nnz-Kurznews am Wochenende (2)
Sonntag, 06. November 2005, 17:51 Uhr
Nordhausen (nnz). Was in Thüringen und in Deutschland an diesem Wochenende bislang so alles los war, das hat die nnz für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick auf MEHR sind auch Sie im Bilde.
Ohne Zwischenfälle
Eine Demonstration gegen Rassismus und Antisemitismus am Samstagabend in Arnstadt bei Gotha ist ohne Störungen verlaufen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, konnten die 150 Demonstranten ohne Hindernisse durchs Stadtzentrum zum Gedenkstein der jüdischen Synagoge ziehen. Aufgerufen hatte die Landesarbeitsgemeinschaft Antirassismus/Antifaschismus. Für den Fall, dass Gegendemonstranten die Veranstaltung stören, hatte die Polizei 80 Beamte in Bereitschaft gehalten.
Schule muß aussgleichen
Die Schule muss nach Ansicht der Erfurter Pädagogikprofessorin Karin Richter bei Kindern die Defizite im Elternhaus ausgleichen. Das Argument, dass sie damit überfordert wäre, kann ich überhaupt nicht begreifen, sagte Richter in einem dpa-Gespräch. Es gebe etliche Methoden der individuellen Förderung im Unterricht. Die Pädagogin reagierte damit auf ein Ergebnis der PISA- Studie, nach der Kinder aus sozial schwachen Familien weit geringere Chancen haben, das Gymnasium zu besuchen, als Akademikernachwuchs.
Zum ersten Mal
Die in Gotha geborene Schriftstellerin Sigrid Damm ist heute heute im Deutschen Nationaltheater Weimar mit dem erstmals verliehenen Thüringer Literaturpreis geehrt worden. Sie erhielt die mit 6000 Euro dotierte Auszeichnung für ihr Lebenswerk. Die Jury würdigte damit ihre faszinierenden Porträts von literarischem Rang. Die Germanistin wurde mit Arbeiten über Cornelia Goethe und Christiane Vulpius bekannt. Der Preis wird von der Literarischen Gesellschaft Thüringen und der E.ON Thüringer Energie AG vergeben.
Miteinander angemahnt
Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, hat zum 16. Jahrestag des Mauerfalls mehr Verständnis der Deutschen füreinander angemahnt. Wir sollten mehr voneinander wissen - über die Erfahrungen von Menschen in Ost und West, besonders über das unterschiedliche Erleben der deutschen Teilung”, sagte Birthler der dpa. Der 9. November 1989 habe eine neue Ära der Ermutigung eingeleitet.
Von vier auf fünf
Bundestagspräsident Norbert Lammert hat sich dafür ausgesprochen, die Legislaturperiode im Bund von vier auf fünf Jahre zu verlängern. Es sei jetzt ein besonders günstiger Zeitpunkt, die Verfassung im Einvernehmen der Parteien zu ändern, sagte der CDU- Politiker im Deutschlandfunk. Im Augenblick erlebe man nach einem komplizierten Wahlergebnis wieder, dass es eine beachtlich lange Zeit dauere, bis eine Regierung gewählt und voll funktionstüchtig sei.
Teuerer Abbau
Der geplante Stellenabbau bei der Deutschen Telekom kommt nach Informationen des Focus” den Steuerzahler teuer zu stehen. Wie das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Berliner Regierungskreise schreibt, sind unter den 32 000 Mitarbeitern, die das Unternehmen los werden will, mindestens 20 000 Beamte. Die von der Telekom geplante Vorruhestandsregelung koste den Bund im günstigsten Fall” eine halbe Milliarde Euro zusätzlich im Jahr.
Mehr Urlaub in Deutschland
Der designierte Wirtschaftsminister Michael Glos hat die Deutschen aufgefordert, zur Konjunkturbelebung mehr Urlaub in Deutschland zu machen. Wir müssen den Menschen auch den Zusammenhang zwischen Arbeitsmarkt und Kaufverhalten klarmachen. Es ist nicht nur in der Karibik schön, sondern auch an der Ostsee und im fränkischen Weinland”, sagte Glos der Bild am Sonntag”. Unterdessen beraten Union und SPD heute in getrennten Sitzungen über die noch ungelösten Probleme bei den gemeinsamen Koalitionsverhandlungen.
