nnz-Kurznews am Wochenende (1)
Samstag, 19. November 2005, 17:09 Uhr
Nordhausen (nnz). Was in Thüringen und in Deutschland an diesem Wochenende bislang so alles los war, das hat die nnz für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick auf MEHR sind auch Sie im Bilde.
Haushalt beschlossen
Zum Abschluss der Föderationssynode der zwei großen evangelischen Kirchen in Thüringen und Sachsen-Anhalt haben die Kirchenparlamentarier am Samstag in Gera den Haushalt 2006 beschlossen. Er umfasst 18,1 Millionen Euro. Das sind 3,3 Millionen Euro mehr als bisher. Die Kirchenprovinz Sachsen steuert 9,2 Millionen Euro, die Thüringer Landeskirche 8,9 Millionen Euro bei. Beide Kirchen bildeten 2004 die Föderation. Sie vertritt knapp eine Million Gläubige.
SPD muß sich profilieren
Die SPD muss sich nach Meinung von Thüringens Landesvorsitzenden Christoph Matschie als Sozialstaats-Partei profilieren. Soziale Sicherungssysteme müssten verlässlich und gerecht finanziert werden, sagte Matschie am Samstag auf der Landesdelegiertenkonferenz der Jusos in Wechmar im Landkreis Gotha. Ein weiterer Schwerpunkt sozialdemokratischen Engagements müsse die Bildungspolitik sein. Bildung entscheidet heute stärker denn je über die Chancen jedes einzelnen, sagte er vor knapp 100 Delegierten.
Verletzte bei Feuer
Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Apolda sind am Freitagabend zwei Bewohner verletzt worden. Nach Angaben der Polizei brach das Feuer aus ungeklärter Ursache im ersten Stock auf einem Balkon aus und griff schnell auf angrenzende Wohnungen über. Zwei Menschen erlitten eine Rauchvergiftung. Die übrigen Bewohner der 24 Wohnungen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Es entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Euro.
Werte sind kein Schutz
Christliche Werte bieten nach Erkenntnissen des Jenaer Politikwissenschaftlers Michael Edinger keinen Schutz vor rechtsextremen Gedankengut. Laut Thüringen Monitor seien Christen ebenso anfällig für nationalsozialistische und ausländerfeindliche Parolen wie Menschen ohne Konfession, sagte er in einem dpa-Gespräch. Rechte Tendenzen seien bei etwa einem Fünftel der Bevölkerung vorhanden. »Bei der Bewertung der deutschen Einheit und dem Rückblick auf die DDR spielt Kirchenzugehörigkeit dagegen eine Rolle.«
Neuer Skandal
Schon wieder ist verdorbenes Fleisch in den Handel gelangt. In Gelsenkirchen beschlagnahmten Kontrolleure im Kühlhaus einer Firma 60 Tonnen. Das Haltbarkeitsdatum war abgelaufen, das Fleisch aber mit falschen Etiketten neu ausgezeichnet. Es handelt sich um Roastbeef und Putenhackfleisch. Große Teile sind bereits im Handel, Lieferungen gingen zum Beispiel nach Hamburg aber auch in den Spreewald. Vor wenigen Wochen hatten die Behörden in Niedersachsen einen Fleischskandal aufgedeckt und den Betrieb geschlossen.
Notfalls laufen
Lässt sich ein Schriftstück einem Gericht nicht faxen, muss es ein Prozessbeteiligter notfalls zu Fuß oder mit dem Auto dorthin bringen. Das entschied das Landessozialgericht Saarbrücken. Versäumt der Betroffene eine gesetzliche oder gerichtlich gesetzte Frist, so kann er dies daher nicht mit dem Hinweis entschuldigen, das Faxgerät habe gestreikt. Das Gericht wies damit die Beschwerde eines Klägers als unzulässig zurück, der sich in einem Rechtsstreit mit der Bundesagentur für Arbeit befand.
