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Geschichtsverein stellt Jahresprogramm vor

Es wird wieder geknetscht

Donnerstag, 10. März 2022, 11:53 Uhr
Am Dienstag traf sich der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein zum traditionellen „Knetschabend“. Diese erste Zusammenkunft nach Monaten der Zwangspause soll Auftakt sein für ein spannendes Jahr 2022 mit Vorträgen und Exkursionen. Zudem stellte die Autorin Maria Göthling ihr Werk vor...


Hans-Jürgen Grönke würdigte im Namen des Vereins den ehemaligen Oberbürgermeister Manfred Schröter, der am 3. März 2022 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde. Schröter gehörte im Mai 1991 zu den Gründungsmitgliedern des Geschichtsvereins und machte sich insbesondere durch Vorträge und Beiträge zur Aufarbeitung der NS-Zeit verdient.

Sodann gab Grönke eine Vorausschau auf das Vereinsprogramm und weitere Vorhaben. So ist in Abstimmung mit dem Denkmalbeirat geplant, an der Wirkungsstätte der Nordhäuser Familie Quelle eine Gedenktafel anzubringen. Bekanntester Vertreter der Familie ist der Geograph Otto Quelle, dessen vielseitiges Forschungsgebiet die Geographie, Geschichte und Kultur iberoamerikanischer Länder sowie die Wirtschaftsgeographie Südamerikas umfasste.

Hans-Jürgen Grönke stellte das Programm des Nordhäuser Geschichtsvereins vor (Foto: Vincent Eisfeld) Hans-Jürgen Grönke stellte das Programm des Nordhäuser Geschichtsvereins vor (Foto: Vincent Eisfeld)


Geplante Termine im Museum Tabakspeicher in den nächsten Monaten sind:
  • 12. April, 19:30 Uhr: Jahreshauptversammlung mit Besichtigung der Ausstellung „Bergbau im Südharz“
  • 10. Mai, 19:30 Uhr: Vortrag „Die Einhornhöhle und der Neandertaler“ mit dem Referenten Dr. Ralf Nielbock
  • 14. Juni 2022, 19:30 Uhr: Vortrag „Geschichte des Gipses im Landkreis Nordhausen – Entstehung, Abbau und Verarbeitung“ mit Dr. Hans-Jürgen Reinhardt
  • 12. Juli 2022, 19:30 Uhr: Vortrag „Restaurierungsarbeiten in Kirchen des Südharzes“ mit Antje Pohl


Des Weiteren lädt Dr. Marie-Luis Zahradnik am 9. April 2022 zur Stadtführung zu jüdischen religiösen Orten in Nordhausen ein. Treffpunkt ist der Lutherplatz um 16:00 Uhr. Daneben gibt es am 23. April um 15:00 Uhr eine Führung über den jüdischen Friedhof in Ellrich und am 15. Mai um 15:00 Uhr eine Begehung der jüdischen Begräbnisstätte in Nordhausen (Ecke Dr.-Silberborth-Straße/Ammerberg).

Zum Abschluss des Vereinsabends stellte Maria Göthling aus Sonnenstein ihr Werk vor. Ihr neuer Roman „Sehnsucht zeigt den Weg“ erzählt die Geschichte der Familie Gerber bestehend aus Bertold Gerber, seiner Frau Bärbel, ihren beiden Kindern Bernadette und Johannes, sowie Liesel, Bertels jüngerer Schwester. Sie leben in einem kleinen Dorf in Schlesien. Die Handlung beginnt im Jahr 1942 mit der Ankunft der Fremdarbeiter im Ort.

Die Familie behandeln die Leute trotz drohender Repressalien wie Ihresgleichen. Bärbels Mann, Bertold Gerber, befindet sich als Pilot an der Ostfront. Bei einem Einsatz wird er von russischen Jägern abgeschossen. Die Ärztin Marja Timofejna findet ihn, nimmt ihn mit nach Hause und pflegt ihn gesund. Im Januar 1945 ist die Familie gezwungen, aus Schlesien zu fliehen…

Maria Göthling ist ein Anliegen, in diesem Buch die Unmenschlichkeit des Krieges und die Humanität des Einzelnen, auch dem Feind gegenüber, zu verdeutlichen: „Ich hätte mir allerdings nie träumen lassen, dass sich die Schicksale, die ich in meinem Roman beschrieben habe, sich so ähnlich und so bald in der Realität wiederholen.“ Der 364-seitige Roman „Sehnsucht zeigt den Weg“ ist im Buchhandel erhältlich (ISBN 9783949150005).
Vincent Eisfeld
Autor: red

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