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Theater lädt zum 3. Kammerkonzert

Einmal Brahms und einmal Schubert

Montag, 14. März 2022, 12:37 Uhr
Das Theater Nordhausen lädt demnächst zum 3. Kammerkonzert der Saison. Auf dem Programm stehen zwei Werke von Brahms und Schubert, die zum Auftakt im Kunsthaus Meyenburg erklingen werden...

Mit zwei unglaublich schönen Werken bezaubern Aleksandra Zubova, Kiril Iliev (Violine), Tereza Simona Luca (Viola), Sebastian Hennemann, Matthias Weicker (Violoncello) und Masanori Kobayashi (Klarinette) das Publikum des 3. Kammerkonzertes, mit Franz Schuberts Streichquintett C-Dur D 956 und dem Quintett für Klarinette und Streichquartett h-Moll op. 115 von Johannes Brahms.

Der Abend der Uraufführung seines Klarinettenquintetts (12.12.1891 in Berlin) gehörte zu den größten Erfolgen, die Brahms Zeit seines Lebens feiern konnte. Richard Mühlfeld, Klarinettist der Meininger Hofkapelle, hatte ihn zu dieser Komposition inspiriert. »Man kann nicht schöner Klarinette blasen, als es der hiesige Mühlfeld tut« stand für Brahms fest. Mühlfeld war es auch, der die Uraufführung bestritt. Er musste das Adagio des Klarinettenquintetts auf Verlangen des Publikums bis zur Erschöpfung immer wieder spielen und die Kritiker fanden, dass es der schönste Kammermusiksatz sei, der seit Beethoven geschrieben worden ist mit Klängen von »überirdischem Reiz«.

Das Ensemble des 3. Kammerkonzerts wird Werke von Schubert und Brahms zum Besten geben (Foto: Marco Kneise) Das Ensemble des 3. Kammerkonzerts wird Werke von Schubert und Brahms zum Besten geben (Foto: Marco Kneise)


Das im Jahr 1828, wenige Monate vor seinem Tod, entstandene Streichquintett war Franz Schuberts Schwanengesang, ein Werk von künstlerischer Vollendung, zu Herzen gehender Schönheit mit einem Hauch von Todesahnung. »Vor dem C-Dur-Quintett verneigen sich alle Menschen, denen Musik etwas bedeutet, glücklich bewundernd – oder sie schwärmen« konstatierte der berühmte Musikkritiker Joachim Kaiser. Schubert hatte sein Quintett nie gehört. Es wurde zu seinen Lebzeit weder gedruckt noch aufgeführt. Auffällig ist bei diesem Quintett die Besetzung. Schubert hatte sich für ein zweites Violoncello statt der Bratsche entschieden und emanzipierte so das erste als Hauptträger des melodischen Geschehens und verlieh mit dem zweiten dem Gesamtklang ein Fundament.

25.03., 19.00 Uhr, Kunsthaus Meyenburg Nordhausen
27.03., 11.00 Uhr, Cruciskirche Sondershausen
02.04., 19.00 Uhr Bankettsaal, Schloss Heringen
Autor: red

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