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Synode tagte in Bleicherode

Montag, 28. November 2005, 10:16 Uhr
Bleicherode (nnz). Das Kirchenparlament des Evangelischen Kirchenkreises Südharz tagte am Samstag in Bleicherode. Im Mittelpunkt standen der Bericht des Superintendenten Michael Bornschein und die zukünftige Zusammenarbeit der Gemeinden. Was geplant ist, sagt Ihnen die nnz.


Am Beginn der Tagung stand der Bericht des Superintendenten Michael Bornschein über sein erstes Amtsjahr. Nahezu alle der 102 Kirchen im Kirchenkreis und die dazu gehörenden Gemeinden habe er besucht. Neben vielen positiven Eindrücken die er dabei gesammelt habe stimme ihn aber auch einiges nachdenklich. Da sei zum Einen die häufig noch ungenügende Zusammenarbeit von Kirchengemeinden einer Region bzw. eines Pfarrbereichs. Der Austausch mit den Brüdern und Schwestern über den eigenen Kirchturm hinaus müsse in Zukunft mehr geübt werden.

Ein weiteres Problem sieht Bornschein in der "großen Bibelvergessenheit" seiner Kirche. Nur selten habe er bei seinen Besuchen davon gehört, dass es in den Gemeinden Bibelgesprächskreise gäbe. Neben der Predigt brauche ein Christ aber auch den Austausch über die biblischen Texte und die eigenen Glaubenserfahrungen. Die mancherorts eingeschlafenen Bibelwochen sollten deshalb wieder belebt oder durch neue Formen der Beschäftigung mit der Bibel ersetzt werden.

Weiteren Handlungsbedarf sieht Bornschein in der Gewinnung, und Ausbildungen von ehrenamtlichen Chorleitern und Organisten. Viele der Kirchenchöre seien andernfalls langfristig in ihrer Existenz bedroht und zu viele Orgeln in den Kirchen blieben heute schon stumm. Mehrere Delegierte bedankten sich bei der anschließenden Aussprache für den transparenten und warmherzigen Führungsstiel den sie bei ihrem neuen Superintendenten erleben.

Mit großer Mehrheit stimmte die Synode einem Vorschlag von Sachbereichsleiter Nicolaus Flämig zu, in den kommenden beiden Jahren die Themen "Taufe und Ehrenamt" in den Mittelpunkt der thematischen Arbeit zu stellen. In diesem Zusammenhang sei auch ein besonderes Gottesdienstprojekt am 24. September des kommenden Jahres geplant, dessen Ziel es ist, in allen 102 Kirchen des Kirchenkreises zeitgleich den selben Gottesdienst zu feiern. Da es bei weitem nicht so viele Pfarrer im Kirchenkreis gibt, werden hierfür ca. 70 ehrenamtliche Gottesdienstleiter gebraucht, die bis dahin vorbereitet und geschult werden sollen. Weitere Tagesordnungspunkte der Synode waren neben Haushaltsfragen der Bericht über die kirchliche Arbeit mit Gehörlosen und die Wahl des Sachbereichsleiters für Verwaltung. Pfarrer Hans Jürgen Dehne aus Trebra wurde in diese Funktion gewählt.
Autor: nnz

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