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Zorge in Nordhausen bewusst machen

Mittwoch, 14. November 2001, 11:01 Uhr
Nordhausen (nnz). Terrassen, Holzdecks, Verweilzonen, Blumenwiesen ­ das und noch viel mehr soll künftig bestimmend für die Auen der Zorge entlang der Uferstraße sein. Gestern wurden dazu die Planungen vorgestellt. nnz war dabei.


Alles wird sich verändern?
Für alle Naturliebhaber eine gute Nachricht vornweg: Die alten Kastanienbäume zwischen der Brücke der Einheit und der Bahnhofstraße bleiben erhalten. Das südliche Ufer der Zorge soll eine umfassende Umgestaltung erfahren, allerdings vorwiegend in seinem oberen Bereich, dem Hochufer. Für die von Hochwasser bedrohten Gebiete sei auch weiterhin die Gewässeraufsicht zuständig. Oberhalb wird es also Gehwege, Radwege geben, Terrassen sollen angelegt werden, Holzdecks in unmittelbarer Wassernähe zum Sitzen einladen. Blumenwiesen, zusätzliche Kräutersaaten sollen diesem Bereich die notwendigen Farbtupfer verleihen. Zwischen die bestehenden Kastanien sollen neue gepflanzt werden.

Ab der Bahnhofsstraße in Richtung Erfurter Brücke wird es stärkere Einschnitte in die bestehende Vegetation geben. Sogenannte Sichtlücken sollen den Nordhäusern aber auch den Gästen der Stadt bewusst machen, dass die Zorge durch die Stadt fließe. Los geht es ab der Bahnhofstraße mit einer Promenade, die den Promenierenden durch neue Linden Schatten spenden soll, auch hier wird es vielfältige Möglichkeiten zum Verweilen und Ausruhen geben. Neben dem bereits erwähnten Radweg soll eine Scater-Anlage auf dem Areal des jetzigen Parkplatzes auch Möglichkeiten zur Bewegung bieten. Auf diesen Bereich legen die Planer großen Wert, er soll eine hochwertige Qualität erhalten.

Diskutiert wurde in der kalten Turnhalle vor allem über die Möglichkeiten für Radfahrer. Vorgeschlagen wurde zum Beispiel, den künftigen Radweg unter die Brücken durchzuführen. Das allerdings sei zwar angedacht gewesen, könnte aber aufgrund des finanziellen Rahmens nicht realisiert werden, gab der Architekt zu bedenken. Technisch kein Problem, aber zu teuer.

Es war trotz der inneren Hallenumstände eine gelungene Veranstaltung. Hitzige Diskussionen waren Fehlanzeige. Vielmehr entstand der Eindruck, dass sich die teilnehmenden Bürger auf das Ganze vorbereitet hatten. Oder sie waren einfach vom Fach. Wohltuend war aus Sicht der nnz auch die Teilnahme von Stadträten der CDU- und der SPD-Fraktion. Die städtische Räte der PDS hingegen glänzten gestern eher durch Abwesenheit. Als Zuhörer wurde lediglich PDS-Kreischef Ulrich Künzel erblickt. Der aber war vermutlich mehr aus beruflichen Motiven nach Nordhausen gekommen.
Autor: nnz

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