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Optimiertes Lichtsignal

Donnerstag, 08. Dezember 2005, 19:46 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Abschalten von Ampeln in der Nacht und am Wochenende ist nach dem Abschluss der entsprechenden Anhörungen möglich. Die Anhörungen laufen noch bis Jahresende. Die nnz kennt die Ergebnisse.


Die genannten Informationen gehen aus der schriftlichen Antwort des städtischen Bau- und Wirtschaftsdezernenten Dietrich Beyse (SPD) auf eine entsprechende Anfrage der SPD-Stadtrats-Fraktion hervor. In die Anhörung seien neben der Polizei u.a. der Fahrlehrerverband, der Seniorenbeirat, die Kreisverkehrswacht und Straßenbauamt Nordthüringen einbezogen.

Beabsichtigt sei, die Ampeln nachts von Montag bis Freitag zwischen 20 Uhr und 6 Uhr morgens abzuschalten, sonnabends bereits ab 18 Uhr und sonntags komplett. Fußgänger-Ampeln sollen künftig prinzipiell zwischen 20 Uhr und 6 Uhr abgeschaltet werden. Voraussetzung für die Abschaltung sei allerdings, dass die Verkehrssicherheit nicht gefährdet-, die Anwohner durch schadstoff- und Lärmbelästigung nicht beeinträchtigt- und die Leichtigkeit der Verkehrsabläufe nach wie vor gegeben sei. Oberster Grundsatz sei, dass trotz abgeschalteter Anlage auch die Interessen der Radfahrer, Fußgänger und Behinderten beachtet bleiben. Eine Abschaltung sei an jenen Kreuzungen ausgeschlossen, an denen der Straßenbahnverkehr mit Ampel geregelt werde.

Auch eine Optimierung der Ampelschaltungen entlang der Bundesstraßen kündigte Beyse an. Die werde sich vorerst allerdings auf die Kreuzungen entlang des B-80-Einbahnstraßenrings beschränken und die 6 Ampelkreuzungen betreffen zwischen dem Knoten Grimmelallee/Freiherr-vom-Stein-Straße über die Knoten Bahnhofstraße/Uferstraße und Kyffhäuser Straße/Uferstraße bis hin zur Kreuzung Kyffhäuserstraße/Barbarossastraße. Die entsprechenden Planungen zur Optimierung würden bis Mai 2006 vorliegen. Im 3. Quartal 2006 könne dann mit den Umstellarbeiten begonnen werden. Obwohl sämtliche Anlagen Bundesstraßen-Ampeln seien und damit in die Verantwortung des Straßenbauamtes Nordthüringen fielen, müsse die Stadt diese Umstellung kofinanzieren, da teilweise städtische Straßen einmündeten.

Der Dezernent informierte zugleich darüber, dass ab dem 31. Dezember 2005 Teile der B 80 aufgrund einer so genannten „Umstufung“ aus der fachlichen und finanziellen Verantwortung des Straßenbauamtes in die Verantwortung der Stadt übergehen würden. Ursache dafür sei der Betrieb der A 38, die einen Teil des überörtlichen Verkehrs aufnehme. Mit dieser Umstufung bekomme die Stadt auch die Verantwortung für die entsprechenden Ampelanlagen. Damit seien Stadt und Straßenbauamt exakt für jeweils die Hälfte der 40 Ampeln im Stadtgebiet.
Autor: nnz

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