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Weniger Umsatz und Aufträge

Dienstag, 22. November 2005, 10:13 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Baugewerbe als Motor der Wirtschaft, das ist schon eine Weile her. Aktuell steht es eher schlecht, besonders der Wohnungsbau ist rückläufig. Die aktuellen Zahlen hat Ihre nnz.


Die in die monatliche statistische Berichterstattung einbezogenen Betriebe des Thüringer Bauhauptgewerbes1) erzielten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik von Januar bis September 2005 einen Umsatz in Höhe von 1 186 Millionen Euro. Das war, bei einem Arbeitstag mehr, ein um 19 Millionen Euro bzw. 1,6 Prozent geringeres Umsatzvolumen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dabei schwächte sich die rückläufige Entwicklung ab. Waren es bis 31.3.2005 noch -13,3 Prozent, so verkleinerte sich der Umsatzrückgang per 31.5.2005 auf - 5,8 Prozent, per 31.7.2005 auf - 3,4 Prozent und per 31.8.2005 auf - 2,2 Prozent.

In den einzelnen Bausparten zeigte sich beim baugewerblichen Umsatz für den Zeitraum Januar bis September 2005 ein differenziertes Bild:
Einen deutlichsten Umsatzrückgang verzeichnete in diesem Zeitraum der Wohnungsbau mit - 16,6 Prozent, während beim gewerblichen Bau nur eine Verringerung des baugewerblichen Umsatzes um 0,8 Prozent eintrat.

Von Januar bis September 2005 gingen in den Betrieben Aufträge in Höhe von 1 161 Millionen Euro ein. Das waren 83 Millionen Euro bzw. 6,6 Prozent weniger als in den ersten neun Monaten 2004. Dieser Rückgang ist vor allem auf eine Verringerung der Nachfrage nach Bauleistungen beim gewerblichen Bau (- 17,7 Prozent) und beim Wohnungsbau (- 5,6 Prozent) zurückzuführen.

In den Thüringer Betrieben des Bauhauptgewerbes waren Ende September 16 439 Personen beschäftigt. Trotz eines Anstieges zum Vormonat um 58 Beschäftigte waren es 904 Personen bzw. 5,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Die Produktivität im Thüringer Bauhauptgewerbe stieg von Januar bis September 2005 zum Vergleichszeitraum des Vorjahres um 4 127 Euro bzw. 5,6 Prozent auf 78 073 Euro Umsatz je Beschäftigten, da die Zahl der Beschäftigten deutlicher sank als der Umsatz.


1) Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten
Autor: nnz

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