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Loh-Orchester Sondershausen

Sinfoniekonzerte am Wochenende

Freitag, 18. März 2022, 15:08 Uhr
Der bekannteste Frauenheld – Don Juan – hat neben der literarischen auch eine erstaunliche musikalische Karriere gemacht. Mozarts »Don Giovanni« ist die vielleicht berühmteste Oper zu dem Stoff und Richard Strauss‘ Tondichtung »Don Juan« ist auf dem Konzertpodium das Highlight...

Als Violinsolistin im Konzert: Ioana Cristina Goicea (Foto: TNLOS) Als Violinsolistin im Konzert: Ioana Cristina Goicea (Foto: TNLOS)


Richard Straus war 24 Jahre alt, als ihn das dramatische Gedicht »Don Juan« von Nicolaus Lenau zu einer testosterongeladenen Tondichtung inspirierte. Ausgerechnet in einem Kloster notierte er seine ersten musikalischen Ideen. Sinnlich, aufreizend und sehr komplex in der polyphonen Stimmführung gestaltete Strauss die Orchesterpartitur und setzte damit die musikalische Welt seiner Zeit in Erstaunen.
Max Bruch war schon fast ein wenig verärgert, dass sein 1. Violinkonzert derart beliebt war, dass es seinen anderen Kompositionen den Rang ablief. Er ging sogar soweit, ein Aufführungsverbot in Erwägung zu ziehen. Zum Glück für die Nachwelt blieb es bei einem Gedanken daran. Das Violinkonzert ist Romantik pur, voller sehnsuchtsvoller Melodien, die mitten ins Herz gehen und die man, hat man sie einmal im Ohr, nicht mehr los wird. Bruch vollendete das Violinkonzert während seiner Zeit als Hofkapellmeister in Sondershausen.

Auch Antonín Dvoráks 8. Sinfonie lässt mit ihrer schier überbordenden Fülle an musikalische Ideen keine Wünsche offen, sie strotzt vor böhmischer Melodienüppigkeit.

Ioana Cristina Goicea, die Solistin des Violinkonzertes von Max Bruch, ist eine der herausragendsten Violinistinnen der jüngeren Generation.
Sie ist Gewinnerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, beispielsweise gewann sie 2017 den ersten Preis der Michael Hill Violin Competition in Neuseeland, 2018 wurde sie erste Preisträgerin des Deutschen Musikwettbewerbs in Bonn und Preisträgerin des Internationalen in den USA und 2019 Preisträgerin des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs in Brüssel. Mit nur 27 Jahren wurde Ioana Cristina Goicea 2020 zur Professorin für Violine an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien ernannt. Als Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben und Preisträgerin des 21. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielt die Künstlerin eine Violine von Giambattista Guadagnini, Parma 1761.


Konzertablauf:
Richard Strauss (1864–1949)
Don Juan, Tondichtung op. 20
Max Bruch (1838–1920)
1. Violinkonzert g-Moll op. 26
Antonín Dvorák (1841–1904)
8. Sinfonie G-Dur op. 88

Violine Ioana Cristina Goicea
Musikalische Leitung Michael Helmrath

Termine:
Samstag, 19. März, 18 Uhr, Haus der Kunst, Sondershausen
Sonntag, 20. März, 18 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus
Autor: red

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