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Die vermeintlichen Lockerungen

Sonntag, 06. März 2022, 17:25 Uhr
"Das Thema Corona wird derzeit von den schrecklichen Kriegsereignissen überschattet. Auch ich bin über die Ereignisse sehr entsetzt. Aber trotzdem möchte ich mich nochmals hierzu äußern." So beginnt die Meinungsäußerung eines nnz-Lesers...

Jedes Mal wird den Leuten die gegen bestimmte Coronamaßnahmen sind, mit Gift und Galle begegnet. Meistens die gleichen Kommentarschreiber gehen teilweise schon sehr beleidigend gegen Menschen vor, die gegen bestimmte Maßnahmen sind. Da werden auch gerne Äpfel mit Birnen verglichen, unseriöse Zahlenspielereien durchgeführt, da werden Begriffe wie Schmierenkomödie oder Impfgegner, Coronaleugner und Schwurbler benutzt. Der Begriff „Geschwurbel“ ist ein abwertender Begriff aus der Umgangssprache und entspricht in etwa dem wie Geschwafel, dem Geschwätz oder dem Gelaber, im Sinne von bedeutungslosem, konfusem Gerede.

Teilweise fallen sogar Begriffe wie Covididioten. Wenn das alles noch keine Unverschämtheiten sind, dann weiß ich es auch nicht. Dabei berufen sich doch gerade diese Leute darauf, dass zu viel Hetze im Netz oder einfach bei der zwischenmenschlichen Kommunikation vorhanden ist. Manchmal hilft auch hier ein einfaches Sprichwort „Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus“.

Ja es gibt mit Sicherheit Impfgegner und auch Coronaleugner aber das ist meiner Meinung nach eine sehr kleine Gruppe. Die meisten Leute, die gegen bestimmte Maßnahmen sind, merken nur, dass da was so richtig schiefläuft und man sich deshalb irgendwie Gehör verschaffen muss. Viele der Coronamaßnahmen sind einerseits wie eine Lizenz zum Gelddrucken, während auf der anderen Seite kleine Geschäftsleute, Gaststätten und Läden ums blanke Überleben kämpfen. Auch gesundheitliche Folgen, die direkt oder indirekt mit den Coronamaßnahmen verbunden sind, werden nicht betrachtet. Viele Ärzte die sich dazu geäußert haben finden keine Beachtung. In der Statistik finden diese Krankheiten keine Beachtung.

Vielleicht im Vorfeld, nein ich bin nicht gegen das Impfen, ja ich bin dreimal gegen Covid geimpft und halte das auch in meiner Altersgruppe noch für sinnvoll. Aber ich werde in Anbetracht der derzeitigen Covid-Lage eine vierte Impfung ablehnen.

Denn was ist von den ganzen Versprechungen geblieben? Es wurde uns ein Impfstoff angepriesen, der innerhalb einer sehr kurzen Zeit an die unterschiedlichen Virusvarianten angepasst werden kann, derzeit wird aber immer noch ein Impfstoff verabreicht der auf der Basis der Ursprungsvariante entwickelt wurde. Weiterhin hat man uns eine 95 prozentige Wirksamkeit versprochen. Übrig geblieben ist nur noch die Hoffnung, dass der Impfstoff uns vor schweren Verläufen schützt. Dieses war auch der Grund, warum ich mich für meine Booster-Impfung angemeldet habe. Wenn es aber hauptsächlich nur noch auf den Selbstschutz hinausläuft, warum dann die Impfpflicht?

In Österreich hat es genügt, dass ein Verfassungsrichter der Regierung nur ein paar Fragen gestellt hat und schon ist man zurückgerudert. Warum besteht immer noch nur eine bedingte Zulassung die sogenannte „Notzulassung“. Warum sind die Hersteller (nach meinen Informationen) immer noch von der Haftung befreit? Eine Impfpflicht ist ein großer Eingriff in die verfassungsgemäßen Grundrechte und sollte daher nur nach sehr sorgfältiger Abwägung vorgenommen werden.

Des Weiteren stehen ja viele Fragen im Zusammenhang mit einer Impflicht auf dem Plan. So zum Beispiel: wie viele Impfungen sind erforderlich? Welche Impfabstände müssen sein? Auch der Kassenärzte-Chef Herr Gassen nahm zu vielen Fragen im Zusammenhang mit den Coronamaßnahmen Stellung. So stellte er die Frage, wie wirksam eine Impfung sei, die alle drei Monate wiederholt werden müsse. „Wenn immer wieder erneute Booster-Impfungen empfohlen werden, kann das auch zum Vertrauensverlust in die gesamte Impfkampagne führen.“

Gerade viele Kinder leiden unter den Maßnahmen. Isolation, ständig negative Botschaften und fast den ganzen Tag mit Masken herumzulaufen ist wirklich eine Zumutung. Für die Entwicklung von Kindern ist es auch wichtig in den Gesichtern anderer lesen zu können. Auch eine ordentliche Sprache ist oftmals nicht mehr richtig möglich. Auch dazu gibt es viele Einwände und Untersuchungen von Kinderärzten und Kinderpsychologen, die aber meistens nicht oder zumindest sehr unzureichend beachtet wurden. Ich bin jedenfalls immer froh, wenn ich mir das Ding nach dem Einkauf vom Gesicht reißen kann. Das Bahnreisen habe ich mir auch genau aus diesem Grund verkniffen.

Auch die Nacht- und Nebelaktion in Bezug auf den Genesenenstatus sowie viele anderen Schnellschüsse haben nicht gerade eine solide Vertrauensbasis aufgebaut. So hatten Thüringen und Sachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern zeitweise eine sehr hohe Inzidenz. Sehr schnell kannte man die Ursachen. Da sah man die im Vergleich zu den anderen Bundesländern geringe Impfquote und selbst das Wahlverhalten sehr schnell als Ursache an. Als dann Bremen, der Impfprimus, die rote Laterne bekam und gerade viele Bundesländer mit guten Impfquoten ganz vorne dabei waren wurde es sehr still im Blätterwald.

Auch die südafrikanische Ärztin Angelique Coetzee wurde von vielen Regierungen wider besseres Wissen angehalten, Omikron als genauso schwerwiegend darzustellen wie die vorherigen Varianten.

Jetzt wird uns ein Knochen hingeschmissen in Form von Lockerungen. Aber es wird bereits auf den bösen Herbst verwiesen. Auch viele andere Dinge wie Masken, Abstand usw. sollen uns erstmal erhalten bleiben und das auch über die Sommermonate. Ein Weg zur Normalität sieht anders aus. Dass viele Menschen damit nicht zufrieden sind, ist sehr gut zu verstehen.

Erstaunlich ist es aber immer wieder, dass zwischen den „guten“ Demonstranten und den so genannten „bösen“ Demonstranten unterschieden wird. Bei den einen kann man mal auch beide Augen und sämtliche Hühneraugen zudrücken. Ich möchte hiermit ein sehr großes Lob an die Polizei in Nordhausen aussprechen, die nicht gegen die ausnahmslos friedlichen Demonstrationen vorgegangen ist.
Sechzigplus

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Autor: red

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