nnz-online

Auf einem guten Weg

Montag, 14. November 2005, 07:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Es gibt sie noch – die positiven Wirtschaftsnachrichten aus der Nordhäuser Region. So konnte zum Beispiel ein Mitglied des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) im vergangenen Monat ihre Produktionshalle um das Dreifache vergrößern. Hintergrund der deutlichen Erweiterung ist die steigende Nachfrage der Produkte.

Auf einem guten Weg (Foto: nnz) Auf einem guten Weg (Foto: nnz)

Begonnen hatte die Unternehmensgeschichte HS Industrie Service GmbH im Juni des Jahres 1991, in diesem Monat war die damalige Hydraulik Service GmbH in das Mühlhäuser Handelsregister eingetragen worden. Kundenwünsche und der Service standen bereits damals für das dreiköpfige Team um Geschäftsführer Hans-Jürgen Schmidt im Vordergrund aller Bemühungen. Heute werden Industrieschläuche mit den speziellen Anschlussformen und in den unterschiedlichsten Materialien für fast alle Anwendungsfälle geliefert. Die Produkte aus Nordhausen findet man in der Landwirtschaft, der Lebensmittelindustrie aber auch in der Bauindustrie. So wird beispielsweise die HBM NOBAS (G. Papenburg AG) über ein Kanban-System für eine Fertigungslinie von Baumaschinen mit Schneidringverschraubungen beliefert.

Bei den einst drei Mitarbeitern ist es am Nordhäuser Industrieweg nicht geblieben, derzeit werden neun Mitarbeiter und ein Auszubildender beschäftigt. Der Absatz der Produkte der HS Industrie Service GmbH ist schon längst nicht mehr regional einzuordnen. Außendienstmitarbeiter in Nordthüringen aber auch in Sachsen-Anhalt betreuen einen immer größeren Kundenstamm. Sie können in den Verkaufsgesprächen auch die Qualität der Leistungen in die Waagschale werfen. Ob Qualitätsmanagementsystem oder ISO-Zertifizierung – all das sind für Hans-Jürgen Schmidt notwendige Voraussetzungen, um am Markt bestehen zu können. Ziele hat der Geschäftsführer auch: So könnte bei der Etablierung der neuen Geschäftsfelder die Personaldecke im Unternehmen aufgestockt werden.

Für Schmidt ist aber auch der Blick über den betrieblichen Tellerrand notwendig. So fordert er die Politik in Stadt und Landkreis auf, sich mit noch mehr Kraft für das künftige Industriegebiet in der Goldenen Aue einzusetzen. Es müsse doch möglich sein, die Interessen der Mehrheit der Menschen in dieser Region gegen die einer Minderheit durchzusetzen? Nur mit den zu erwartenden Ansiedlungen sei ein deutlicher Schub in der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region möglich. Und davon könnte auch die HS Industrie Service GmbH profitieren.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de