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Hotelrestaurant im Stile der Goldenen Zwanziger nimmt Betrieb auf

Ab Samstag zum Frühstück ins „Charlie’s“

Donnerstag, 16. Dezember 2021, 16:00 Uhr
Es ist gerade nicht die beste Zeit, ein prachtvoll ausgestattetes Restaurant zu eröffnen, das zu einem Highlight in der städtischen Gastronomie werden soll. Aber Hotelbesitzer Axel Heck nimmt die schwierige Situation in Kauf, um seinen Angestellten die Chance auf einen gelungenen Start zu ermöglichen …

Hotelleiterin Nuell Bütow mit Resaturantchefin Sandra Piecha und Chefkoch Domenico Alioto (Foto: Eva Maria Wiegand) Hotelleiterin Nuell Bütow mit Resaturantchefin Sandra Piecha und Chefkoch Domenico Alioto (Foto: Eva Maria Wiegand)

Zehn Mitarbeiter sind für das Restaurant eingestellt worden, das im Parterre des Hotels „Fürstenhof“ die ehemalige Mode-Boutique Gerry Weber ersetzt und einen ideale Vervollkommnung des außergewöhnlichen Gasthauses darstellt. Der Umbau bis hin zu einer hochmodernen Küche hat gut 1,2 Millionen Euro gekostet, wovon der Nordhäuser Immobilienhändler einen guten Teil über eine Förderung des Freistaates absichern konnte. Annähernd 90 Plätze bietet der Saal im Stile und Chic der „Roaring Twenties“ und soll schon in den Morgenstunden den Hotelgästen als exklusiver Frühstücksraum dienen. Auch an abgeschiedene Separé-Ecken wurde gedacht, sollte einmal ein besonders prominenter Gast im „Fürstenhof“ absteigen.

Den Namen für das Restaurant, so beteuert der Mann, der seit Urzeiten in Nordhausen „Charlie“ gerufen wird, haben sich die Mitarbeiter ausgedacht und dabei an den unvergessenen englischen Komiker Charlie Chaplin gedacht. „Aber ich finde, es ist ein sehr passender Name für ein Restaurant in dieser Art“, merkt Axel Heck an. Am Samstag (18. Dezember) sollen die ersten Frühstücksgäste empfangen werden, eine Woche später am ersten Weihnachtsfeiertag startet der Restaurantbetrieb ab 17 Uhr, an dem vorläufig nur nach Vorbestellung und unter Einhaltung der geltenden Corona-Maßnahmen teilgenommen werden kann.

Immer präsent neben den schönen Frauen: der unvergleichliche Charlie Chaplin, Namensgeber des Restaurants (Foto: Eva Maria Wiegand) Immer präsent neben den schönen Frauen: der unvergleichliche Charlie Chaplin, Namensgeber des Restaurants (Foto: Eva Maria Wiegand)

Weil aber in der Küche drei Köche und zwei Frühstücksköche sowie fünf Servicekräfte auf ihren Arbeitsantritt warten, wollte Heck nicht länger mit der Eröffnung warten. Internationales Flair herrscht schon im Kochbereich, wo sich der italienische Sternekoch Domenico Alioto mit einem marokkanischen und einem deutschen Kollegen den Kochlöffel in die Hand gibt. Auch unter den Servicemitarbeitern befinden sich international erprobte Fachleute. Die neue Restaurantleiterin Sandra Piecha stammt aus Nordhausen und hat zuletzt an der Nordsee gearbeitet. Chefkoch Aliotos Vita liest sich wie eine Weltreise, die seinem berühmten Landsmann Marco Polo in nichts nachsteht. London, Panama und Miami zählt er schnell auf und könnte die Liste noch eine Weile erweitern. Zuletzt wirkte er in den benachbarten Niederlanden und ist von der Stadt Nordhausen sehr angetan. „Viel Potential“, sagt er und verspricht für die Zukunft eine Küche aus traditionellen, saisonalen und modernen Gerichten, die das „Charlie’s“ zu einer renommierten Adresse machen sollen. „Ein Restaurant für alle soll es werden“, schwärmt er in vital italienischer Manier und verabschiedet sich wieder in die Küche, wo heute ein Probekochen ansteht.

Das Ambiente des Restaurants mit eingebautem Büffetabteil und großzügigem Tresen orientiert sich an der Hotelausstattung und der schon erfolgreich arbeitenden integrierten Bäckerei mit Café.

Der Unternehmer Heck hofft, mit dem neuen Angebot internationaler, raffinierter Küche nicht nur sein Hotel, sondern womöglich die touristische Infrastruktur der ganzen Stadt aufwerten zu können. „Es soll das Wohnzimmer für die Gäste werden“, wünscht er sich und wird mit seinem Viersterne-Hotel künftig nicht nur Gastkünstler und Besucher des Nordhäuser Theaters anlocken, sondern beispielsweise auch all die Geschäftsleute, die bisher nach ihrem Arbeitstag in Nordhausen die Fahrt nach Bad Sachsa oder weiter antraten, um ihr müdes Haupt zur Ruhe zu betten.

Glamouröser Schriftzug über dem Büffet (Foto: oas) Glamouröser Schriftzug über dem Büffet (Foto: oas)

Die Vielfalt der Möglichkeiten sei es, die einen solchen Ort wie das „Charlie`s“ attraktiv mache, meint Axel Heck, dessen unternehmerischer Blick sich nun von der Fassade der Bahnhofstraße nach hinten wendet, wo in den nächsten Monaten neue, bestaunenswerte Aufgaben auf ihn und sein Team warten. Auf dass Nordhausen weiter an Lebensqualität und Interesse gewinnen möge.
Olaf Schulze
Autor: osch

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