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Erinnern an Antifaschisten

Donnerstag, 24. November 2005, 12:52 Uhr
Nordhausen (nnz). Früher trug sie seinen Namen. Ludwig Einecke hieß die Schule in Ost. Seit heute erinnert wieder eine Tafel an den Nordhäuser Antifaschisten. Sein Neffe hat noch weitere Pläne für die Schüler.

Erinnern an Antifaschisten (Foto: nnz) Erinnern an Antifaschisten (Foto: nnz)

Dr. Ludwig Einecke ist der Neffe des Nordhäuser Antifaschisten Ludwig Einecke, dessen Namen die Grund- und Regelschule zu DDR-Zeiten als POS trug. Er sagte, er sei berührt und erfreut, daß sich die Stadt Nordhausen wieder auf ihre Antifaschisten besinnt. Diese Menschen hätten deutlich gemacht, daß es noch ein anderes Deutschland als das der Nazis gegeben habe. Die Nennung der Opferzahlen an Tagen wie dem 60. Jahrestag der Befreiung allein genüge nicht. Besonders für die junge Generation solle die Zeit der Naziherrschaft an einzelnen Lebensläufen sichtbar gemacht werden. „Wer zehn Jahre seines Lebens in Zuchthäusern und Konzentrationslagern zugebracht hat, der hat den nachfolgenden Generationen gewiß etwas zu sagen.“ Sagte der Neffe Eineckes bei der Enthüllung der Gedenktafel. Er bot den Jugendlichen an mit der Schule eine Partnerschaft zu begründen. Die Schüler sollen das Leben des Antifaschisten erforschen und sich auf die Suche nach Zeitzeugen begeben. Dr. Ludwig Einecke und seine Vereinsfreunde wollen sie dabei unterstützen. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke begrüßte die Idee, dann zog sie gemeinsam mit Schülern das Tuch von der Gedenktafel.
Autor: wf

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