Pflichtaufgabe?
Montag, 12. Dezember 2005, 12:19 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordhausen wird nicht nur gepflegt gegen den Ball getreten, auch der Handballsport kann sich sehen lassen. War das aber bei den NSV-Männer im Spiel unterhalb der Wartburg so? Die Antwort gibt es mit einem sportlichen Klick von Steffen Neumann.
Mit einem 28:40-Sieg verabschiedeten sich die Handballmänner des Nordhäuser Sportvereins am vergangenen Sonnabend beim FSV Eintracht Eisenach. Erwartungsgemäß setzte sich der Favorit aus der Rolandstadt gegen die abstiegsgefährdeten Gastgeber durch. Ein wenig spektakuläres Spiel mit Licht und Schatten bestritt die erste Formation aus Nordhausen in der Eisenacher Jahn-Sporthalle. Bis zum 3:3 in der zehnten Spielminute hielt Eisenach dem Nordhäuser Angriff stand und spielte gut mit. Danach konnte sich Nordhausen absetzen und wurde nicht mehr in Gefahr gebracht. Das ließ den Rolandstädtern viel Freiraum, ihre eigenen Spielzüge mit Augenmaß vorzubereiten und Eisenach an die Wand zu spielen. Ab Mitte der ersten Halbzeit ließ der NSV jedoch hundertprozentige Torchancen einfach aus und wirkte phasenweise unkonzentriert.
Das Ergebnis hätte deutlich höher ausfallen können. Die Phase der Unkonzentriertheiten setzte sich fort bis zum Halbzeitpfiff. Nur dank eines schwachen Gegners, der auch seinen Heimvorteil nicht in bare Münze umsetzen konnte, blieb Nordhausen souverän. Nordhausens Abwehr stellte zwar ihre Stärke unter Beweis und ließ den Eisenacher Angriff oft scheitern, der Angriff auf Nordhäuser Seite wirkte aber zu einfallslos. Trotzdem hatte Nordhausen mit seiner Spielweise Erfolg. Die Gäste konnten nach Belieben aufspielen und sahen sich sowohl einem schwachen Rückraum als auch einem zu drucklosen Angriff des Gegners gegenüber. Zur Halbzeit ging es beim Stand von 9:18 in die Kabinen.
In der zweiten Hälfte der kaum spannenden Begegnung schaltete der NSV nochmals einen Gang zurück und behielt trotzdem das Geschehen fest im Griff. Sören Ahlert im Nordhäuser Tor bekam wenig zu tun, aber das, was auf seinen Kasten kam konnte er immer wieder mit guten Aktionen bereinigen. Eisenacher Tore wurden zur Mangelware. Dafür setzte sich der Nordhäuser Rückraumkanonier Stefan Fuhrmann ein ums andere Mal in Szene. Der NSV-Torschützenkönig traf, wie er wollte und konnte von der Eisenacher Abwehr nicht unter Kontrolle gebracht werden.
Dennoch spielte Nordhausen nicht mehr diszipliniert und Einzelaktionen bestimmten das NSV-Spiel. Bemerkenswert dabei war, dass die Männer von Trainer Andreas Meyer trotzdem damit immer wieder Erfolg hatten und Eintracht in eigener Halle deklassierten. Im Schongang wurde die Partie in den letzten Minuten dann nach Hause geschaukelt. Der Tabellensechste spielte mit halber Kraft und traf vorn einfach bei jedem Angriff. Ohne nennenswerte Gegenwehr kam der NSV zu seinem ersten Auswärtserfolg der laufenden Saison. Dieser Pflichtsieg sollte dem NSV Auftrieb geben, insbesondere vor dem kommenden Wochenende. Dann empfängt der NSV in der heimischen Ballspielhalle den Tabellenzweiten HSC Erfurt. Dieses Spiel setzt allerdings eine deutliche Leistungssteigerung der Nordhäuser Ersten voraus, denn das Team aus der Landeshauptstadt empfiehlt sich als Oberligaabsteiger schon seit Beginn der Spielserie mit besten Ergebnissen.
