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Potentiale im Südharz

Montag, 14. November 2005, 12:47 Uhr
Nordhausen (nnz). In Erfurt wird in dieser Woche viel über die Bildung für nachhaltige Entwicklung diskutiert. Was diese UN-Weltdekade mit dem Südharz zu tun hat, das hat jetzt die nnz erfahren.


„In der Ausweisung eines Biosphärenreservats mit Teilen der Länder Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen liegt eine große Chance für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung im Südharz. Das gelte insbesondere für die Entwicklung des Tourismus sowie der Land- und Forstwirtschaft in der europaweit einmaligen Gipskarstregion“, erklärt Dagmar Becker, die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, anlässlich der Woche der Nachhaltigkeit in Thüringen zum Auftakt der UN-Weltdekade *Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Bereits die so genannte „Südharz-Studie" von 1997 zeige diese Potenziale auf, so Becker. Leider seien die beteiligten Länder nach ersten viel versprechenden gemeinsamen Schritten auf halbem Weg zu einem Biosphärenreservats stehen geblieben. Zwar hätten im Januar 1999 die Umweltminister der Länder Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen eine gemeinsame Erklärung zum geplanten Biosphärenreservat „Karstlandschaft Südharz" unterzeichnet. Darin sei festgestellt, dass die Gipskarstlandschaft im Südharz von einmaligem Naturwert ist und die Länder eine besondere Verantwortung für ihren Schutz trügen. Jedoch habe bislang lediglich Sachsen-Anhalt im April 2002 eine Biosphärenreservatsverwaltung gebildet. Thüringen und Niedersachsen müssten hier nachziehen.

Eine aktivere Rolle Thüringens bei der Ausweisung des Biosphärenreservats könne ein wichtiger praktischer Beitrag des Freistaats zur UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung" sein. Dazu zähle insbesondere ein entsprechender Dialog mit der Bevölkerung und auch mit den Regierungen der beteiligten Länder. Am Rande der Ausstellung zur Woche der Nachhaltigkeit im Thüringer Landtag könne eine Ausstellung zum geplanten Biosphärenreservat auf den Fluren der SPD-Landtagsfraktion (Landtags-Altbau, 4. Etage) besucht werden.
Autor: nnz

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