Gedenken in Nürnberg
Mit einem Festakt im Nürnberger Justizpalast begehen Stadt und Justiz heute den Beginn des Nürnberger Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher vor 60 Jahren. Zu den Ehrengästen gehören Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und der Präsident des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, Philippe Kirsch. Bei dem Nürnberger Prozess hatten die vier alliierten Siegermächte USA, Sowjetunion, England und Frankreich 22 führende Nazi-Vertreter für die Gräueltaten während der Nazizeit zur Verantwortung gezogen.
Abschied mit Zapfenstreich
Bundeskanzler Gerhard Schröder wird am Abend mit einem Großen Zapfenstreich von der Bundeswehr verabschiedet. Bundespräsident Horst Köhler dankte Schröder für dessen politische Arbeit. Der SPD-Politiker habe sich bleibende Verdienste um unser Land” erworben, schrieb Köhler in einem Grußwort für die Neue Presse” in Hannover. Er hob vor allem die Reform-Agenda 2010” hervor. Zum Empfang am Abend in Hannover werden rund 600 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erwartet.
Noch viele Fragen
Der gewaltsame Tod des kleinen Tim aus Elmshorn stellt die Ermittler weiterhin vor viele Fragen. Zwei Tage nach der Verhaftung des mutmaßlichen Täters sind Einzelheiten des Verbrechens immer noch unklar. Der 38-Jährige Oliver H. soll den zweijährigen Sohn seiner Freundin getötet haben. Einem Bericht der Lübecker Nachrichten” nach schließt die Polizei auch Eifersucht auf den leiblichen Vater nicht aus. Tim war Ende vergangener Woche verschwunden, wenige Tage später fand die Polizei seine Leiche.
Todesfahrer gesucht
Die Polizei sucht weiter nach dem LKW-Fahrer, der vermutlich mit Absicht einen Parkplatzwächter getötet hat. Auch zwei Tage nach der Tat in Baden-Württemberg gibt es noch keine Spur. Die Polizei dementierte Berichte, wonach zwei Verdächtige bei Bremen festgenommen wurden. Der 63-Jährige war auf dem Autobahnrasthof an der A 6 bei Satteldorf überrollt und getötet worden. Die Tat geschah, als der Parkplatzwächter von zwei Fahrern die dort übliche Gebühr kassieren wollte. Möglicherweise gab es dabei einen Streit.
Autor: nnzHaushalt beschlossen
Zum Abschluss der Föderationssynode der zwei großen evangelischen Kirchen in Thüringen und Sachsen-Anhalt haben die Kirchenparlamentarier am Samstag in Gera den Haushalt 2006 beschlossen. Er umfasst 18,1 Millionen Euro. Das sind 3,3 Millionen Euro mehr als bisher. Die Kirchenprovinz Sachsen steuert 9,2 Millionen Euro, die Thüringer Landeskirche 8,9 Millionen Euro bei. Beide Kirchen bildeten 2004 die Föderation. Sie vertritt knapp eine Million Gläubige.
SPD muß sich profilieren
Die SPD muss sich nach Meinung von Thüringens Landesvorsitzenden Christoph Matschie als Sozialstaats-Partei profilieren. Soziale Sicherungssysteme müssten verlässlich und gerecht finanziert werden, sagte Matschie am Samstag auf der Landesdelegiertenkonferenz der Jusos in Wechmar im Landkreis Gotha. Ein weiterer Schwerpunkt sozialdemokratischen Engagements müsse die Bildungspolitik sein. Bildung entscheidet heute stärker denn je über die Chancen jedes einzelnen, sagte er vor knapp 100 Delegierten.
Verletzte bei Feuer
Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Apolda sind am Freitagabend zwei Bewohner verletzt worden. Nach Angaben der Polizei brach das Feuer aus ungeklärter Ursache im ersten Stock auf einem Balkon aus und griff schnell auf angrenzende Wohnungen über. Zwei Menschen erlitten eine Rauchvergiftung. Die übrigen Bewohner der 24 Wohnungen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Es entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Euro.
