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Wacker, Hydro und SVC wollen zusammenarbeiten

Gemeinsame Vereinsansichten

Mittwoch, 15. Dezember 2021, 06:57 Uhr
Die Corona-Lage ist gerade auch für viele Sportvereine eine große Herausforderung und Belastung. Das betrifft nicht nur die "Kleinen". Wacker Nordhausen, der Nordhäuser Sportverein und die Volleyballer vom SVC und die Tischtennisspieler vom TTV Hydro machen sich jetzt gemeinsam Gedanken wie es weitergeht...


Wir befinden uns aktuell im sportlichen Bereich im 3. Lockdown. Der Spielbetrieb ist in den meisten Sportarten, vor allem in den Ballspielsportarten, wieder eingestellt. Dies gilt vornehmlich für den Erwachsenenbereich, wo der Ligabetrieb bei einigen Sportarten wieder komplett ruht. Hinzu kommt jetzt neu, dass viele 1. Mannschaften im Tabellenkeller sitzen und gegen den Abstieg kämpfen. Es gibt sicherlich einige erfolgreiche Individualsportlerinnen und -sportler, die überregional konstant und regelmäßig große Erfolge erzielen, aber in den Mannschaftssportarten herrscht zurzeit bei den Vereinen, die ihren Sitz in der Stadt Nordhausen haben, größtenteils Ernüchterung und große Besorgnis, wie es sportlich wieder bergauf gehen kann.

Was sind die Gründe für die schwierige sportliche Situation? Sicherlich waren vor 2-3 Jahren noch deutlich mehr Sportlegionäre, die eigentlich nur das Geld interessiert hat, in der Sportlandschaft Nordhausen unterwegs. Diese Veränderung kam bei den einzelnen Vereinen aufgrund unterschiedlicher Tatsachen zum Tragen. Zweitens ist seit Jahren ein zu geringer Anteil an Übergängen von A- und B-Jugendlichen in die Damen- und Herrenmannschaften zu verzeichnen. Dies ist sicherlich auch der ländlichen Struktur, da viele junge Erwachsene für Studien- und Ausbildungszwecke umziehen, und sozialgesellschaftlichen Veränderungen geschuldet. Erste Kooperationen mit der Wirtschaft und der Handelskammer wurden geschlossen, damit Jugendliche in der Region bleiben. Erschwerend kommt jetzt im 3. Lockdown zum ersten Mal das Thema Austritt von Sportlern, v.a. im Freizeitbereich, hinzu, was den Vereinen weiter schadet. Städte, wie Jena oder Erfurt, die über eine Sportschule verfügen, stecken so eine Krise natürlich deutlich besser weg.

Wir als Nordhäuser Vereine wollen an dieser Stelle auch alle anderen Vereine im Landkreis ansprechen und einladen, wo eine Gemeinschaftsarbeit vorstellbar ist. Wir wollen miteinander neue Wege beschreiten und kooperieren und somit neue Synergieeffekte erzielen. Eines der Instrumente für diesen Austausch zwischen den Vereinen ist der von Sportfreund Börsch initiierte Vereinsstammtisch.

An dieser Stelle ist es uns ein Bedürfnis auf den Artikel/Leserbrief vom 07.12. in der NNZ mit dem Titel „Wieviel Unterstützung benötigt das Ehrenamt“ einzugehen. Wir erleben den Geschäftsführer des Kreissportbunds Herrn Patrick Börsch als einen sehr engagierten und kompetenten Vertreter seiner Zunft. Er hat sein Amt in einer schwierigen Zeit angetreten, nämlich kurz vor der Pandemie und bei einer sich rasant verändernden Sportlandschaft.

Sportfreund Börsch und sein Team waren während des Aufs und Abs der zurückliegenden Monate immer erreichbar und haben sofort versucht, Probleme zu lösen und zu helfen. Oftmals ein Kampf gegen Windmühlen im Zeitalter der Pandemie für alle, die im sozialen, sportlichen und schulischen Bereich tätig sind.

Ganz besonders können wir feststellen, dass gerade die Unterstützung des Kindersports auf Spielbetriebs- und Freizeitebene eine große Herzensangelegenheit des KSB ist. Deshalb wünschen wir uns weiterhin eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Sportfreund Börsch und seinem Team, um die großen Herausforderungen, vor denen unsere Sportlandschaft momentan steht, meistern zu können.

Nordhäuser Sportverein
FSV Wacker 90 Nordhausen
TTV Hydro Nordhausen
Südharzer Volleyballclub Nordhausen
Autor: red

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