Schnee und Eis werden teuer
Freitag, 16. November 2001, 14:25 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Winter steht vor unserer Tür, im Südharz hatte er schon mal vorsichtig angeklopft. Nun stehen die Mannen des Winterdienstes Gewehr bei Fuß. Für die Kommunen könnte der jetzige Winter ein extrem heißer werden. Sie müssen fürs Streuen und Schieben tief in die Taschen greifen.
Seit die Thüringer Landesregierung die Straßenmeistereien privatisiert hat, seit dem steigen die Preise. Die neu gegründete Thüringer Straßenwartungs- und instandsetzungsgesellschaft (TSI) hat nicht nur eine Fast-Monopolstellung im winterlichen Ländle, sondern kann auch die Preise diktieren. Bezahlten die Auftraggeber im zurückliegenden Winter noch 1.100 Mark für den laufenden Kilometer, sind es in dieser Schneeflockenkampagne bereits 3.200 Mark. Nicht schlecht für die TSI, bitter für die Kommunen, die von der Gesamtsumme schließlich 20 Prozent berappen müssen. Denen gaukelte die Landesregierung vor, dass eine Privatisierung immer besser für den Markt sei. Mag ja auch sein, doch als Monopolist für die Straßen zwischen den Kommunen wird diktiert.
Für den Nordhäuser Kreisverband des Thüringer Gemeinde- und Städtebundes ist dieser Zustand weder trag-, noch verkraftbar. Hinsichtlich des aktuellen Winters kann der Spitzenverband kaum noch etwas bewegen, doch für den Winter 2002/03 soll Druck auf die Landesregierung ausgeübt werden. Da soll es nicht nur um die Kosten oder den kommunalen Anteil (derzeit 20 Prozent) gehen, sondern auch um die Größe der auszuschreibenden Lose. Bei der jetzigen Größenordnung habe außer der TSI kaum andere private Anbieter des Winterdienste auch nur den Hauch einer Zuschlagschance.
Begrüßt habe der Kreisvorstand während seiner Sitzung in dieser Woche den Vorstoß der PDS-Landtagsfraktion. In einer kleinen Anfrage an die Landesregierung widmet sich die Abgeordnete Sedlacik dieser Angelegenheit. Vor allem will die Frau wissen, wodurch der Kostenanstieg bei der TSI begründet sei? Eine Erhöhung der Preise um das Dreifache ist weiß Gott nicht alltäglich.
Autor: nnzSeit die Thüringer Landesregierung die Straßenmeistereien privatisiert hat, seit dem steigen die Preise. Die neu gegründete Thüringer Straßenwartungs- und instandsetzungsgesellschaft (TSI) hat nicht nur eine Fast-Monopolstellung im winterlichen Ländle, sondern kann auch die Preise diktieren. Bezahlten die Auftraggeber im zurückliegenden Winter noch 1.100 Mark für den laufenden Kilometer, sind es in dieser Schneeflockenkampagne bereits 3.200 Mark. Nicht schlecht für die TSI, bitter für die Kommunen, die von der Gesamtsumme schließlich 20 Prozent berappen müssen. Denen gaukelte die Landesregierung vor, dass eine Privatisierung immer besser für den Markt sei. Mag ja auch sein, doch als Monopolist für die Straßen zwischen den Kommunen wird diktiert.
Für den Nordhäuser Kreisverband des Thüringer Gemeinde- und Städtebundes ist dieser Zustand weder trag-, noch verkraftbar. Hinsichtlich des aktuellen Winters kann der Spitzenverband kaum noch etwas bewegen, doch für den Winter 2002/03 soll Druck auf die Landesregierung ausgeübt werden. Da soll es nicht nur um die Kosten oder den kommunalen Anteil (derzeit 20 Prozent) gehen, sondern auch um die Größe der auszuschreibenden Lose. Bei der jetzigen Größenordnung habe außer der TSI kaum andere private Anbieter des Winterdienste auch nur den Hauch einer Zuschlagschance.
Begrüßt habe der Kreisvorstand während seiner Sitzung in dieser Woche den Vorstoß der PDS-Landtagsfraktion. In einer kleinen Anfrage an die Landesregierung widmet sich die Abgeordnete Sedlacik dieser Angelegenheit. Vor allem will die Frau wissen, wodurch der Kostenanstieg bei der TSI begründet sei? Eine Erhöhung der Preise um das Dreifache ist weiß Gott nicht alltäglich.