Nordhausen: Scholz, Ahlert, Fuhrmann (21), Spieß (1), Gehr (4), Kreutz (5), Elster (5), Glasow (1), Eichentopf (1), Meitzner (2)
Autor: nnzMit einem 28:40-Sieg verabschiedeten sich die Handballmänner des Nordhäuser Sportvereins am vergangenen Sonnabend beim FSV Eintracht Eisenach. Erwartungsgemäß setzte sich der Favorit aus der Rolandstadt gegen die abstiegsgefährdeten Gastgeber durch. Ein wenig spektakuläres Spiel mit Licht und Schatten bestritt die erste Formation aus Nordhausen in der Eisenacher Jahn-Sporthalle. Bis zum 3:3 in der zehnten Spielminute hielt Eisenach dem Nordhäuser Angriff stand und spielte gut mit. Danach konnte sich Nordhausen absetzen und wurde nicht mehr in Gefahr gebracht. Das ließ den Rolandstädtern viel Freiraum, ihre eigenen Spielzüge mit Augenmaß vorzubereiten und Eisenach an die Wand zu spielen. Ab Mitte der ersten Halbzeit ließ der NSV jedoch hundertprozentige Torchancen einfach aus und wirkte phasenweise unkonzentriert.
Das Ergebnis hätte deutlich höher ausfallen können. Die Phase der Unkonzentriertheiten setzte sich fort bis zum Halbzeitpfiff. Nur dank eines schwachen Gegners, der auch seinen Heimvorteil nicht in bare Münze umsetzen konnte, blieb Nordhausen souverän. Nordhausens Abwehr stellte zwar ihre Stärke unter Beweis und ließ den Eisenacher Angriff oft scheitern, der Angriff auf Nordhäuser Seite wirkte aber zu einfallslos. Trotzdem hatte Nordhausen mit seiner Spielweise Erfolg. Die Gäste konnten nach Belieben aufspielen und sahen sich sowohl einem schwachen Rückraum als auch einem zu drucklosen Angriff des Gegners gegenüber. Zur Halbzeit ging es beim Stand von 9:18 in die Kabinen.
In der zweiten Hälfte der kaum spannenden Begegnung schaltete der NSV nochmals einen Gang zurück und behielt trotzdem das Geschehen fest im Griff. Sören Ahlert im Nordhäuser Tor bekam wenig zu tun, aber das, was auf seinen Kasten kam konnte er immer wieder mit guten Aktionen bereinigen. Eisenacher Tore wurden zur Mangelware. Dafür setzte sich der Nordhäuser Rückraumkanonier Stefan Fuhrmann ein ums andere Mal in Szene. Der NSV-Torschützenkönig traf, wie er wollte und konnte von der Eisenacher Abwehr nicht unter Kontrolle gebracht werden.
Dennoch spielte Nordhausen nicht mehr diszipliniert und Einzelaktionen bestimmten das NSV-Spiel. Bemerkenswert dabei war, dass die Männer von Trainer Andreas Meyer trotzdem damit immer wieder Erfolg hatten und Eintracht in eigener Halle deklassierten. Im Schongang wurde die Partie in den letzten Minuten dann nach Hause geschaukelt. Der Tabellensechste spielte mit halber Kraft und traf vorn einfach bei jedem Angriff. Ohne nennenswerte Gegenwehr kam der NSV zu seinem ersten Auswärtserfolg der laufenden Saison. Dieser Pflichtsieg sollte dem NSV Auftrieb geben, insbesondere vor dem kommenden Wochenende. Dann empfängt der NSV in der heimischen Ballspielhalle den Tabellenzweiten HSC Erfurt. Dieses Spiel setzt allerdings eine deutliche Leistungssteigerung der Nordhäuser Ersten voraus, denn das Team aus der Landeshauptstadt empfiehlt sich als Oberligaabsteiger schon seit Beginn der Spielserie mit besten Ergebnissen.
Nordhausen: Scholz, Ahlert, Fuhrmann (21), Spieß (1), Gehr (4), Kreutz (5), Elster (5), Glasow (1), Eichentopf (1), Meitzner (2)
