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Aufregende Schlußphase

Samstag, 05. November 2005, 18:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Von der Tabellensituation her schien beim heutigen Punktspiel von Wacker alles klar zu sein. Doch Niederpöllnitz war für die Nordhäuser Kicker mehr als nur eine Reise nach Ostthüringen. Die nnz mit einem aufregenden Spielbericht.


Zwei unterschiedliche Halbzeiten bekamen die Zuschauer auf dem Sportplatz von Niederpöllnitz zu sehen. In der ersten passierte kaum etwas, die Tormänner begannen schon zu frieren. Dann aber kam die zweite Hälfte. Und die begann mit einem Paukenschlag. Lars Pohl wurde im Gästestrafraum gefoult, der Schiri zeigte auf den Punkt. Diarra – bisher der „Nummersicher“ am Punkt nimmt sich das Leder und zieht ab. Gut gemacht, 0:1 für Wacker Nordhausen. Da waren mal gerade 90 Sekunden in der zweiten Halbzeit gespielt. Fünf Minuten später war der Sack aus Sicht der Rolandstädter eigentlich zugebunden. Daniel Braun profitierte von einer Hereingabe von Pistorius, an der hatte Pohl zwar einen Schuh noch hatte, doch Braun konnte zum 0:2 einknipsen.

Vermutlich hatten die Wackeren dann ein wenig Angst vor den drei Punkten, sie wirkten nicht mehr sicher – im Gegenteil. Die Folge: Lattmann kann in der 58. Minute auf 1:2 verkürzen. Wer dachte, das war es dann, der täuschte sich. Innerhalb von sechs Minuten drehten die Gastgeber aus Osthüringen das Spiel herum. Werner und Seebauer versenkten in der 80. und 86. Minute das Leder im Nordhäuser Tor. Und als die Wackern sich schon mit gesenkten Köpfen auf der Heimfahrt sahen, fasste sich Urgestein Jens Ludwig ein Herz, ging durch die Abwehr der Niederpöllnitzer wie ein Messer durch die Butter und vollstreckte eiskalt. 3:3.

Eigentlich hätte Wacker Nordhausen hier verlieren und eine Lektion erteilt bekomme müssen. Dachte man vor drei, vier oder fünf Spieltagen noch an die Eintagsfliege der Tabellenführung, so wird es nun schon „unheimlich“. Auch nach diesem Spieltag ist Nordhausen nicht von der Tabellenspitze zu verdrängen, Sondershausen spielte ebenfalls Unentschieden und die Zweite von Jena kann Wacker punktemäßig nicht erreichen. Fakt ist: In den kommenden Punktspielen müssen die Wackeren auftreten wie ein Tabellenführer, vor allem selbstbewusst im Kopf. Vielleicht ist es ja nicht so schlecht, dass am kommenden Wochenende erst einmal ein Pokalspiel angesagt ist. Da gibt es kein Unentschieden, aber: Die Reise geht wieder nach Ostthüringen, nach Greiz, bei Niederpöllnitz.
Autor: nnz

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