Strengste Geheimhaltung
Donnerstag, 15. Dezember 2005, 11:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Schon mehrfach hatte die nnz über den mangelnden Service der Nordhäuser Arbeitsagentur berichtet. Jetzt können wir in dieser unerfreulichen Angelegenheit ein weiteres Kapitel aufschlagen...
Viele Menschen benötigen die Dienste der so genannten Familienkasse, zum Beispiel wenn es um Fragen zum Kindergeld geht. Einige Fragen kehren alljährlich wieder: Wann werden die Anträge zur Weiterzahlung des Kindergeldes verschickt? Jetzt schreiben wir den 15. Dezember 2005, noch gibt es keinen Antrag. Der aber sollte ausgefüllt und bearbeitet in der Familienkasse vorliegen, schließlich soll auch im kommenden Monat, im Januar 2006 gezahlt werden.
Nur mal so zur Verdeutlichung: Das Kindergeld ist keine moderne Form von Almosen, darauf besteht ein rechtlicher Anspruch, sofern die Voraussetzungen vorliegen. Und die sollen per Angaben im Antrag geprüft werden. Doch wo kein Formular, da kein ausgefüllter Antrag und auch kein Kindergeld im Januar. Vermutlich ist die Behörde vollkommen überlastet oder die Frankiermaschine defekt.
Vermutlich, denn es gibt nirgendwo Auskunft. Die Familienkasse sei ein eigenständiges Unternehmen geworden, teilte man der nnz in der Pressestelle der Nordhäuser Agentur mit, da müsse man die 01801/546-337 anrufen. Nun rufen Sie mal diese Nummer an! Spätestens nach dem 101. Anruf und dem darauffolgenden Besetztzeichen rennt man entnervt aus der Bude. Ob man die Familienkasse und deren Mitarbeiterinnen persönlich sprechen kann, das weiß man nicht.
Die Mitarbeiterinnen haben alle ein Telefon auf ihren Schreibtischen stehen. Normalerweise könnte man mit ihnen reden, doch die Nummern werden so geheimgehalten wie das Gehalt der leitenden Agenturmitarbeiter – top secret. Vermutlich hat das einen Hintergrund.
Eigentlich ist es schade, dass die FDP nicht die Bundestagswahl gewonnen hat. Die hatte im Bundestagswahlkampf symbolisch die Agentur an der Uferstraße geschlossen.
Autor: nnzViele Menschen benötigen die Dienste der so genannten Familienkasse, zum Beispiel wenn es um Fragen zum Kindergeld geht. Einige Fragen kehren alljährlich wieder: Wann werden die Anträge zur Weiterzahlung des Kindergeldes verschickt? Jetzt schreiben wir den 15. Dezember 2005, noch gibt es keinen Antrag. Der aber sollte ausgefüllt und bearbeitet in der Familienkasse vorliegen, schließlich soll auch im kommenden Monat, im Januar 2006 gezahlt werden.
Nur mal so zur Verdeutlichung: Das Kindergeld ist keine moderne Form von Almosen, darauf besteht ein rechtlicher Anspruch, sofern die Voraussetzungen vorliegen. Und die sollen per Angaben im Antrag geprüft werden. Doch wo kein Formular, da kein ausgefüllter Antrag und auch kein Kindergeld im Januar. Vermutlich ist die Behörde vollkommen überlastet oder die Frankiermaschine defekt.
Vermutlich, denn es gibt nirgendwo Auskunft. Die Familienkasse sei ein eigenständiges Unternehmen geworden, teilte man der nnz in der Pressestelle der Nordhäuser Agentur mit, da müsse man die 01801/546-337 anrufen. Nun rufen Sie mal diese Nummer an! Spätestens nach dem 101. Anruf und dem darauffolgenden Besetztzeichen rennt man entnervt aus der Bude. Ob man die Familienkasse und deren Mitarbeiterinnen persönlich sprechen kann, das weiß man nicht.
Die Mitarbeiterinnen haben alle ein Telefon auf ihren Schreibtischen stehen. Normalerweise könnte man mit ihnen reden, doch die Nummern werden so geheimgehalten wie das Gehalt der leitenden Agenturmitarbeiter – top secret. Vermutlich hat das einen Hintergrund.
Eigentlich ist es schade, dass die FDP nicht die Bundestagswahl gewonnen hat. Die hatte im Bundestagswahlkampf symbolisch die Agentur an der Uferstraße geschlossen.
