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Kein Bündnis für heute oder morgen

Donnerstag, 15. November 2001, 12:52 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordhausen ist gestern das Aktionsbündnis „Nordhausen gegen Nazis“ gegründet worden. Die Initiatoren waren sich einig, dass es keine Eintagsfliege sein soll. nnz mit den Hintergründen.


Ausgangspunkt der Überlegungen von SPD und PDS war die für den 8. Dezember von der NPD angemeldete und inzwischen verbotene Demonstration in Nordhausen. Mit im „Aktionsboot“ sind seit gestern der DGB, der Kreisjugendring, der Kreissportbund, die CDU-Stadtratsfraktion, Bündnis90/Die Grünen, die AG „Spurensuche-Südharz“ und die Arbeitsloseninitiative (ALI). Gemeinsam soll an jenem 8. Dezember mit einer Veranstaltung gezeigt werden, dass Rechtsradikale in Nordhausen keinen Boden finden können. Geplant ist eine Veranstaltung vor dem Nordhäuser Rathaus. Sie soll unter dem Motto „Nordhausen-Tolerant ­ gegen Fremdenhaß und Rechtsradikalismus“ stehen. Zwischen 16 Uhr und 20 Uhr sind viele Acts angedacht. Zur Eröffnung soll ein kurzer Breitwandfilm über die Zeit der Jahre 1933 bis 1945 gezeigt werden. Es werden Musik, Rezitationen und vor allem Gespräche angeboten. Als Redner des Nachmittags soll ein Vertreter der Kirche gewonnen werden, nach nnz-Informationen soll bei Joachim Jaeger angefragt werden.

Höhepunkt der Veranstaltung wird ein Konzert mit einer bekannten Band aus dem Nordthüringer Raum sein. Während der gesamten Zeit soll im Bühnenhintergrund Filmmaterial eingespielt werden. Ohne Ton, Bilder zum Nachdenken. Die Initiatoren freuen sich über den bislang großen Zuspruch, hoffen jedoch auch auf weiteres Engagement. Es gibt noch viel zu tun bis zum 8. Dezember. Da müssen Plakate geklebt oder Handzettel verteilt werden. Nicht einigen konnten sich die „Macher“ mit einer Gruppe, die sich „Schüler gegen Rechts“ nennt. Die jungen Leute wollen eine eigene Veranstaltung auf die Beine stellen. Auch dafür soll der Zeitpunkt bereits feststehen: 7. Dezember 2001.

Das neue Bündnis sucht nicht nur weitere Mitstreiter, sondern auch Sponsoren. Interessenten können sich beim Kreisjugendring unter der Telefonnummer 03631/982509 oder per Mail: Kreisjugendring.n-d-h@t-online.de melden.
Autor: nnz

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