Negative Folgen
Freitag, 11. November 2005, 08:19 Uhr
Nordhausen (nnz). Jetzt ist es (fast) raus: Ab 2007 soll die Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte steigen. Was die Wirtschaft in Nordthüringen dazu sagt, das hat jetzt die nnz erfahren.
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt hat sich erneut gegen Steuererhöhungen ausgesprochen. Falls die künftige Koalition von CDU und SPD die Mehrwertsteuer tatsächlich anheben und eine Reichensteuer einführen sollte, hätte dies negative Folgen für den Standort Deutschland. Bei allem Verständnis für den Zwang, den Bundeshaushalt in Ordnung zu bringen, darf die Politik die Steuerschraube nicht überdrehen. Wir brauchen vor allem Wachstumsimpulse, sollen Investitionen und Beschäftigung endlich wieder steigen, betont IHK-Präsident Niels Lund Chrestensen. Eine höhere Mehrwertsteuer würde die sowieso schon geringe Konsumneigung der Bundesbürger weiter drücken. Für die Inlandsnachfrage wäre das pures Gift, warnt Chrestensen.
Es droht die große Koalition der Enttäuschung, denn sowohl Mehrwertsteuererhöhung als auch ‚Reichensteuer’ sind von den Parteien im Wahlkampf noch wechselseitig als Wachstumsbremse verteufelt worden, kritisiert der IHK-Präsident. Echte Reformen seien dagegen Fehlanzeige.
Bei der angedachten Erhöhung der Mehrwertsteuer um vier Prozentpunkte breche der Konsum schlagartig ein. Investoren erhielten durch die Reichensteuer ein klares Signal gegen Investitionen am Standort Deutschland. Dies konterkariere natürlich auch die Ansiedlungsbemühungen für Thüringen.
Wer jetzt die Konjunktur abwürgt, darf nicht im nächsten Jahr wieder zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze von der Wirtschaft einfordern, mahnt Chrestensen. Zentrales Ziel der Sparbemühungen der Bundesregierung müsse dagegen sein, die Staatsquote zu senken. Das Dilemma aus horrender Staatsverschuldung und schwacher Konjunktur ist laut Chrestensen nur mit einem schlanken Staat zu lösen, der die Rahmenbedingungen dafür setzt, dass die Unternehmen wieder investieren und die Bürger konsumieren.
Autor: nnzDie Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt hat sich erneut gegen Steuererhöhungen ausgesprochen. Falls die künftige Koalition von CDU und SPD die Mehrwertsteuer tatsächlich anheben und eine Reichensteuer einführen sollte, hätte dies negative Folgen für den Standort Deutschland. Bei allem Verständnis für den Zwang, den Bundeshaushalt in Ordnung zu bringen, darf die Politik die Steuerschraube nicht überdrehen. Wir brauchen vor allem Wachstumsimpulse, sollen Investitionen und Beschäftigung endlich wieder steigen, betont IHK-Präsident Niels Lund Chrestensen. Eine höhere Mehrwertsteuer würde die sowieso schon geringe Konsumneigung der Bundesbürger weiter drücken. Für die Inlandsnachfrage wäre das pures Gift, warnt Chrestensen.
Es droht die große Koalition der Enttäuschung, denn sowohl Mehrwertsteuererhöhung als auch ‚Reichensteuer’ sind von den Parteien im Wahlkampf noch wechselseitig als Wachstumsbremse verteufelt worden, kritisiert der IHK-Präsident. Echte Reformen seien dagegen Fehlanzeige.
Bei der angedachten Erhöhung der Mehrwertsteuer um vier Prozentpunkte breche der Konsum schlagartig ein. Investoren erhielten durch die Reichensteuer ein klares Signal gegen Investitionen am Standort Deutschland. Dies konterkariere natürlich auch die Ansiedlungsbemühungen für Thüringen.
Wer jetzt die Konjunktur abwürgt, darf nicht im nächsten Jahr wieder zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze von der Wirtschaft einfordern, mahnt Chrestensen. Zentrales Ziel der Sparbemühungen der Bundesregierung müsse dagegen sein, die Staatsquote zu senken. Das Dilemma aus horrender Staatsverschuldung und schwacher Konjunktur ist laut Chrestensen nur mit einem schlanken Staat zu lösen, der die Rahmenbedingungen dafür setzt, dass die Unternehmen wieder investieren und die Bürger konsumieren.