Autor: nnzOhne Zwischenfälle
Eine Demonstration gegen Rassismus und Antisemitismus am Samstagabend in Arnstadt bei Gotha ist ohne Störungen verlaufen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, konnten die 150 Demonstranten ohne Hindernisse durchs Stadtzentrum zum Gedenkstein der jüdischen Synagoge ziehen. Aufgerufen hatte die Landesarbeitsgemeinschaft Antirassismus/Antifaschismus. Für den Fall, dass Gegendemonstranten die Veranstaltung stören, hatte die Polizei 80 Beamte in Bereitschaft gehalten.
Schule muß aussgleichen
Die Schule muss nach Ansicht der Erfurter Pädagogikprofessorin Karin Richter bei Kindern die Defizite im Elternhaus ausgleichen. Das Argument, dass sie damit überfordert wäre, kann ich überhaupt nicht begreifen, sagte Richter in einem dpa-Gespräch. Es gebe etliche Methoden der individuellen Förderung im Unterricht. Die Pädagogin reagierte damit auf ein Ergebnis der PISA- Studie, nach der Kinder aus sozial schwachen Familien weit geringere Chancen haben, das Gymnasium zu besuchen, als Akademikernachwuchs.
Zum ersten Mal
Die in Gotha geborene Schriftstellerin Sigrid Damm ist heute heute im Deutschen Nationaltheater Weimar mit dem erstmals verliehenen Thüringer Literaturpreis geehrt worden. Sie erhielt die mit 6000 Euro dotierte Auszeichnung für ihr Lebenswerk. Die Jury würdigte damit ihre faszinierenden Porträts von literarischem Rang. Die Germanistin wurde mit Arbeiten über Cornelia Goethe und Christiane Vulpius bekannt. Der Preis wird von der Literarischen Gesellschaft Thüringen und der E.ON Thüringer Energie AG vergeben.
Miteinander angemahnt
Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, hat zum 16. Jahrestag des Mauerfalls mehr Verständnis der Deutschen füreinander angemahnt. Wir sollten mehr voneinander wissen - über die Erfahrungen von Menschen in Ost und West, besonders über das unterschiedliche Erleben der deutschen Teilung”, sagte Birthler der dpa. Der 9. November 1989 habe eine neue Ära der Ermutigung eingeleitet.
Von vier auf fünf
Bundestagspräsident Norbert Lammert hat sich dafür ausgesprochen, die Legislaturperiode im Bund von vier auf fünf Jahre zu verlängern. Es sei jetzt ein besonders günstiger Zeitpunkt, die Verfassung im Einvernehmen der Parteien zu ändern, sagte der CDU- Politiker im Deutschlandfunk. Im Augenblick erlebe man nach einem komplizierten Wahlergebnis wieder, dass es eine beachtlich lange Zeit dauere, bis eine Regierung gewählt und voll funktionstüchtig sei.
Teuerer Abbau
Der geplante Stellenabbau bei der Deutschen Telekom kommt nach Informationen des Focus” den Steuerzahler teuer zu stehen. Wie das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Berliner Regierungskreise schreibt, sind unter den 32 000 Mitarbeitern, die das Unternehmen los werden will, mindestens 20 000 Beamte. Die von der Telekom geplante Vorruhestandsregelung koste den Bund im günstigsten Fall” eine halbe Milliarde Euro zusätzlich im Jahr.
Mehr Urlaub in Deutschland
Der designierte Wirtschaftsminister Michael Glos hat die Deutschen aufgefordert, zur Konjunkturbelebung mehr Urlaub in Deutschland zu machen. Wir müssen den Menschen auch den Zusammenhang zwischen Arbeitsmarkt und Kaufverhalten klarmachen. Es ist nicht nur in der Karibik schön, sondern auch an der Ostsee und im fränkischen Weinland”, sagte Glos der Bild am Sonntag”. Unterdessen beraten Union und SPD heute in getrennten Sitzungen über die noch ungelösten Probleme bei den gemeinsamen Koalitionsverhandlungen.