Werte sind kein Schutz
Christliche Werte bieten nach Erkenntnissen des Jenaer Politikwissenschaftlers Michael Edinger keinen Schutz vor rechtsextremen Gedankengut. Laut Thüringen Monitor seien Christen ebenso anfällig für nationalsozialistische und ausländerfeindliche Parolen wie Menschen ohne Konfession, sagte er in einem dpa-Gespräch. Rechte Tendenzen seien bei etwa einem Fünftel der Bevölkerung vorhanden. »Bei der Bewertung der deutschen Einheit und dem Rückblick auf die DDR spielt Kirchenzugehörigkeit dagegen eine Rolle.«
Neuer Skandal
Schon wieder ist verdorbenes Fleisch in den Handel gelangt. In Gelsenkirchen beschlagnahmten Kontrolleure im Kühlhaus einer Firma 60 Tonnen. Das Haltbarkeitsdatum war abgelaufen, das Fleisch aber mit falschen Etiketten neu ausgezeichnet. Es handelt sich um Roastbeef und Putenhackfleisch. Große Teile sind bereits im Handel, Lieferungen gingen zum Beispiel nach Hamburg aber auch in den Spreewald. Vor wenigen Wochen hatten die Behörden in Niedersachsen einen Fleischskandal aufgedeckt und den Betrieb geschlossen.
Notfalls laufen
Lässt sich ein Schriftstück einem Gericht nicht faxen, muss es ein Prozessbeteiligter notfalls zu Fuß oder mit dem Auto dorthin bringen. Das entschied das Landessozialgericht Saarbrücken. Versäumt der Betroffene eine gesetzliche oder gerichtlich gesetzte Frist, so kann er dies daher nicht mit dem Hinweis entschuldigen, das Faxgerät habe gestreikt. Das Gericht wies damit die Beschwerde eines Klägers als unzulässig zurück, der sich in einem Rechtsstreit mit der Bundesagentur für Arbeit befand.
Gedenken in Nürnberg
Mit einem Festakt im Nürnberger Justizpalast begehen Stadt und Justiz heute den Beginn des Nürnberger Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher vor 60 Jahren. Zu den Ehrengästen gehören Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und der Präsident des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, Philippe Kirsch. Bei dem Nürnberger Prozess hatten die vier alliierten Siegermächte USA, Sowjetunion, England und Frankreich 22 führende Nazi-Vertreter für die Gräueltaten während der Nazizeit zur Verantwortung gezogen.
Abschied mit Zapfenstreich
Bundeskanzler Gerhard Schröder wird am Abend mit einem Großen Zapfenstreich von der Bundeswehr verabschiedet. Bundespräsident Horst Köhler dankte Schröder für dessen politische Arbeit. Der SPD-Politiker habe sich bleibende Verdienste um unser Land” erworben, schrieb Köhler in einem Grußwort für die Neue Presse” in Hannover. Er hob vor allem die Reform-Agenda 2010” hervor. Zum Empfang am Abend in Hannover werden rund 600 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erwartet.
Noch viele Fragen
Der gewaltsame Tod des kleinen Tim aus Elmshorn stellt die Ermittler weiterhin vor viele Fragen. Zwei Tage nach der Verhaftung des mutmaßlichen Täters sind Einzelheiten des Verbrechens immer noch unklar. Der 38-Jährige Oliver H. soll den zweijährigen Sohn seiner Freundin getötet haben. Einem Bericht der Lübecker Nachrichten” nach schließt die Polizei auch Eifersucht auf den leiblichen Vater nicht aus. Tim war Ende vergangener Woche verschwunden, wenige Tage später fand die Polizei seine Leiche.
Todesfahrer gesucht
Die Polizei sucht weiter nach dem LKW-Fahrer, der vermutlich mit Absicht einen Parkplatzwächter getötet hat. Auch zwei Tage nach der Tat in Baden-Württemberg gibt es noch keine Spur. Die Polizei dementierte Berichte, wonach zwei Verdächtige bei Bremen festgenommen wurden. Der 63-Jährige war auf dem Autobahnrasthof an der A 6 bei Satteldorf überrollt und getötet worden. Die Tat geschah, als der Parkplatzwächter von zwei Fahrern die dort übliche Gebühr kassieren wollte. Möglicherweise gab es dabei einen Streit.
