Gestern demoliert, heute verurteilt
Dienstag, 15. November 2005, 16:16 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Allgemeinen sagt man, dass die Mühlen der Justiz langsam mahlen. Doch in Nordthüringen geht es auch anders, wie ein aktueller Fall zeigt...
Im Unstrut-Hainich-Kreis waren in der Nacht zwei junge Männer vorläufig festgenommen worden, nachdem sie eine stationäre Blitzanlage zerstört hatten. Die 23 und 27 Jahre alten Männer hatten kurz nach 22 Uhr das Schutzglas einer Messanlage an der B 249 zerschlagen. Was die beiden offensichtlich nicht wussten: Die Messanlagen lösen einen stillen Alarm aus, wenn sich jemand an ihnen zu schaffen macht. Deshalb konnte eine Streife die beiden festnehmen, obwohl sie sich im Straßengraben versteckt hatten.
Als Motiv gab der 23Jährige an, dass er am Vorabend auf der für 100 km/h zugelassenen Straße mit etwa 150 km/h geblitzt wurde. Da er bereits 15 Punkte in der Flensburger Sünderkartei hat, wollte er einer erneuten Bestrafung entgehen. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen hatte für heute ein beschleunigtes Verfahren angeregt.
Das Amtsgericht Mühlhausen sprach am frühen Nachmittag das Urteil. Beide müssen wegen Sachbeschädigung eine Geldstrafe zahlen und erhielten ein Fahrverbot für jeweils zwei Monate.
Der 23-Jährige muss 50, der Mittäter 30 Tagessätze zahlen. Die Tagessätze wurden auf jeweils 17 Euro festgesetzt.
Autor: nnzIm Unstrut-Hainich-Kreis waren in der Nacht zwei junge Männer vorläufig festgenommen worden, nachdem sie eine stationäre Blitzanlage zerstört hatten. Die 23 und 27 Jahre alten Männer hatten kurz nach 22 Uhr das Schutzglas einer Messanlage an der B 249 zerschlagen. Was die beiden offensichtlich nicht wussten: Die Messanlagen lösen einen stillen Alarm aus, wenn sich jemand an ihnen zu schaffen macht. Deshalb konnte eine Streife die beiden festnehmen, obwohl sie sich im Straßengraben versteckt hatten.
Als Motiv gab der 23Jährige an, dass er am Vorabend auf der für 100 km/h zugelassenen Straße mit etwa 150 km/h geblitzt wurde. Da er bereits 15 Punkte in der Flensburger Sünderkartei hat, wollte er einer erneuten Bestrafung entgehen. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen hatte für heute ein beschleunigtes Verfahren angeregt.
Das Amtsgericht Mühlhausen sprach am frühen Nachmittag das Urteil. Beide müssen wegen Sachbeschädigung eine Geldstrafe zahlen und erhielten ein Fahrverbot für jeweils zwei Monate.
Der 23-Jährige muss 50, der Mittäter 30 Tagessätze zahlen. Die Tagessätze wurden auf jeweils 17 Euro festgesetzt.
