Ukraine-Flüchtlinge abgeholt
Fährt ein Bus nach Berlin
Dienstag, 15. März 2022, 16:33 Uhr
Seit bald drei Wochen tobt der Krieg in der Ukraine und Millionen von Menschen sind auf der Flucht. Viele hat es auch nach Deutschland verschlagen. Von einer koordinierten Verteilung über die Länder ist bisher nicht viel zu sehen, deswegen hat man im Landratsamt die Sache jetzt selber in die Hand genommen…
In Berlin kamen laut Medienberichten allein heute über 5.000 Flüchtlinge aus der Ukraine an. Die Hauptstadt wie auch Brandenburg sind voll, dennoch geht eine Verteilung der Geflüchteten auf die Länder nur schleppend vonstatten.
Im Landkreis Nordhausen wartet man in Woche drei des Konfliktes weiter darauf, dass Bund und Länder handeln. Laut Informationen des Landratsamtes haben sich bisher 230 Personen online bei den Behörden vor Ort angemeldet, doch die sind allesamt über private Initiativen in den Südharz gelangt. Eine Zuweisung von Seiten des Landes gab es bisher nicht.
Heute nun hat der Landrat Nägel mit Köpfen gemacht. Wenn es das Land nicht tut, muss man eben selber handeln. Auf dem Kalender stand ohnehin ein Termin in der Hauptstadt, also hat man kurzerhand neben Jendricke’s Dienstwagen auch gleich einen Bus gen Norden fahren lassen. Das war eine recht kurzfristige Aktion. Wir haben einen Bus mit 42 Plätzen zum Ankerzentrum in Berlin geschickt und die Kollegen aus Saalfeld-Rudolstadt haben das gleiche getan, berichtet Pressesprecherin Jessica Piper der nnz am Nachmittag. Mit dabei waren Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes sowie ein Übersetzer. Am späten Nachmittag wird der Transport im Landkreis erwartet. Hier sollen die Geflüchteten zunächst in der Rothleimmühle und in Wipperdorf unterkommen.
Viele der bereits angekommenen Flüchtlinge habe man unterbringen können und man sei dabei, weitere Wohnunterkünfte zu akquirieren, erklärte Piper weiter. Gerade im Wohnungsbereich erhalte man viele Angebote und müsse diese nun Stück für Stück sichten und prüfen, was Zeit brauche. Die Kollegen in den zuständigen Ämtern versuchen ihr Bestes. Hier lässt keiner Punkt 16 Uhr den Stift fallen aber es gibt gerade einfach sehr viel zu tun., sagt die Pressesprecherin.
Wie es weitergeht hängt stark davon ab, wieviele Ukrainerinnen und Ukrainer tatsächlich im Landkreis bleiben und wieviele es in andere Regionen oder Länder zieht. Eine Tendenz werde sich erst in den nächsten Wochen zeigen, heißt es aus dem Landratsamt, im Moment sei weiter viel Bewegung in der Sache.
Angelo Glashagel
Autor: redIn Berlin kamen laut Medienberichten allein heute über 5.000 Flüchtlinge aus der Ukraine an. Die Hauptstadt wie auch Brandenburg sind voll, dennoch geht eine Verteilung der Geflüchteten auf die Länder nur schleppend vonstatten.
Im Landkreis Nordhausen wartet man in Woche drei des Konfliktes weiter darauf, dass Bund und Länder handeln. Laut Informationen des Landratsamtes haben sich bisher 230 Personen online bei den Behörden vor Ort angemeldet, doch die sind allesamt über private Initiativen in den Südharz gelangt. Eine Zuweisung von Seiten des Landes gab es bisher nicht.
Heute nun hat der Landrat Nägel mit Köpfen gemacht. Wenn es das Land nicht tut, muss man eben selber handeln. Auf dem Kalender stand ohnehin ein Termin in der Hauptstadt, also hat man kurzerhand neben Jendricke’s Dienstwagen auch gleich einen Bus gen Norden fahren lassen. Das war eine recht kurzfristige Aktion. Wir haben einen Bus mit 42 Plätzen zum Ankerzentrum in Berlin geschickt und die Kollegen aus Saalfeld-Rudolstadt haben das gleiche getan, berichtet Pressesprecherin Jessica Piper der nnz am Nachmittag. Mit dabei waren Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes sowie ein Übersetzer. Am späten Nachmittag wird der Transport im Landkreis erwartet. Hier sollen die Geflüchteten zunächst in der Rothleimmühle und in Wipperdorf unterkommen.
Viele der bereits angekommenen Flüchtlinge habe man unterbringen können und man sei dabei, weitere Wohnunterkünfte zu akquirieren, erklärte Piper weiter. Gerade im Wohnungsbereich erhalte man viele Angebote und müsse diese nun Stück für Stück sichten und prüfen, was Zeit brauche. Die Kollegen in den zuständigen Ämtern versuchen ihr Bestes. Hier lässt keiner Punkt 16 Uhr den Stift fallen aber es gibt gerade einfach sehr viel zu tun., sagt die Pressesprecherin.
Wie es weitergeht hängt stark davon ab, wieviele Ukrainerinnen und Ukrainer tatsächlich im Landkreis bleiben und wieviele es in andere Regionen oder Länder zieht. Eine Tendenz werde sich erst in den nächsten Wochen zeigen, heißt es aus dem Landratsamt, im Moment sei weiter viel Bewegung in der Sache.
Angelo Glashagel
