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Produktivität hoch - Umsatz runter

Freitag, 16. November 2001, 10:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Sie galt nach der Wende in den neuen Bundesländern als die Lokomotive der Wirtschaft - die Baubranche. In den zurückliegenden Monaten mutiert sie zum Sorgenkind. nnz mit den Zahlen der drei Quartale 2001.


In den Thüringer Betrieben des Bauhauptgewerbes konnte die Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) im Vergleich der ersten neun Monaten 2000 und 2001 um 5 181 DM bzw. 4,4 Prozent gesteigert werden, da die rückläufige Entwicklung des Umsatzes geringer ausfiel als die der Beschäftigtenzahl (- 11,5 bzw. ­ 15,3 Prozent). Absolut wurde nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik ein Umsatz von 123 547 DM je Beschäftigten erreicht. Von Januar bis September 2001 erzielten die Betriebe des Bauhauptgewerbes einen Umsatz von 3 389 Millionen DM. Das waren 442 Millionen DM bzw. 11,5 Prozent weniger Umsatz als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Eine nach wie vor geringe Bautätigkeit signalisiert auch die Entwicklung der Auftragseingänge: Von Januar bis September 2001 gingen Aufträge für rund 3 495 Millionen DM ein. Dadurch verringerte sich die wertmäßige Nachfrage nach Bauleistungen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2000 um 481 Millionen DM bzw. 13,8 Prozent. Im Durchschnitt der ersten neun Monate dieses Jahres waren in den Betrieben des Bauhauptgewerbes 27 427 Personen beschäftigt. Damit gingen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum 4 936 Arbeitsplätze (- 15,3 Prozent) verloren.
Autor: nnz

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