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Viele Komplimente, aber keine Punkte

Montag, 28. November 2005, 11:04 Uhr
Braunlage (nnz). Viel Lob, aber trotzdem verloren, so ist das Spitzenspiel der Eishockey-Regionalliga zusammenzufassen. Die Wölfe verloren gegen Rostock. Zwei Spielberichte vom Wochenende lesen Sie hier.


Komplimente? Ja! Punkte? Nein! So einfach lässt sich das Spitzenspiel der Eishockey-Regionalliga Nord-Ost zwischen dem Braunlager SC Harz und dem Rostocker EC aus Sicht der Harzer zusammenfassen. Trotz einer hervorragenden Leistung unterlagen die Wölfe dem weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer von der Ostsee mit 1:2 (1:0, 0:2, 0:0).

Der BSC begann wie die Feuerwehr, schlug ein enormes Tempo an und spielte die Rostocker in der ersten Viertelstunde förmlich an die Wand. Einzig die Torausbeute der Braunlager ließ zu wünschen übrig. So scheiterten Dusan Halloun, Stefan Bilstein, Roman Vanek und Alexander Deibert jeweils am überragenden REC-Torwart Branislav Hippik. Nur in der dritten Minute war Hippik geschlagen. Nach einem Schlägerwurf gab Hauptschiedsrichter Ehlert Penalty für den BSC, Vanek nutzte die Chance und brachte die Harzer in Führung. Erst in den letzten Minuten des Anfangsdrittels mussten die Wölfe dem hohen Einsatz Tribut zollen, BSC-Goalie Nicolas Waldner war aber zunächst nicht zu bezwingen.

In Durchgang Zwei kamen die Rostocker die besser ins Spiel. Logische Folge war der Ausgleich in der 28. Minute. Die Verteidigung der Braunlager war für einen Moment unachtsam, so dass Thomas Haupt aus kurzer Distanz vollstreckte. Fast eine Wiederholung des ersten REC-Treffers folgte drei Minuten später. Wieder standen die Verteidiger der Wölfe nicht nah genug am Mann, wieder war Haupt der Nutznießer und schoss die Rostocker mit 2:1 in Führung. Um den Druck zu erhöhen stellte Wölfe-Coach Jan Furo in der Folge auf zwei Reihen um. Doch auch in einer fünfminütige Überzahl am Ende des Drittels schafften es die Harzer nicht, die Rostocker entscheidend unter Druck zu setzen. Paul Paepke musste nach einem Bandencheck gegen Ales Stribny vorzeitig zum Duschen. Der Stürmer des BSC zog sich eine Platzwunde zu, konnte später aber weiterspielen.

Den besseren Start in das letzte Drittel erwischten die Gäste aus Mecklenburg. Waldner stand jedoch sicher und verhinderte weitere Gegentreffer. In den letzten zehn Minuten erkämpfte sich der BSC wieder mehr Spielanteile. Von den rund 700 Zuschauern nach vorne getrieben stemmten sich die Harzer gegen die drohende Niederlage. Doch egal ob gegen Vanek, Halloun oder Deibert, immer wieder stand Hippik im Weg und verhinderte den durchaus verdienten Ausgleich.

„Wir haben ein klasse Spiel gemacht. Schade, dass meine Mannschaft für den Einsatz nicht belohnt wurde“, sagte Furo nach dem Spiel. Rostocks Trainer Jozef Kovacik freute sich über die drei Punkte, lobte aber auch Gegner Braunlage: „Jan Furo hat hier hervorragende Arbeit geleistet. In dieser Form ist Braunlage ein heißer Kandidat für die Play-Offs.“

Tore: 1:0 Vanek PEN 2:25, 1:1 Haupt (Blaha, Bartanus) 27:25. 1:2 Haupt (Bartanus, Michalek) 30:23

Strafen: Braunlage 4 – Rostock 0 + 5 +Spieldauer für Paepke

Zuschauer: 669

Wölfe bissig: BSC gewinnt 9:4 bei den Crocodiles Hamburg

Standesgemäß hat der Eishockeyregionalligist Braunlager SC Harz das Auswärtsspiel gegen die Hamburg Crocodiles absolviert. Beim Tabellenletzten siegten die Wölfe deutlich mit 9:4 (5:0, 2:2, 2:2) und stehen damit weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz.

Den Grundstein für den Erfolg legten die Harzer bereits im ersten Drittel. Der BSC setzte die Crocodiles von Beginn an unter Druck. Zwar dauerte es nach der frühen Führung durch Roman Vanek (4.) rund zehn Minuten bis zum nächsten Tor, doch nach vier Treffern innerhalb von vier Minuten waren die Fronten endgültig geklärt. Matthias Rieck im Tor der Crocodiles machte bei den Treffern von Alexander Deibert (2), Sebastian Kastner und Dusan Halloun nicht die glücklichste Figur.

In der Drittelpause wechselten die Hamburger folgerichtig den Torwart. Guido Titzhoff stand nun zwischen den Pfosten und gab der Defensive der Gastgeber deutlich mehr Sicherheit. Zwei weitere Treffer des BSC durch Deibert (26.) und Vanek (29.) konnte er aber nicht verhindern. Auf der Gegenseite bekam nun auch Alexander Ansmann mehr zu tun, beim Doppelschlag von David Stetch war er jedoch machtlos (36. und 37.).

Zwar waren die Wölfe auch im Schlussabschnitt überlegen, die Tore machten zunächst aber die Hamburger. Zweimal Tim Gaudlitz brachte die Hausherren auf drei Tore heran. In Gefahr geriet der BSC allerdings nicht. Mit dem Treffer von Stefan Bilstein zum 8:4 war spätestens alles klar, Jozef Potac legte kurz vor Schluss noch das 9:4 nach.

Am kommenden Samstag empfangen die Wölfe im heimischen Wurmbergstadion den ECC Preussen Juniors. Der BSC weißt ausdrücklich darauf hin, dass der Spielbeginn erst um 20 Uhr ist. Am Sonntag steht dann der schwere Gang zum Spitzenreiter Rostock auf dem Programm.

Tore: 0:1 Vanek 5-4 (4.), 0:2 Kastner 5-4 (15.), 0:3 Deibert (16.), 0:4 Halloun 4-4 (19.), 0:5 Deibert 4-4 (19.), 0:6 Deibert (26.), 0:7 Vanek (29.), 1:7 Stetch (36.), 2:7 Stetch 5-4 (37.), 3:7 Gaudlitz (44.), 4:7 Gaudlitz (48.), 4:8 Bilstein (53.), 4:9 Potac (60.)

Strafen: Hamburg 18 + 10 Disziplinarstrafe Meyer + 10 Disziplinarstrafe Mund + 5 + Spieldauer Sadlon – Braunlage 12

Zuschauer: 117
Autor: nnz

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