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Wie geht’s weiter beim SVC?

Montag, 28. November 2005, 10:09 Uhr
Nordhausen (nnz). Man hatte sich so viel vorgenommen. Ein Neuling war in der Wiedigsburghalle zu Gast. Am Ende war bei den Akteuren und den 150 Zuschauern die Enttäuschung groß. Mit 1:3 ging das Spiel verloren und alle fragen sich: Wie geht es mit dem SVC in der Regionalliga weiter?


Mit dem TSV Markkleeberg stellte sich der Dritte der aktuellen Tabelle und einer der beiden Aufsteiger in Nordhausen vor.
Der SVC hatte beim Personal auf die zuletzt schwachen Leistungen reagiert. Aus der 2. Mannschaft war Giso Gewalt als Zuspieler nach oben gerückt um den unter starken Druck stehenden Michael Feitsch zu entlasten.
So standen zusammen mit Gewalt Andre Kretzschmar, Thomas Rzepus, Enrico Protze, Alexander Wedler, Tobias Beckmann und als Libero Dominik Rieger auf dem Parkett. Und am Zuspiel sowie an der durchgängig guten Annahme lag es nicht das dieses Spiel verloren wurde.
Der SVC begann ängstlich und zurückhaltend. Man merkte den Spielern an wie groß die Belastung des Siegen Müssens war. Die Aufschläge waren ohne Gefahr für die Markkleeberger, die ihrerseits dadurch ihr Angriffsspiel voll aufziehen konnten. Einen erfolgreichen Block hatten die Nordhäuser nicht zur Stelle und die eigenen wenigen Angriffe brachte man nicht im gegnerischen Feld unter. Sie gingen ins Netz, in das aus oder wurden von einer sehr starken Feldabwehr des TSV aufgenommen. Nach 18 Minuten war der Satz zu Ende, die 13 erreichten eigenen Punkte waren Ausdruck einer desolaten Leistung.

Der zweite Satz begann wie der erste. Schnell führte der Gast wieder, doch plötzlich wurde der SVC stärker. Der Block war erfolgreich und Wedler punktete mit Angriffsschlägen von der Außenposition. Beim 13:13 wurde Gleichstand erreicht und dann konzentriert weitergespielt, so dass die Führung behauptet wurde und es zum Satzausgleich reichte.

Wer nun dachte der Knoten sei geplatzt, sah sich schwer getäuscht. Der dritte Satz verlief wie der erste. Der SVC hatte nie eine Chance. Die körperlich durchweg kleineren und auch schwereren Gäste waren eindeutig überlegen. Ihr Satzgewinn war nie in Gefahr.

Im vierten Satz musste für den SVC ein Erfolg her um sich in den Tie-Break zu retten. Bis zum 8:8 sah es auch nicht schlecht aus, doch dann der Schock. Der bis dahin erfolgreichste Angreifer Alexander Wedler musste verletzungsbedingt aufgeben. Jetzt war jeglicher Angriffsdruck beim SVC weg und sang- und klanglos ergab man sich seinem Schicksal.

Die Niederlage war perfekt und der Rutsch auf den letzten Tabellenplatz das Ergebnis.
Was dann noch negativ auffiel war die völlig indiskutable Leistung des Kapitäns Andre Kretzschmar. Das war eine Zumutung an das Publikum. Warum er trotzdem vier Sätze durchspielte und nicht durch den jungen Sebastian Buntfuß ersetzt wurde bleibt ein Geheimnis des Trainers.


Statistik: SVC Nordhausen – TSV Markkleeberg 1 : 3
( 13:25; 25:19; 16:25; 14:25 )
Spielzeit. 76 Minuten
Zuschauer: 150
Autor: nnz

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