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Bund der Vertriebenen in Nordhausen

Totengedenken zum Volkstrauertag

Montag, 15. November 2021, 14:07 Uhr
Die Heimatvertriebenen des BdV Kreisverbandes Nordhausen gedachten am gestrigen Volkstrauertag an der Gedenkstele in Niedersachswerfen der Opfer der beiden Weltkriege und in diesem Zusammenhang der Heimatvertriebenen, die auf der Flucht und der Vertreibung aus Ihrer Heimat ums Leben gekommen sind...

Gedenken der Vertriebenen zum Volkstrauertag (Foto: Anja Sturm) Gedenken der Vertriebenen zum Volkstrauertag (Foto: Anja Sturm)

Der Kreisvorsitzende Egon Primas erinnerte in seiner Ansprache an vergangenes und gegenwärtiges Leid von Kriegen und damit verbundenen Vertreibungen. Jede Vertreibung und jede ethnische Säuberung – gleichgültig wo, wann und mit welcher Begründung – ist immer ein Verbrechen. „Wir müssen unseren Anspruch auf Menschlichkeit formulieren und auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern in Gegenwart und Zukunft appellieren. Nur in einer friedlichen Welt können wir unseren Kindern eine Perspektive geben”, so Egon Primas.

Die stellvertretende Kreisvorsitzende und Ortsvorsitzende des BdV Niedersachswerfen, Erika Hesse blickte im Totengedenken auf das Schicksal der Heimatvertriebenen zurück und das unermessliche Leid, welches ihnen auf der Flucht widerfahren ist. „Im kalten Winter, nur mit dem, was wir auf dem Leibe trugen, mussten wir unsere Heimat binnen Stunden verlassen. Viele von uns überlebten den langen Fußmarsch bei Eiseskälte und Schnee nicht, kleine Kinder wurden schweren Herzens erfroren am Wegesrand zurückgelassen. Flucht und Vertreibung waren ein einschneidendes, trauriges Ereignis der deutschen Geschichte mit unumkehrbaren Langzeitfolgen, was sich nicht wiederholen darf“, mahnte Erika Hesse. Abschließend legten die Heimatvertriebenen Blumen zum Gedenken nieder.
Autor: red

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