihr vor allem Gesundheit sowie viel Kraft und Freude bei der Erfüllung neuer Aufgaben in ihrer Familie. Christel Ehrhold dankte herzlich für die guten Wünsche und erwiderte schmunzelnd, die neuen Aufgaben lägen bei vier Enkeln vor allem in den „Oma-Diensten“.

Christel Erhold war am 9. Juli 1990 auf der Grundlage der damaligen Kommunalverfassung der DDR und der vorläufigen Hauptsatzung des Kreistages Nordhausen auf Vorschlag der Fraktion der Mitte als hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte im Landratsamt Nordhausen eingestellt worden. Unter ihrer Leitung wurden im Laufe der Jahre mehrere Projekte mit initiiert, wie zum Beispiel das „Frauen-Archiv“ (Erarbeitung und Herausgabe von drei Chroniken zur Situation der Frauen in der DDR), die Wiederbelebung des Internationalen Frauentages, das Nordhäuser Frauenhaus, die „Brücke des Vertrauens“ (Integration der Aussiedlerinnen und Aussiedler im Landkreis Nordhausen) oder das LEADER-Projekt „Frauennetzwerk Südharz/Kyffhäuser“. Die Verwaltungs-Betriebswirtin arbeitete eng mit ihrer Kollegin Stefani Müller in der Stadtverwaltung Nordhausen zusammen.

Neue Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte im Landratsamt wird mit Wirkung vom 1. Januar 2006 Petra Ebert, die seit einem halben Jahr auch schon als Pressereferentin fungiert. Der Landrat überreichte ihr dazu die Bestellungsurkunde und gab ihr gute Wünsche für die zusätzlichen neuen Aufgaben mit auf den Weg.
Autor: nnz

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