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„Dann steigen wir auf!“

Mittwoch, 09. November 2005, 10:32 Uhr
Nordhausen (nnz). Es ist bei einem Verein wie Wacker Nordhausen nicht anders als im richtigen Leben. Zum größten Teil besteht das aus einem Kommen und Gehen. Die nnz mit einigen sportlichen Personalien und einer klaren Ansage.


Fakt ist, Wacker-Urgestein Frank Ludwig wird ab dem kommenden Jahr dem Verein als Nachwuchs-Trainer zur Verfügung stehen. Welche Mannschaft Ludwig trainiert, wird in den nächsten Wochen entschieden. Auch mit anderen einstigen Spielergrößen aus der Regionalligazeit ist das Präsidium des Fußballvereins im Gespräch. Hierzu werden zeitnah die Entscheidungen erwartet. Die Präsidialen freuen sich über diese Entwicklung und versprechen sich sogar eine Sogwirkung. Auf der einen Seite sollen sich einstige Größen wieder mit „ihrem“ Verein identifizieren, andererseits können sie ihren ungeheuren Erfahrungsschatz an die Jüngeren weitergeben. Und mal ehrlich, welcher junger Kicker in und um Nordhausen möchte nicht von einer „Legende“ wie Frank Ludwig trainiert werden?

Nach nnz-Informationen hat es in der ersten Männermannschaft allerdings auch einen Aderlaß gegeben. Adama Diarra hat sich mit sofortiger Wirkung abgemeldet, er will vermutlich noch bis Freitag mittrainieren, am Samstag zum Pokalspiel in Greiz ist der schlaksige Verteidiger nicht mehr im Aufgebot. Hintergrund der Trennung sollen die finanziellen Vorstellungen des Spielers sein, die der Verein auf keinen Fall „befriedigen“ kann.

Das Wacker-Präsidium traf sich gestern denn auch zu einem ersten Erfahrungsaustausch mit der Männermannschaft. In einer Atmosphäre, die als entspannt und ernsthaft beschrieben wurde, wurde mehr Disziplin der Spieler nach den roten sowie gelbroten Karten der letzten Spiele angemahnt. Auf die Frage aus der Mannschaft, was denn passieren würde, wenn Wacker auch noch am letzten Spieltag auf dem ersten Tabellenplatz stehen würde, kam die prompte Antwort von Präsident Detlef Zeidler: „Dann steigen wir auf. Dann müssen wir alle zusammen - und da nehme ich die Wirtschaft in dieser Region nicht aus - die Ar...backen zusammenkneifen.“ Ein Zurückziehen aus wirtschaftlichen Gründen werde es mit diesem Präsidium nicht geben.
Autor: nnz

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